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Aviva wächst in einer einfachen Familie auf und ist die älteste Tochter von fünf Kindern. Ihre Eltern sind Miriam Blumale und Haim. Avivas Vater ist Schneider - er zählt zu den beliebtesten Designern für Frauenkleider in Paris. Außerdem ist er politisch sehr engagiert und gehört der kommunistischen Partei an. Unter Léon Blum kam er 1936 mit einer politischen Aufenthaltsgenehmigung nach Paris. In dieser Zeit lernte er Avivas Mutter kennen.
Als der Zweite Weltkrieg 1939 ausbricht ist Avivas Vater mitunter einer der Herausgeber der Kommunistischen Zeitung der Stadt. Die Polizei sucht ihn, aber Haim ist den Behörden immer einen Schritt voraus. Im Jahr 1941 flieht die Familie Avivas nach Lyon. Dort schließt sich Avivas Vater den Partisanen an und kämpft in den Wäldern gegen die Nazis. Da die Mutter kein Einkommen besitzt und als Jüdin nicht arbeiten gehen kann, organisiert Avivas Vater kurzerhand für seine Frau einen gefälschten Personalausweis. Von nun an ist sie Maria Marshel aus Strasbourg.
Avivas Mutter sucht daraufhin eine Unterkunft für ihre Tochter und bringt sie für 1,5 Jahre bis Ende 1941 in einem Waisenhaus unter. Aviva wird furchtbar krank, denn auch im Waisenheim gibt es nur sehr wenig zu essen. Über Dritte erhält Avivas Mutter die Adresse einer christlichen Bauernfamilie - Familie Leweve in Dardilly Lion. Diese Familie kümmert sich von 1941 - 1946 um das kleine Mädchen und zieht es wie ihr eigenes groß. Ein Jahr nach dem Krieg kehren Avivas Eltern zu ihrer Tochter zurück. Die gesamte Familie des Vaters wurde in Treblinka ermordet. Zwei Brüder und zwei Schwestern der Mutter kamen im Holocaust ebenfalls ums Leben.
Aviva geht zur Schule. Sie beginnt nach ihrem Abitur ein Studium als Ärztin und arbeitet im Krankenhaus. Sie entscheidet sich letztendlich gegen den Beruf und arbeitet als Arztsekretärin. Später ist sie bei verschiedenen Haut- und Zahnärzten angestellt. Aviva heiratet 1963 ihren Mann Eli und wandert mit ihm und ihren drei Kindern 1970 nach Israel aus. Ein Jahr darauf trifft sie ein schwerer Schicksalsschlag - Eli stirbt 1971. Die Witwe zieht ihre Kinder alleine groß und arbeitet bei einer israelischen Textilfirma als Näherin. Heute pflegt Aviva guten Kontakt zu ihren Kindern und lebt zufrieden in Bat Yam nahe Tel Aviv. Sie hat vier Enkelkinder.
Aviva grew up in a modest family and is the oldest daughter of five children. Her parents are Miriam and Haim. Aviva's father was a tailor - he was counted among the most popular women's clothes designers in Paris. He was also very involved in politics and belonged to the communist party. Under Léon Blum, he came in 1936 with a political residency to Paris. During this time he met Aviva's mother and married her.
When the Second World War broke out in 1939, Aviva's father was one of those who published the Communist newspaper of the city. The police were looking for him, but Haim was always one step ahead of the authorities. In 1941, the family fled to Lyon. There Aviva's father adjoined the partisans, and fought in the woods against the Nazis. Since her mother had no income and as a Jewess could not go to work, Aviva's father organized a fake identity card for his wife. From then on, she was Mary Marshel from Strasbourg. Aviva's mother looked into accommodation for her daughter and at the end of 1941 took her to live in an orphanage for one and a half years. Aviva was terribly sick because in the orphanage there was not enough to eat. Aviva's mother got the address of a Christian peasant family - Family Leweve in Dardilly Lyon. This family took care of the little girl from 1941 - 1946. A year after the war Aviva's parents returned to their daughter. The entire family of the father was murdered in Treblinka. Two brothers and two sisters of the mother were also killed in the Holocaust.
Aviva went to school. After graduating from high school, she studied as a physician and worked in the hospital. She decides ultimately against the profession and worked as secretary of a doctor's office. Later she was employed by a number of dermatologists and dentists.
Aviva married her husband Eli in 1963 and immigrated with him and their three children in 1970 to Israel. A year later, she received a heavy blow - Eli died in 1971. The widow brings up her children alone and works at an Israeli textile company as a seamstress. Today Aviva maintains good contact with their children and lives contentedly in Bat Yam near Tel Aviv. She has four grandchildren.
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