MENÜ

Esther Arav ist die Tochter von Sarah und Albert Menda und wird im Norden Bulgariens, in der Stadt Karnobat geboren. Vor Esthers Geburt starben ihr ältester Bruder und ihre Schwester an einer schweren Krankheit. Als sie geboren wird, wächst Esther mit einem großen Bruder auf. Die familiären Verhältnisse sind sehr gut und die Familie ist finanziell unabhängig. Auch Esthers Tante lebt im Familienhaushalt mit.
Während des Krieges wird Esthers Vater in ein Zwangsarbeitslager verschleppt. In unregelmäßigen Abständen kommt er für wenige Stunden zu seiner Frau und den Kindern zurück nach Hause. Esther erzählt, wie sie sich an das traurige Gesicht ihrer Mutter erinnert. Wie oft sie doch weinte und große Angst vor diesem schrecklichen Krieg hatte. Schließlich ist die damalige Lebenssituation unfassbar schwer. Die Lebensbedingungen sind hart. Warme Mahlzeiten gibt es nie - lediglich etwas Milch, ein paar Stückchen Brot oder Kartoffeln. Esther ist noch sehr klein und erinnert sich heute nur wenig an diese Zeit, hauptsächlich aus den Geschichten, die ihr ihre Familie über die Jahre hinweg erzählte.
Nach dem Krieg kehrt der Vater wieder zurück. Eine freudige Nachricht: Während der schwierigen Zeit wurde ein Kind geboren! Esther hat jetzt einen kleinen Bruder. Im Jahr 1948, als der jüdische Staat ausgerufen wird, siedelt die Familie um nach Israel. Esther kommt dort in die 2. Klasse und macht erfolgreich ihren Schulabschluss ab. Im Jahr 1957 heiratet sie ihren Mann Moshe und bekommt ein Jahr darauf ihr erstes Kind. Heute ist Esther Mutter von vier Kindern und Großmutter von zehn Enkelkindern. In Israel war sie beruflich als Kinder- und Altenpflegerin tätig.
Heute leben Esther und Moshe nach wie vor glücklich verheiratet in der Stadt Bat Yam, in der Nähe von Tel Aviv. Esther wünscht sich für ihre Zukunft ein langes und gesundes Leben.
Moshe Arav wird 1930 in Sofia, Bulgarien geboren. Mit sechs weiteren Geschwistern wächst er in einer sehr wohlhabenden Familie auf. Sorgen haben sie keine, stattdessen genießt die ganze Familie ein normales und zufriedenes Leben. Als der Krieg ausbricht, wird alles anders. Moshe und seine Familie werden nach Pleven verbannt. Ihr gesamtes Hab und Gut müssen sie zurücklassen. Antisemiten und Nazis plündern alle jüdischen Geschäfte und Häuser aus. Gegenüber jüdischen Bürgern werden sie gewalttätig. Moshe erinnert sich noch sehr gut an die vielen negativen Erfahrungen, welche er zu oft mit Antisemiten machen musste - in der Schule, in Supermärkten, auf öffentlichen Plätzen - fast überall. Moshes zwei ältere Brüder müssen Zwangsarbeit leisten und werden in ein Konzentrationslager verschleppt. Während des Krieges gibt es fast nichts zu essen. Drei lange Jahre knurrt Moshe der Magen, aber er überlebt.
Tatsache ist, dass rund 50.000 bulgarische Juden während des Zweiten Weltkriegs gerettet worden sind, und zwar obwohl das Land, von einem deutschstämmigen König autoritär regiert, seit 1941 an der Seite von Deutschland agierte. Es war aber weniger eine ausdrückliche Entscheidung der Regierung, sondern vielmehr eine gemeinsame Anstrengung von liberalen Politikern, Kirchenvertretern und der breiten Öffentlichkeit, die sich der geplanten und von Berlin ausdrücklich gewünschten Deportation widersetzten.
Nach dem Krieg wandert Moshe nach Israel aus und macht 1950 Alijah. Ein Teil seiner Familie bleibt oder kehrt wieder zurück nach Bulgarien. Im Jahr 1957 trifft Moshe seine zukünftige Frau Esther und heiratet sie. Gemeinsam bekommen die Beiden vier Kinder. Heute hat Moshe zehn Enkelkinder und ist mit Esther nach wie vor glücklich verheiratet. Das Paar lebt in Bat Yam, ganz in der Nähe von Tel Aviv.
Esther is the daughter of Sarah and Albert Menda and was born in northern Bulgaria, in the town of Karnobat. Before Esther's birth, her oldest brother and sister died from a serious illness. When she was born, Esther grew up with a big brother. The family conditions were very good and the family was financially independent. Also an aunt of Esther lived with the household.
During the war, Esther's father was deported to a forced labour camp. In irregular intervals he comes for a few hours back home to his wife and children. Esther tells how she remembers the sad face of her mother. How often do she just cried in the lonely nights, especially when there was an alarm and the great fear they had of this terrible war. Finally, their former life became incredibly difficult. Daily life was hard. They never had warm meals, only a little milk and a little piece of bread, or potatoes. Esther was still very small and still remembers a little of this time and mainly of the stories that her family told her over the years. After the war, the father returned back and what good news. There was a child born during the difficult time! Esther has a little brother now.
In 1948 when the Jewish state was proclaimed, the family moved to Israel. Esther started there in the 2nd class and successfully completed her schooling. In 1957 she married her husband Moshe and a year later they got their first child. Today Esther is mother of four children and grandmother of ten grandchildren. In Israel, she was working as child and elderly care nurse.
Moshe was born in Sofia, Bulgaria. With six other siblings he grew up in a very well respected family. The whole family enjoyed a normal and happy life. When the war broke out, everything changed. Moshe and his family were exiled to Pleven. They had to leave their belongings behind. Anti-Semites and Nazis plundered from all Jewish shops and homes. There was violence against Jewish citizens. Moshe remembers very well the many negative experiences which he had with anti-Semites - too often; at school, in supermarkets, public places, as well as almost everywhere. Both Moshe's older brothers had to do forced labour and be deported to a concentration camp. During the war, there is almost nothing to eat. Moshe’s stomach growls three long years, but he survived.
The fact is that the 50,000 Bulgarian Jews were saved during the Second World War and that was despite the country under authoritarian rule by a German born king, who, since 1941 acted on the side of Germany. However, it was less an explicit decision of the government, but rather a joint effort by liberal politicians, church representatives and the general public who opposed the planned deportation as requested by Berlin.
After the war, Moshe emigrated to Israel in 1950. Part of his family remained and returned back to Bulgaria. In 1957, Moshe met his future wife Esther and married her. Together the two of them have four children. Today Moshe has ten grandchildren and is still happily married to Esther. The couple lives in Bat Yam near Tel Aviv.
Teile diesen Beitrag:

inkl. 7 % MwSt.
zzgl. Versandkosten
In den WarenkorbMesusa bedeutet Türfposten. Mesusa nennt
man aber auch im Judentum das zierliche,
längliche Kästchen am rechten Türpfosten,
bestückt mit einer Pergamentrolle. Auf ihr stehen
die Verse 5. Mose 6, 4-9 und 5. Mose 11, 13-21,
die das „Shma Israel“, das jüdische Glaubensbekenntnis,
enthalten.
Mesusa bedeutet Türfposten. Mesusa nennt
man aber auch im Judentum das ...
Rosch Chodesch wird in der Bibel häufig zusammen mit Festen wie Pessach, Pfingsten oder dem Laubhüttenfest erwähnt. Diese werden Moedim genannt – ein Begriff, der sich als „festgesetzte Zeiten“ übersetzen lässt:
Rosch Chodesch wird in der Bibel häufig zusammen mit Festen wie Pessach, Pfingsten oder dem Laubhüttenfe...
Ernst Krakenberger überlebte den Holocaust, weil die christliche Familie Stockmann ihn aufnahm und versteckte.
Ernst Krakenberger überlebte den Holocaust, weil die christliche Familie Stockmann ihn aufnahm und verst...
Organisiert von der ICEJ trafen sich 120 tschechische, slowakische und deutsche Zehntklässler in Prag. Ein Besuch im ehemaligen Ghetto Theresienstadt gehörte zu den eindrücklichsten Erlebnissen.
Organisiert von der ICEJ trafen sich 120 tschechische, slowakische und deutsche Zehntklässler in Prag. E...
Unsere Holocaustüberlebenden sind sehr besorgt über die Zunahme des Antisemitismus, insbesondere in der westlichen Welt.
Unsere Holocaustüberlebenden sind sehr besorgt über die Zunahme des Antisemitismus, insbesondere in der ...
Tora-Unterricht von Christen für Juden: Eine Besonderheit in unserem Haifa-Heim.
Tora-Unterricht von Christen für Juden: Eine Besonderheit in unserem Haifa-Heim.