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Hanna Grüner, geboren Anni Engelmann, wurde am 22.12.1942 in der ungarischen Grenzregion zu Jugoslawien in Subodica geboren. Hanna ist die Tochter von Julius und Ella Engelmann, die wiederum eine geborene Meister ist. Ihre Eltern stammten auch aus Jugoslawien.
1942 wurde der Vater von den deutschen Besatzern in ein Arbeitslager in Sonbor in Ungarn gebracht. Am 1. Juni 1942 starb er durch die Folgen der Zwangsarbeit. Als sein offizielles Todesdatum wurde der 31. März 1943 angegeben.
Hanna war ein Jahr alt, als die Deutschen nach Ungarn kamen und die ungarischen Faschisten ablösten. Zuerst pferchten sie 4000 Juden ins Ghetto Subodica. Nach wenigen Tagen rollten auch schon die ersten Laster in Richtung Auschwitz. Die Deutschen hatten beschlossen, dort 500.000 ungarische Juden umzubringen. Hanna und ihre Familie hatten zweifelhaftes Glück im Unglück. Die Gleise in Südeuropa waren bereits durch die Bomben der Alliierten teilweise zerstört und nicht alle Transportzüge konnten in die Todesfabriken der Nazis rollen. Zehn Tage, so erinnert sich Hanna, irrten sie umher. Die Zustände in den Zügen waren katastrophal. Eingepfercht zwischen Leichen, ohne Essen, sanitäre Versorgung und ausreichend Wasser vegetierten sie in den Waggons, die planlos durch den Süden fuhren, vor sich hin. Die Nazis wussten nicht, was sie mit den Juden machen sollten.
Endlich hielt ihr Zug in Strasshof in Österreich, wohin viele Juden gebracht wurden, die man zunächst nicht in KZs nach Deutschland bringen konnte. Zwei Jahre lang lebte Hanna in Dönholz, einem Frauenlager, zusammen mit ihrer Mutter und der Oma, zu der sie ein besonders inniges Verhältnis entwickelte. Tatsächlich nannte sie dieses Lager ihr „Zuhause“. Sie kannte nichts anderes. Damals war sie 1,5 Jahre alt. Ihre Mutter wurde zur Feldarbeit gezwungen. Anni war immer krank, ein schwaches Kind, weil sie weder ausreichend ernährt noch medizinisch versorgt wurde. Wohl erinnert sich Hanna an einen älteren österreichischen Offizier, der sie hin und wieder mit Medikamenten versorgte. Das hat ihr das Leben gerettet.
1945 stellten die Nazis in Anbetracht der heranziehenden alliierten Truppen jene berüchtigten Todesmärsche zusammen, auf die auch Hanna und ihre Familie gezwungen wurden. Viele Häftlinge gingen ohne Schuhe, nur mit Lumpen an den Füßen. 40 Juden überlebten diesen Todesmarsch, zu denen auch Hanna zählte. Im Mai 1945 flüchteten dann die Nazis und überließen die Häftlinge ihrem Schicksal. Die 40 überlebenden Juden vom Todesmarsch kamen in ein verlassenes Dorf und bezogen dort leerstehende Häuser. Hier konnten sie duschen, sich entlausen und ein wenig Essen finden – alles Dinge, die Hanna ja nicht kannte.
Die aus dem Südosten anrückenden Truppen der Roten Armee fanden das Dorf mit den 40 überlebenden Juden. Hanna erinnert sich, dass die russischen Soldaten meistens alkoholisiert waren und dann blieben Übergriffe auf die Frauen und Vergewaltigungen nicht aus. Viele Frauen schützten sich vor den Schändungen durch die Russen, indem sie sich als Männer verkleideten. Am 17. Mai 1945, so berichtet Hanna, fuhr sie mit ihrer Mutter vom Bahnhof aus nach Tschechien. In Prag hatten sie einen dreiwöchigen Aufenthalt, bis es mit dem Zug wieder in ihre Heimatstadt Subotica ging. Ein Onkel, der als Partisan gegen die Faschisten gekämpft hatte, wartete in Subotica schon auf Hanna und ihre Familie.
1948 gelang es der sechsjährigen Hanna, ihrer Mutter und der Großmutter mit dem Schiff „Kefalos“ Alijah zu machen. Leider starb ihre geliebte Oma im Flüchtlingslager bei Haifa. Später bauten sie sich in Israel ein neues Leben auf. Ihre Mutter lernte einen neuen Partner kennen, mit dem sie in der Nähe von Tel Aviv lebte. Hanna wuchs in einem Internat auf. 1962 heiratete Hanna. Ihr Mann, Zvi Grüner, hatte in Sibirien seine eigenen bitteren Erfahrungen mit der Zwangsarbeit machen müssen. Sie bekamen zwei Söhne. Arbeit fand Hanna als Sekretärin, im Gesundheitsamt und in einer Bank. Ihre Mutter lebte zum Schluss in einem Altersheim, wo sie von Hanna liebevoll gepflegt wurde.
Hanna lebt heute in Raanana.
Hannah was born Anni Engelmann on the Hungarian border with Yugoslavia in Subotica. Hanna is the daughter of Julius and Ella Engelmann. Her parents also came from Yugoslavia.
In 1942 her father was taken by the German occupiers to a labour camp in Hungary, in Sonbor. On June 1, 1942, he died from the consequences of forced labour, although his official death certificate specified March 31, 1943. Hanna was 1 year old when the Germans came to Hungary and replaced the Hungarian fascists. First they took 4,000 Jews to the ghetto of Subotica.
After only a few days the first trucks full of Jewish people started in the direction of Auschwitz, where the Germans had decided to kill 500 000 Hungarian Jews. Hanna and her family had that dubious blessing. The rail tracks in southern Europe were already partly destroyed by Allied bombs and not all transport trains could reach the death factories of the Nazis. So for 10 days, Hanna recalls, the carriages wandered from track to track. The state of the carriages was disastrous. Cooped between bodies, without food and sanitation, or sufficient water they languished in the trains that seemed to be driven aimlessly through the South. The Nazis did not know what to do with the Jews.
Finally her train came to a standstill in Strasshof / Austria, to where many Jews were brought, the first group that could not be accommodated in a concentration camp in Germany.
Dönholz was a women's camp, Hanna then lived with her mother and grandmother. She became particularly close to her grandmother. For 2 years, that was Hanna’s home. In fact, they called this camp, her "home", she knew nothing else from the time she was 1½ years old. Her mother was used for field work. Anni was always sick. She was a weak child because she had not enough adequate food, or medical care, which would have guaranteed her a healthy childhood. However Hanna recalls an elderly Austrian officer who provided them every now and then with medication. This has saved her life. In 1945 the Nazis began to fear the approaching end, with the advancement of Allied troops. Then the infamous death marches began, and Hanna and her family were forced to join. Many prisoners went without shoes, just with rags on their feet, and only 40 Jews survived this death march, including Hanna and her family.
In May 1945, the Nazis fled, leaving the prisoners to their fate. The 40 surviving Jews from the death march came to an abandoned village, and found there vacant houses. Here they could have showers, delousing themselves and find a little food - all things that Hanna do not know. But the Red Army troops, approaching from the southeast, found the village with the 40 surviving Jews. Hanna recalled that the Russian soldiers were mostly intoxicated and there were many assaults on women, let alone rapes. Many women protected themselves from the desecration by the Russians, by disguising themselves as men.
On May 17, 1945 as reported by Hanna, she went with her mother by train to the Czech Republic. In Prague, they had a three-week stay. Then by train after train, she went to her hometown. An uncle who had fought as a partisan against the fascists, was waiting for Hannah and her family in Subotica. Then at 6 years of age, in 1948, Hanna made aliyah with her mother and grandmother, on the ship "Kefalos". Unfortunately, her beloved grandmother died in a refugee camp near Haifa.
Later they built a new life in Israel. Her mother met a new partner with whom to live near Tel Aviv. Hanna herself grew up in a boarding school. In 1962 Hanna married her man, Zvi Green, who had his own bitter experience in Siberia in the forced labor camps. They had two sons. Hanna worked as a secretary in the health department in a bank.
Her mother lived until she died in a nursing home, where she was lovingly cared for by Hanna. Hanna now lives in Raananna.
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