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Henia Rosenberg wurde am 15. November 1928 in Vatra Dornei, in Rumänien geboren. Sie wuchs als Einzelkind auf. Ihre Eltern, Rachel und Itshak, bemühten sich sehr darum, ihrer Tochter Henia eine schöne Kindheit zu ermöglichen. Der Vater Itshak war als Kaufmann tätig. Seine Frau Rachel, Henias Mutter, kämmerte sich um die täglich anfallenden Arbeiten im Haushalt. Henia erklärt, dass sie vor dem Krieg ein wunderbares Leben führte, dass es der Familie niemals an Lebensmitteln fehlte und sie sich oft diese Tage mit ihren Eltern zurückwünscht.
Als der Zweite Weltkrieg über Henia und ganz Europa hereinbrach, wurde sie mit ihren Eltern in die Ukraine verbannt. Man transportierte sie mit zahlreichen weiteren jüdischen Familien in langen Viehwaggons in ein Konzentrationslager. Das Leid war groß. Im Lager selbst trieben die unmenschlichen Lebensbedingungen die jüdischen Häftlinge an den Rand der Verzweiflung. Angst, körperliche und verbale Gewalt der Nazis waren im Lager an der Tagesordnung. Henia war noch ein kleines Mädchen, aber die Momente, die sie in der Ukraine unter der Herrschaft der Nazis erlebte, kann sie bis heute nicht vergessen. Täglich musste sie schwere körperliche Sklavenarbeit verrichten. Sich waschen und sich danach in frische Kleidung hüllen wurde für Henia fremd. Ihren Vater Itshak hatte man nach Deutschland in ein Zwangsarbeitslager verlegt. Von diesem Moment an kämpften Henia und ihre Mutter Rachel alleine ums Überleben.
Hitler verlor den Krieg und das bedeutete für Henia und die restliche jüdische Bevölkerung ihre neu gewonnene Freiheit. Die russischen Truppen befreiten Henia und ihre Mutter Rachel aus dem Konzentrationslager. Mutter und Tochter gingen zurück nach Rumänien. Auf wundersame Weise hatte auch Henias Vater Itshak den Holocaust in Deutschland überlebt und kehrte zu seiner Familie zurück. Die drei waren die einzigen in der Familie, sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits, die den Holocaust überlebten. Die anderen Familienmitglieder kamen durch Hunger ums Leben oder wurden vergast.
Im Jahr 1949 wanderte Henia mit ihren Eltern nach Israel aus. Nach nur wenigen Monaten lernte sie ihren zukünftigen Mann Meir Rosenberg kennen. Die beiden lernten sich lieben und heirateten. Meir stellte qualitativ hochwertige Leder- und Stoffrucksäcke für Neueinwanderer in Israel her. Das Geschäft war erfolgreich und Meir hatte genügend Einkommen, um finanziell für seine Frau und seinen neugeborenen Sohn zu sorgen. Henia wurde nach vielen Jahren des Glücks erneut von einem schweren Schicksalsschlag getroffen. Ihr Sohn litt viele Jahre an Krebs und starb. Henias Mann Meir starb im Jahr 2004. Heute ist Henia Witwe. Sie hat drei Enkelkinder, aber leider besteht derzeit nur wenig Kontakt.
In einem Altersheim in Ramat Gan wird Henia täglich betreut und ihr Alltag wird von berufserfahrenen Betreuern gestaltet.
Henia was born in Vatra Dornei in Romania. She grew up as an only child. Her parents, Rachel and Itshak, tried very hard to give their daughter Henia a nice childhood. The father Itshak worked as a merchant. His wife Rachel, Henia’s mother, concerned herself with the daily chores. Henia explained that she lived a wonderful life before the war. The family never lacked food and Henia wishes often to be back in those days with her parents in Romania.
When the Second World War sprang upon Henia, and all over Europe, she was exiled with her parents in the Ukraine. They were transported in long cattle cars, with numerous other Jewish families to a concentration camp. The suffering was great. In the camp the inhuman operations brought the Jewish prisoners to the brink of despair. Anxiety, physical and verbal violence was the agenda of the Nazis in the camp. Henia was still a young girl but the moments that she experienced in Ukraine under the rule of the Nazis, she cannot forget until today. Daily, they had to undertake serious physical slave labour. Bathing and then wrapped in fresh clothes was strange for Henia. Her father Itshak as moved to Germany to a forced labour camp. From that moment on Henia and her mother Rachel, fought on alone for survival.
Hitler lost the war and that meant for Henia and the remaining Jewish people, new found freedom. The Russian troops liberated Henia and her mother Rachel from the concentration camp. Mother and daughter went back to Romania. In a wonderful way even Henia’s father Itshak had survived the Holocaust in Germany and returned back to his family. The three were the only family, from her mother’s as well as the paternal side. No one else survived the Holocaust. The other family members killed by hunger and gassing.
In 1949 Henia emigrated with her parents to Israel. After only a few months, she met her husband-to-be Meir Rosenberg. The two fell in love and got married. Meir produced high-quality leather backpacks, for new immigrants in Israel. The business was successful and Meir had enough income to provide financially for his wife and newborn son. After many years of good luck, Henia was struck by misfortune. Henai’s son suffered from cancer for many years and died. Henia’s husband Meir died in 2004. Today Henia is a widow. She has three grandchildren but unfortunately there is currently very little contact with them. Today Henia lives in a retirement home in Ramat Gan and with the help of experienced Carers who help to make her daily life pleasant.
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