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Ishaijahu wird als ältestes von sieben Kindern am 31. Dezember 1929 in Polen geboren. Die Familienverhältnisse sind bescheiden. Der Vater ist von Beruf Glaser. Irgendwie hat die Familie ihr Auskommen, bis 1939 Deutschland das Nachbarland Polen überfällt und das Land in Schutt und Asche legt. Besonders die traditionellen Holzhäuser gehen schnell in Flammen auf, auch das Haus von Ishaijahu. Polen zerbricht unter der gewaltigen Terrorwalze der Deutschen – nicht nur Städte und Dörfer werden ausgelöscht, eine schreckliche Hungersnot zieht durch das Land.
Ishaijahus Familie muss sich ein kleines Zimmer mit einer anderen Familie teilen, sie leben nur einen Steinwurf von der Synagoge entfernt. Ishaijahu und seine Schwester Miriam erkranken an Typhus. Sie werden in einem Krankenhaus notdürftig versorgt. Die Familie versucht zu fliehen: Mit Pferdewagen und den wenigen Zügen, die noch fahren. Sie gelangen nach Warschau. Doch die polnische Hauptstadt ist zu dem Zeitpunkt schon eine Falle. Die Nazis errichten hier das Warschauer Ghetto – ein Monstrum an Tod und Zerstörung. Auch Familie Goldmann muss ins Warschauer Ghetto gehen, haust mit zwei weiteren Familien in einer winzigen Wohnung.
Sie leben in menschenverachtenden Zuständen, unter denen besonders die Kinder leiden: Keine sanitären Anlagen, der Hunger, die Enge - Ishaijahu erlebt einen Alptraum. Drei seiner Geschwister sterben. Ishaijahu muss einmal wöchentlich zur Desinfektion, ein kaum ausreichender Schutz vor Verunreinigung und den Folgen des Hungers. Die Mutter von Ishaijahu rät ihrem Sohn zur Flucht. Wenn er sich wieder in die Reihe zum Desinfektionsbad anstellen muss, solle er doch versuchen, in einem unbeobachteten Moment zu fliehen. Ishaijahu gelingt das Unmögliche – seine Flucht! Er kann sich bei einem Bäcker verstecken, den er um ein Stück Brot bittet und um einen Schlafplatz für eine Nacht.
Dann beginnt eine Odyssee für den kleinen Ishaijahu. Er flieht in ein kleines polnisches Dorf und landet in einer Schule. Im Pausenhof umringen ihn die anderen Kinder. Ein Lehrer erkennt ihn als Juden und hilft ihm. Er nimmt ihn mit zu sich nach Hause und versteckt Ishaijahu in einer Abstellkammer. Der Junge ist furchtbar verlaust, die Haut vom Jucken aufgekratzt. Der Lehrer kümmert sich auch hier, hilft mit Salbe, reicht etwas zu Essen und gibt dem Jungen frische Kleidung. Der Lehrer hat ein gutes Herz. Er bietet Ishaijahu nicht nur Schutz vor den Nazis, er gibt ihm auch einen neue Identität. Er solle sich als sein Neffe ausgeben, sagt der Lehrer, von weit hergereist, jemand, der die Familie und alles andere im Bombenhagel verloren habe.
Ishaijahu erhält den Namen „Jurek“ und wird fortan Kühe hüten, so kann er dem Lehrer helfen und ist in Sicherheit. „Jurek“ lebt mit seinen Kühen und wohnt im Stall. Der Lehrer versorgt ihn regelmäßig mit Essen und so kann der Junge zwei Jahre unbehelligt überleben. Doch dann wendet sich das Blatt. Der Lehrer sagt, dass die Nachbarn wahrscheinlich Verdacht geschöpft hätten und dass Ishaijahu gehen müsse. Der Lehrer bringt ihn mit dem Viehwagen in ein anderes Dorf und verabschiedet sich mit den Worten, wenn der Krieg vorbei sei müsse Ishaijahu wiederkommen und berichten, wie er den Krieg überlebt habe.
Wieder erhält Ishaijahu Hilfe; ein Mann gibt ihm Arbeit als Kuh-Hirte. Er lebt zunächst in Frieden und begleitet tagsüber hin und wieder einen anderen Mann, der täglich auf dem Weg zur Feldarbeit vor einer Marienstatue inne hält und betet. Doch die Gefahr wird immer größer. Eine jüdische Familie, die sich ebenfalls versteckt hält, wird von den Deutschen entdeckt und in einem Garten ermordet. Ishaijahu flieht in Panik und in großer Angst ins nächste polnische Dorf. Und so geht es weiter. Bis Kriegsende ist er auf der Flucht, von Dorf zu Dorf. Seine Familie hat er nie wieder gesehen.
Ishaijahu tritt in eine jüdisch-zionistische Partei ein und wandert mit Hilfe der US-amerikanischen Hilfsorganisation „Joint“ 1947 auf dem Seeweg nach Israel aus. Weil die Briten um ihre guten Beziehungen zu den Arabern fürchten, leiten sie viele Schiffe mit jüdischen Einwanderern nach Zypern um. Dort muss auch Ishaijahu acht Monate ausharren, bis er nach Israel einreisen kann, wo er zunächst in einem Kibbuz lebt und der israelischen Armee beitritt. 1951 lernt Ishaijahu seine spätere Frau Rachel kennen, die ebenfalls aus Polen stammt. Ishaijahu dient zehn Jahre in der israelischen Armee und verteidigt sein Land gegen ausländische Aggressoren.
Seine Frau Rachel schenkt ihm zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Heute hat er vier Enkelkinder. Den polnischen Lehrer, der ihm das Leben rettete, hat er nie wieder gesehen.
Ishayahu was the eldest of seven children. His family was very humble. His father was a professional glazier. But in 1939, when Germany invaded Poland, it made life miserable for all and put the country in ruins. In particular, the traditional wooden houses would quickly go up in flames during the invasions. Ishaijahu’s home was burned to the ground. As Poland broke under the mighty terror roll of the Germans - not only towns and villages were wiped out, but a terrible famine stretched across the country.
Ishayahu’s family shared a small room with another family during the war. It was just a stone’s throw from the Synagogue. Ishaijahu and his sister, Miriam, contracted typhoid fever. They were taken care of in a makeshift hospital. The family tried to escape with horse-drawn carriages and with the few trains that still operated. They got to Warsaw, but Polish Hauptsdtadt was there setting a trap! The Nazis set up the Warsaw ghetto there - a monster of death and destruction. Even as the family, Goldmann, came into the Warsaw Ghetto, they were housed with two other families in a tiny apartment.
The family lived in deplorable and dehumanizing conditions with no sanitary facilities and blinding hunger. The children suffered terribly and they all experienced a nightmare. Three of Ishayahu’s siblings died. Ishayahu went in once a week for disinfection treatment at the makeshift hospital… barely adequate protection from contamination and the effects of famine. Ishayahu’s mother advised her son to escape and flee. They decided that he would try to escape the next time he had a disinfecting treatment in an unobserved moment. Ishayahu managed the impossible - his escape succeeded! He hid in a bakery and asked for a piece of bread and a place to sleep for one night. Then, an odyssey for the small Ishayahu begins.
He fled to a small Polish village and ended up going to school. In the schoolyard, the other children gathered around him. A teacher recognized him as a Jew and decided to help him. He took him to his home and hid Ishayahu in a closet. The boy had terrible lice and his skin was all scratched from his constant itching. The teacher took care of him by giving him ointment, food and fresh clothes. The teacher had a good heart. He offered Ishayahu not only protection from the Nazis, but he also gave him a new identity. They decided Ishayahu would pose as his nephew. Ishayahu was given the name "Jurek" and began taking care of the teacher’s cows. He helped the teacher and was safe. "Jurek" lived with the cows in the barn. The teacher provided him with regular food and so the boy survived two years unmolested.
But then the tide turned. The teacher said that the neighbors probably are becoming suspicious and that Ishayahu must go. The teacher brought him to a cattle car in another village and said goodbye with the words that when the war was over Ishayahu must come back and report how he had survived the war.
Again Ishayahu relied on the help of another man that gave him a job as a cow herder. At first he felt peaceful and safe but he could sense that the danger was growing. Another Jewish family that was also hiding was discovered by the Germans and murdered in the garden. This effected Ishayahu so much he fled in a panic and in great fear to the next Polish village. And so it went on. By war's end, he was on the run from village to village. His family never saw him again.
In 1947, Ishayahu migrated to Israel with the help of a Jewish-Zionist party called Joint. He arrived by ship to Israel. Because the British feared for their good relations with the Arabs, they sent many ships with Jewish immigrants to Cyprus.
There Ishaiyahu waited for eight months until he could enter into Israel. When he initially arrived he lived in a Kibbutz and joined the Israeli Army.
In 1951, he met his future wife, Rachel, who is also from Poland. Ishayahu served for ten years in the Israeli army and defended his country against all foreign aggressors.
His wife Rachel gave him two children, a son and a daughter. Today, he has four grandchildren and lives in Bat Iam, Israel. He never again saw the Polish teacher that saved his life.
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