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Itshak Levi wurde 1931 in Sofia in Bulgarien geboren. Seine Eltern waren Nissim und Valentina. Der Vater führte ein sehr elegantes Hutgeschäft. Gemeinsam mit seiner Schwester Ida und seinen Eltern lebte Itshak ein perfektes Leben, erzählt er. „Es fehlte uns an nichts und wir konnten alles erreichen“, erklärt Itshak. Er besuchte eine jüdische Schule und ging sehr gerne in den Unterricht.
Während 1939 die ersten judenfeindlichen Aktionen im Land ausgeführt wurden, änderten die Behörden die Namen von Itshaks Mutter und seiner Schwester. Von nun an hießen die beiden Sarah und Miriam. Die Familie wurde gezwungen, ihr Geschäft zu schließen, ihr Haus und schließlich sogar die Stadt zu verlassen. Die Familie lebte nun bei dem Bruder des Vaters an der jugoslawischen Grenze, in der Stadt Pirot. Auch dort war es Juden nicht mehr erlaubt zu arbeiten und zur Schule durften Itshak und die anderen jüdischen Kinder ebenfalls nicht mehr gehen. „Zumindest mussten wir keinen Hunger leiden. Sogar ohne Essenskarten war es uns möglich, frische Lebensmittel zu ergattern“, erzählt Itshak.
Nach einem halben Jahr in Pirot kamen die Nazis 1940 in die Stadt und holten die Familie zum Transport ab. In der Sporthalle einer Schule sammelten die Deutschen alle Juden der Umgebung ein und nahmen ihnen alle ihre Wertsachen ab. Gold, Schmuck, Bargeld, Wertpapiere, einfach alles. Am kommenden Tag gab es für die jüdischen Familien ein paar wenige Lebensmittel. Das solle für zwei Wochen reichen, spotteten die Nazis. Es war etwas Brot, Obst und Gemüse, viel zu wenig, um sie für eine Dauer von 14 Tagen gesund und bei Kräften zu halten. Itshak und seine Familie wurden zum Bahnhof verschleppt und sollten nach Treblinka deportiert werden. Auf wundersame Weise aber durften Itshak und die anderen wieder gehen. Der König hatte kurzerhand befohlen, den Transport in das Konzentrationslager zu stoppen.
Zurück in Pirot lebten sie in einer neuen Wohnung. Itshak und seine Familie teilten sich den Raum mit dem Onkel und dessen beiden Kindern. Hitler war über den Vorgang und die Handlung des Königs sehr verärgert. Es folgten Bombenaschläge der Nazis auf die Stadt und weitere Teile des Landes. Itshak flüchtete mit seiner Familie in die nächste Stadt, wo er jetzt den gelben Stern auf seiner Kleidung tragen musste. Die Familie wurde von den Nazis verdächtigt, Spione zu sein. Itshak wurde eines Nachts entführt und schrecklich gefoltert. Er litt schreckliche Schmerzen. Die Nazis hatten mit einer Peitsche grausam auf ihn eingeschlagen. Bis heute hat er von dem Vorfall noch Schmerzen auf seinen Schultern.
Bis zum Ende des Krieges überlebte Itshak in Bulgarien. Danach kehrte er zurück nach Sofia und trat der jüdischen Jugendbewegung bei. 1947 wanderte er nach Israel aus und kam mit ca. 1000 weiteren Kindern im Hafen von Haifa an. Im Lager 88 verbrachte er den ersten Sommer im Land. Als der jüdische Staat 1948 offiziell ausgerufen wurde, wanderten auch Itshaks Eltern nach Israel ein. Seine vier Jahre ältere Schwester ging in die USA und lebt bis heute in Chicago. Itshak lebte in einem Einwanderungslager in Raanana und später mit seinen Eltern in Tel Aviv. 1954 lernte Itshak seine Frau kennen und wurde Vater von zwei Kindern, Nissam und Iris. Heute ist der Pensionär nach wie vor glücklich verheiratet, schrieb ein zauberhaftes Gedichtsbuch und ist Großvater von sechs Enkeln und einem Urenkelkind.
Alles was sich Itshak für seine Zukunft wünscht ist Gesundheit.
Yitzhak was born in Sofia, Bulgaria. His parents were Nissim and Valentina. The father owned a very elegant hat shop. With his sister Ida and his parents, Yitzhak had a perfect life, he tells: “We lacked nothing and we were able to achieve everything," explains Yitzhak. He attended a Jewish school and loved his classroom.
In 1939, when the first anti-Jewish actions were executed in the country, the authorities changed the name of Itzhak’s mother and his sister. From now on, the two names were Sarah and Miriam. It followed that the family was forced to close their business, to leave home and finally even the city. The family now lived with the father's brother. He lived on the Yugoslav border, in the town of Pirot. There, too, it was no longer permitted for Jews to work, and the children were forbidden to go to school. "At least we had something to eat. It was possible to get fresh food” tells Yitzhak.
After half a year in Pirot 1940 the Nazis came to town and took the family for transportation. In the sports hall of a school, the Germans gathered all the Jews from the entire area and took from them their valuables. Gold, jewelry, cash, securities, everything. The next day they delivered a bit of food for Jewish families. “That should be enough for 2 weeks”, mocked the Nazis. There was some bread, fruit and vegetables. For so many it was far too little to stay healthy and for a period of 14 days to give an ounce of strength. Yitzhak and his family were taken to the station and were to be deported to Treblinka. Miraculously, however, Yitzhak and others were sent back. The king had summarily ordered to cancel the transport to the concentration camp.
Back in Pirot they lived in a new apartment. Yitzhak and his family shared the room with his uncle and his two children. Hitler was very annoyed about the process and the action of the king. This was followed with bombings of the city and other parts of the country by the Nazis. Yitzhak escaped with his family to the nearest town, where he now had to wear the yellow star on his clothing. The family was under suspicion by the Nazis as spies. They had kidnapped Yitzhak one night and tortured him terribly. Yitzhak suffered terrible pain. The Nazis had savagely beaten him with a whip. To date, he has still pains on his shoulders from the incident.
By the end of the war Yitzhak lived in Bulgaria and survived the war. After the war he returned back to Sofia and joined the Jewish youth movement. In 1947 he immigrated to Israel and arrived with about 1,000 more children in the port of Haifa. In the “Lager 88”, he spent his first summer in Israel.
When the Jewish state was officially proclaimed in 1948, Yitzhak’s parents also immigrated to Israel. His sister, four years older, went to the USA and is still alive in Chicago. Yitzhak lived in an immigration camp in Raanana and later with his parents in Tel Aviv.
In 1954 Yitzhak married his wife and became the father of two children, Nissam and Iris. Today, the pensioner is still happily married, wrote a charming book of poems and is grandfather of six grandchildren and one great-grandchild.
All that Yitzhak wishes for his future is health.
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