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Am 27. Januar jährte sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zum 81. Mal. Weltweit wurde an die sechs Millionen jüdischen Opfer der Schoah erinnert. Der Holocaust-Gedenktag ist unseren Heimbewohnern sehr wichtig.
Wir begingen den Holocaust-Gedenktag im örtlichen Kulturzentrum von Haifa. Holocaustüberlebenden aus nah und fern reisten an. Viele sind mittlerweile auf Gehhilfen angewiesen oder stützten sich auf die Arme junger Freiwilliger. Es war ein ergreifender Anblick, all diese wertvollen Zeitzeugen zu sehen. Dies sind die Gesichter von Menschen, die Ghettos, Lager, Todesmärsche und vieles mehr überlebt haben. Sie sprachen Hebräisch, Russisch und Jiddisch miteinander, aber man konnte sehen, dass sie auf eine besondere, tiefe Art verbunden waren.
Neben den betagten Zeitzeugen saßen junge Soldaten, Schulkinder und Familien. Auch Israels Energieminister Eli Cohen und Vertreter ausländischer Botschaften waren gekommen.
Ein zentrales Thema war der starke Anstieg des Antisemitismus weltweit. Die Holocaustüberlebenden erkennen darin denselben Hass, den sie vor Jahrzehnten selbst erlebt hatten.
Im Rahmen der Veranstaltung erhielt ICEJ-Präsidenten Dr. Jürgen Bühler eine besondere Ehrung für das jahrzehntelange Engagement der ICEJ für Holocaustüberlebende. In seiner Dankesrede nahm Dr. Bühler Bezug auf den Wochenabschnitt der Tora aus Exodus 17. Er erinnerte daran, wie Josua gegen die Amalekiter kämpfte. Solange Mose die Hände erhoben hielt, war Israel siegreich; wurden sie jedoch schwer, gewann der Feind die Oberhand. Aaron und Hur stützten seine Arme, bis der Sieg errungen war. „Wir Christen stehen für Aaron und Hur“, sagte Dr. Bühler.
Als die Bewohner an diesem Abend nach Hause zurückkehrten, waren sie zwar erschöpft, aber sichtlich bewegt. Für viele war das größte Geschenk die Erkenntnis, dass sie nicht vergessen sind.
„Es ist ein solches Vorrecht, hier zu leben“, bedankte sich unsere Heimbewohnerin Naomi, als sie zu ihrer Wohnung zurückbegleitet wurde. Ich fühle mich wirklich gesegnet.“
Bitte unterstützen Sie unser Heim für Holocaust-überlebende.
Auszug aus dem Wort aus Jerusalem: "Zion: Segen oder Ärgernis?"
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