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Israels Existenzkampf heilt Wunden weltweit

Israels Existenzkampf heilt Wunden weltweit

Rasantes Wachstum der Medizintechnologien
Carmen Shamsianpur, Islamwissenschaftlerin & Historikerin
zwei verletzte Menschen liegen auf dem Boden und werden versorgt. Sie bluten, einer hat eine Kopfwundeund hält sich ein weißes Tuch hin

Das ist passiert: Seit dem 7. Oktober 2023 wurden weit über 10.000 meist junge Israelis körperlich verletzt. Hunderttausende stehen in der akuten Gefahr, Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) zu entwickeln. Etwa die Hälfte der Gesamtbevölkerung leidet unter Schlafstörungen – abseits der nächtlichen Raketenalarme. Die aktuellen schweren Bombardierungen aus dem Iran treiben die Zahlen weiter nach oben. Israel, das ohnehin führend in vielen medizinischen Disziplinen war, bringt fortwährend neue Technologien auf den Markt, um diesen Menschen zu helfen.

Das sollten Sie wissen: Die Überlebensrate von Schwerstverletzten steigt in Israel ständig. Der israelische Militär-Sanitätsdienst verzeichnet die weltweit schnellsten Evakuierungszeiten in Krankenhäuser aus Kampfgebieten. Wie in der Fachzeitschrift des deutschen Reservistenverbands berichtet wird, müssen Schwerverletzte in Kriegszonen oft tagelang ausharren, ehe sie evakuiert werden. Aus dem Gazastreifen liegen die Evakuierungszeit bei durchschnittlich 51 Minuten mit dem Hubschrauber und 61 Minuten über Land. 2014 waren es noch 90 Minuten. Entsprechend benötigen aber auch mehr Menschen später hochkomplexe Rehabilitation für Körper und Geist.

Israel investiert jährlich mehrere Milliarden US-Dollar in Gesundheitstechnologie. Der Sektor wächst rasant: Enzyme aus Teilen der Ananas ersetzen schmerzhafte Operationen, indem sie Schorf nach Verbrennungen dritten Grades entfernen. 3D-Drucker brauchen statt Wochen nur noch wenige Stunden, um maßgeschnittene Prothesen herzustellen. Roboter erledigen komplizierte Eingriffe in einem Bruchteil der früheren Zeit. Künstliche Intelligenz ermittelt Betroffene und Gefährdete von PTBS und hilft ihnen individuell in Alltagssituationen. Ein Spiel in Virtueller Realität lindert Phantomschmerzen nach Amputationen.

Darum ist es wichtig: Viele der Technologien sind erst wenige Monate alt und wurden nur in Israel – erfolgreich – getestet. In Zukunft werden sie der ganzen Welt zur Verfügung stehen. Das war bereits in der Vergangenheit so. Nach dem Anschlag auf den Boston-Marathon im April 2013 wurden beispielsweise Explosionsopfer mit israelischem Know-How und Gerät behandelt. Trotz allem Schmerz und manchmal unzureichender Hilfe für Betroffene in Israel gilt: Der jüdische Staat wird nicht zu einer Nation von depressiven Invaliden, sondern zu einem globalen Zentrum für Rehabilitationstechnologie.

(Foto: Sanitätsübung der israelischen Armee / Archiv GPO / Ohayon Avi)

Kurzfilmtipp:

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