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Das ist passiert: Die Lage im Nahen Osten hat sich in den vergangenen Wochen erneut deutlich zugespitzt. Mehrere parallele Entwicklungen deuten auf eine bevorstehende Eskalation hin: Die US-Verhandlungen mit dem Iran liefern keine Ergebnisse. Bei den Ansprüchen beider Seiten gibt es so gut wie keine Schnittmengen. Verbündete des Iran greifen weiterhin Infrastruktur in den Golfstaaten an. US-Präsident Donald Trump spricht erneut scharfe Drohungen gegen den Iran aus. Im Gazastreifen bestätigte Israel die Tötung von Hamas-Militärchef Izz ad-Din al-Haddad, der eine zentrale Rolle bei der Organisation des Terrorangriffs vom 7. Oktober spielte. Auch der Waffenstillstand mit der Hisbollah im Libanon existiert nur noch auf dem Papier.
Das sollten Sie wissen: Der Iran, die Hisbollah, die Hamas und andere Terrorgruppen nutzen Waffenruhe und Verhandlungen, um sich erneut gegen Israel in Stellung zu bringen. Gespräche über Entwaffnung, Atomprogramm und andere Streitpunkte sind lediglich eine Hinhaltetaktik. Militärstrategen im Nahen Osten ist das bewusst, während westliche Vermittler sich über die Halsstarrigkeit der Iraner wundern. Hier liegt das Dilemma, in dem Israel sich befindet. Die genannten Gruppen sind weniger von Pragmatismus als von Ideologie getrieben. Die Vernichtung Israels war, ist und bleibt ihr höchstes Ziel, denn es ist ihre Existenzgrundlage. Für sie ist nach eigener Aussage der Kampf erst zu Ende, wenn entweder Israel oder sie selbst völlig zerstört sind. Hätte Israel im Gaza-Krieg 2014 die terroristische Infrastruktur zerstört, hätte es das Massaker vom 7. Oktober nicht gegeben. Derselbe Fehler darf nicht noch einmal passieren.
Darum ist es wichtig: Sind also Phasen der Waffenruhe nur zu Israels Nachteil? Nein. Auch Israel nutzt die Ruhe zur Regeneration, zur Beschaffung neuer Geheimdienstinformationen und zur Vorbereitung auf möglich neue Angriffe. Das Land kann durchatmen, auch wenn alle wissen, dass der Krieg noch nicht vorbei ist. Und es gab durchaus positive Entwicklungen in den vergangenen Wochen. Irans Strategie der Abschreckung gegen die Golfstaaten scheint nach hinten loszugehen. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sowie der ehemalige Premier Naftali Bennett waren unabhängig voneinander in der Golfregion unterwegs, um gemeinsame Sicherheitsinteressen und Kooperation zu besprechen. Nicht nur Israel, sondern auch arabische Staaten betrachten das iranische Regime zunehmend als nicht tolerierbare Gefahr.
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