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Am 7. Oktober hat die Terrororganisation Hamas in einem Akt beispielloser Grausamkeit rund 1.200 Zivilisten in Israel ermordet. Eine Analyse der Ereignisse und Hintergründe.
Am ruhigen Schabbat-Morgen des 7. Oktobers 2023, als das jüdische Volk den heiligen Feiertag Simchat Tora feierte, feuerte die Hamas tausende Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel ab. Der Raketenhagel bot über 2.500 bewaffneten Terroristen Deckung, um den Grenzzaun zu durchbrechen. Sie überfielen mehr als 20 israelische Gemeinden und ein Open Air Musikfestival.
Die Terroristen metzelten rund 1.200 Menschen kaltblütig nieder, zahlreiche weitere erlitten schwere Verletzungen und mehr als 240 Geiseln wurden in den Gazastreifen verschleppt. Unter den Opfern befanden sich auch Dutzende ausländische Staatsangehöriger aus mindestens 40 Ländern. Die Mörder gingen mit unvorstellbarer Grausamkeit vor.
Israels legendärer Geheimdienst hatte versagt. Niemand hatte die Masseninfiltration und das Gemetzel kommen sehen. Das gut funktionierende Raketenabwehrsystem Iron Dome und die tiefe unterirdische Mauer zum Schutz vor Terrortunnel unter dem Grenzzaun hatten Israel eine falsche Sicherheit vorgegaukelt.
Für die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem kam der Hamas-Angriff ebenfalls völlig überraschend. Nur zwei Tage zuvor hatten wir die betroffene Region im westlichen Negev zusammen mit fast 700 Christen aus rund 50 Nationen besucht. Wir pflanzten Bäume in unserem neuen
„Christian Embassy Nature Park" in der Nähe des Kibbuz Be'eri – wo keine 48 Stunden später Terroristen durch eine Lücke im Sicherheitszaun nach Israel eindrangen. Wir fuhren auf den Straßen, die zur Todesfalle werden sollte für Israelis, die mit ihren Autos dem Terror zu entkommen versuchten und in den durchschossenen und verbrannten Wracks starben. Schließlich genossen wir ein wunderbares Mittagessen im Kibbuz Alumim, einem malerischen Bauerndorf, das ebenfalls von der Hamas heimgesucht werden sollte.
Es war ein Solidaritätsbesuch. Wir kamen, um die Bewohner dieser kleinen Gemeinden zu ermutigen – nicht ahnend, dass hier bald das brutalste Gemetzel an unbewaffneten Zivilisten, an Männern, Frauen, Kindern und alten Menschen geschehen würde, das man sich vorstellen kann. Es fühlt sich surreal an, noch immer.
Nun hat Israel als Nation beschlossen, den ständig lauernden „Todeskult“ der Hamas im Gazastreifen nicht länger hinzunehmen. Die israelische Armee (IDF) rief rund 300.000 Reservisten zu den Waffen, 50.000 meldete sich freiwillig, um bei der Verteidigung ihrer Heimat zu helfen. Viele Soldaten wurden an die nördliche Grenze beordert, zur Verteidigung gegen Angriffe der Hisbollah. Andere wurden nach Judäa und Samaria („Westjordanland“) entsandt, um dort mögliche palästinensische Unruhen zu verhindern. Währenddessen warteten die Kampfeinheiten vor dem Gazastreifen auf den Befehl, die Hamas auszuroten. Gleichzeitig evakuierte Israel über 200.000 Israelis aus den südlichen und nördlichen Grenzregionen, um die Zivilisten vor möglichen weiteren grenzüberschreitenden Angriffen und Entführungen zu schützen.
Alle befürchteten, dass die Hisbollah schnell in den Kampf eingreift, aber die Terrororganisation hielt sich mit groß angelegten Übergriffen oder Raketenbeschuss in der ersten Zeit zurück. Obwohl die Hisbollah, die Hamas und ihre iranischen Unterstützer in den letzten Monaten offen mit ihrer „Achse des Widerstands“ geprahlt und angekündigt hatten, für einen koordinierten Mehrfrontenkrieg gegen Israel bereit zu sein. Offenbar kam der Überraschungsangriff der Hamas sogar für die Hisbollah unerwartet – so streng wurde er geheim gehalten. Das gab Israel Zeit, die Armee zu mobilisieren und die nördlichen Grenzgemeinden zu sichern. Und Israel konnte sich auf den Kampf im Gazastreifen konzentrieren.
Dort hat sich die Hamas auf einen Kampf unter der Erde vorbereitet. Seit Israel 2005 den Gazastreifen geräumt hat, baute die Terrororganisation unter Gaza ein riesiges Tunnelnetzwerk. Das als „Gaza-Metro“ bezeichnete unterirdische Labyrinth erstreckt sich über rund 500 Kilometer und ermöglicht es, Waffen und Terroristen zu verstecken und Anschläge zu verüben. Die IDF verfügt über massive Bomben, die in der Lage sind, die Tunnel in Todesfallen für die Hamas zu verwandeln. Doch die Militärführung befindet sich in einem großen Dilemma: Sie muss die Hamas zerschlagen, aber auch die verschleppten Geiseln befreien. Ein schwieriger Balanceakt, denn die Hamas hält viele Geiseln wahrscheinlich in ihrem Terrortunnel-Labyrinth gefangen. Drei Wochen lang hatte die israelische Luftwaffe die Infrastruktur der Hamas über der Erde zerstört, um die Terror-strukturen zu schwächen, ehe die Boden- offensive der IDF begann. Unterdessen forderte Israel die Zivilbevölkerung des Gazastreifens auf, sich in den südlichen Teil des Landstrichs zu begeben, wo Lebensmittel, Wasser und Medikamente eingelassen werden.
Das Schicksal der Gazastreifen-Bewohner rückt dabei in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Viele arabische und muslimische Regierungen werfen Israel Kriegsverbrechen vor und ignorieren, dass es die Hamas ist, die ihre eigene Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde missbraucht. Die Terroristen nutzen Moscheen, Krankenhäuser, Schulen und Privathäuser als Waffenlager und Abschussrampen.
Selbst nach dem größten Pogrom an Juden seit der Shoa konnten sich die Vereinten Nationen nicht dazu durchringen, auch nur einmal den Massenmord an Juden zu verurteilen und die Schuldigen zu benennen. Auch die Solidarität mancher demokratischer Staaten mit Israel war von kurzer Dauer – während gleichzeitig eine bösartige Welle anti-israelischer und antisemitischer Hetze über den Globus schwappt. Ein wütender Mob geht weltweit auf die Straßen, fordert den Untergang Israels und schwenkt die palästinensische Fahne. Genau diese Flagge ist zum Hauptsymbol des Dschihad geworden, und der Slogan „Free Palestine" („Befreit Palästina“) zum Euphemismus für „Tötet die Juden!“.
Das jüdische Volk steht vor einer enormen Herausforderung. Bedauerlicherweise lässt die Welt die Juden wieder einmal im Stich. Aber Israel wird sich durchsetzen – und der jüdische Staat hat Millionen christliche Unterstützer, die treu an seiner Seite stehen.
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