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Wenn wir aus der Geschichte lernen wollen, müssen wir sie kennen! Die ICEJ war deshalb wieder mit einem Holocaustüberlebenden zu Gast bei Schulklassen, diesmal in der Eugen-Kaiser-Schule in Hanau.
Im Rahmen der Demokratiewoche fanden sich rund 200 Schüler in der Aula der Schule ein. Das überaus interessierte Schülerpublikum mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen hatte dieses Mal eine ungewöhnliche Alterspanne – von 20 bis 50 Jahren, denn die EKS ist eine berufliche Fachoberschule.
Der Zeitzeugenvortrag wurde hauptsächlich von Schülern der Fachschule Sozialwesen besucht.
Nach einer sehr eindrücklichen Begrüßung durch die Schulleitung konnte ich die Schüler darauf einstimmen, aus der Geschichte zu lernen. Denn Geschichte ist nicht nur das, was war, sondern auch ein Spiegel, in dem wir menschliches Verhalten, gesellschaftliche Dynamiken und die Folgen von Entscheidungen erkennen können.
Ohne diese Kenntnis fehlt uns der Kontext für die Gegenwart.
Aus diesem Grund stand vor dem Vortrag eine ausführliche Einleitung über die Historie antisemitischer Entwicklung in der Weltgeschichte.
Wenn wir die Zusammenhänge nicht kennen, laufen wir Gefahr, dass sich alte Fehler in neuem Gewand wiederholen. Antisemitismus ist dafür prädestiniert.
Über die Jahrhunderte schlüpfte der Judenhass immer wieder in ein neues Gewand, je nach Zeitepoche. Zuerst präsentierte sich Judenhass in religiöser Gestalt, später in Form von rassistischem Antisemitismus.
Heute erleben wir Antisemitismus in allen Facetten: links, rechts, religiös, rassistisch oder gegen Israel gerichtet.
Perfekt eingebettet in das Thema „Antisemitismus damals und heute“ war die Überlebensgeschichte von Ernst Krakenberger (siehe Artikel „Fremde Eltern“).
Die Schüler hörten sehr aufmerksam zu und stellten abschließend wissbegierig ihre Fragen. Sie nutzten die Möglichkeit, Ernst Kragenberger persönlich kennenzulernen. Für viele war es zugleich die erste bewusste Begegnung mit einem Juden.
Ernst Krakenberger unterstrich, wie wichtig es ist, Schülern guten, fundierten Geschichtsunterricht anzubieten. An die Schüler appellierte er zum Schluss:
„Lernt aus der Vergangenheit und übernehmt Verantwortung für Heute und für die Zukunft.“
Auszug aus dem Wort aus Jerusalem: "Zurück zu den Wurzeln"
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