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Arabische Christinnen, daneben der israelische Militärexperte Arye Sharuz Shalicar und rund 600 Beter aus ganz Deutschland: Die Zusammensetzung der Gäste war außergewöhnlich – ebenso die Atmosphäre der Gebetskonferenz in Nürtingen. Ein großer Segen und Einheit waren zu spüren.
Die Christinnen aus Nazareth traten im Gebet für Israel ein, für die arabische Welt und für Deutschland. Rania Sayegh, Gebetshausleiterin aus Nazareth, wies auf die Bedeutung hin, die Lobpreis und Anbetung gerade in der Endzeit haben. „Alles geht über Anbetung und Gebet“, ermahnte die arabische Christin: „So werden wir Gottes Herrlichkeit über unserem Land erleben.“
„Jesus wird die Familie Abrahams wiederherstellen“, ist Rania Sayegh zuversichtlich und erinnerte an die Moabiterin Ruth und die jüdische Witwe Naomi. „Ruth kam aus der jordanischen Gegend, sie wäre heute eine Araberin“, betonte die Gebetshausleiterin: „Eine Moabiterin und eine Jüdin gingen in Liebe zusammen. Dieser Bund wird wieder erscheinen. Und auch Deutschland soll ein Ruth-Nation werden.“
Viele Wunder habe man während des letzten Kriegs erlebt, berichtete Rania Sayegh. Vor allem während der Angriffe aus dem Iran. „Gott hat beide beschützt: Juden und Araber“, berichtet die Beterin. „Denn die Raketen unterscheiden nicht zwischen Arabern und Juden.“ ICEJ- Geschäftsführer Stephan Lehnert erinnerte an den gemeinsamen Vater beider Völker, Abraham, und stellte klar: „Wer Juden liebt, darf Araber nicht hassen.“
Der deutsch-israelische Militärexperte Arye Sharuz Shalicar informierte danach über die aktuellen Herausforderungen aus jüdisch-israelischer Sicht (siehe Seite 10). ICEJ-Gebetskoordinator Christoph Scharnweber bat den Deutsch-Israeli stellvertretend um Vergebung für die Mitverantwortung Deutschlands am Terror gegen Israel: „Es ist auch unser Land, unser westliches System, das Terror und Hass gegen Israel belohnt – durch die unselige finanzielle Unterstützung.“ Scharnweber bat den Militär- experten: „Nimm mit nach Israel, dass es in Deutschland Menschen gibt, die sich furchtbar schämen für das, was Europa gegenüber Israel tut.“
„Wir haben als Christen ein Mandat, für Israel und für unsere Regierung zu beten“, betonte ICEJ-Vorsitzender Gottfried Bühler. „Wir beten, dass sich Deutschland nicht ein zweites Mal gegen Israel stellt. Wir beten auch für die arabischen Menschen, die nach Deutschland gekommen sind: Dass sie in Berührung kommen mit der Liebe Jesus.“ Zur Gebetskonferenz fanden sich Beter aus ganz Deutschland ein. „Wir spüren, dass heute durch die Kraft des Himmels etwas verändert werden kann“, bedankte sich Gottfried Bühler bei den treuen Betern. „Wir beten auch für unsere christlichen Gemeinden, dass Jesus als König der Juden geoffenbart und genannt wird. Wir beten, dass Deutschland wieder eine christliche und eine betende Nation wird.“
Stella Syrkin, Gesandte der jüdischen Organisation Keren Hayesod, versicherte allen Konferenz-Teilnehmern: „Sie haben uns Mut gemacht und gezeigt, dass Israel nicht allein ist. Danke von Herzen – Toda raba!“ Keren Hayesod erhielt an diesem Abend einen Scheck der ICEJ über 47.230 Euro für die Unterstützung von acht vergessenen Kibbuzim im Norden Israels..
ICEJ-Jugendreferentin Melina Strecker und Kathlin Bühler stellten Angebote von ARISE vor, dem Jugendzweig der ICEJ – von Youth Night bis Schabbatfeiern (Seite 30). Der Gebetsabend wurde außerdem begleitet von der Worship- Band Tikva und der Tanzgruppe Profil.
Für den Schutz der Veranstaltung und der Ehrengäste aus Israel sorgten an diesem Abend Polizisten der Christlichen Polizeivereinigung (CPV). CPV-Mitglied Alexander Kufner bat am Ende der Konferenz auch um Gebete für die Polizei in Deutschland.
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