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Deutscher ICEJ-Ehrenvorsitzender am Montag, 27.02.2012 heimgegangen.
Mit großem Bedauern gibt die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem den Tod von Christian Stephan (87), dem langjährigen Direktor der ICEJ-Deutschland, bekannt, der in den letzten drei Jahrzehnten als ein Pionier und Leiter unserer weltweiten Bewegung tätig war.
Christian Stephan übernahm 1982 die Leitung des Deutschen Zweiges der ICEJ und stand ihm bis 2001 vor. Auch nachdem er die Arbeit an seinen Nachfolger, Dr. Jürgen Bühler, übergeben hatte, spielte er weiterhin eine aktive Rolle in der ICEJ. Bis zu seinem Ableben am Montag, den 27. Februar, war er als Mitglied des Internationale Vorstandes tätig. Er hatte diese Position seit 1994 inne. Sein Rat und seine Weisheit wurden in unserem globalen Dienst immer sehr geschätzt.
Unter seiner Leitung wurde die ICEJ-Deutschland zu einer der aktivsten und erfolgreichsten Zweigstellen der ICEJ. Sein Dienst berührte zigtausende Christen sowohl in Deutschland als auch auf der ganzen Welt. Seine dynamische Persönlichkeit inspirierte alle, die ihm begegneten.
Auf den unzähligen Demonstrationen und Israel-Veranstaltungen, die er jahrelang organisierte, berichtete er, wie er als junges Mitglied der Hitlerjugend aufwuchs und während dieser düsteren Zeit der deutschen Geschichte antisemitische Lieder sang. Nach seiner Einberufung zum „Volkssturm“ wurde er im Alter von 20 Jahren verwundet. Der Volkssturm war eine Einheit von Jugendlichen, Invaliden und älteren Menschen, die Adolf Hitler in den letzten Wochen und Monaten des Dritten Reichs in einem verzweifelten Versuch einberief, Deutschland zu verteidigen.
Während dieser letzten Monate des Zweiten Weltkrieges hatte Stephan eine persönliche Begegnung mit Gott, die sein Leben völlig veränderte. Zusätzlich zu seinem jahrelangen Dienst als Lehrer wurde er ein bekannter Evangelist in der “Gemeinde der Christen Ecclesia” in Deutschland. Er inspirierte unzählige Menschen dazu, eine persönliche Beziehung zu Jesus einzugehen.
Nachdem er mit seiner Frau Joliene als Missonar im Libanon tätig war, wurde er bei der zweiten christlichen Feier des Laubhüttenfestes in Jerusalem 1981 auf die Christliche Botschaft aufmerksam. Ihm wurde dann die Leitung der ICEJ-Deutschland angetragen, eine Position, die er gerne annahm und mit viel Enthusiasmus und Erfolg in den folgenden 20 Jahren ausfüllte.
Während seiner Amtszeit pflanzte die ICEJ-Deutschland hunderttausende Bäume in den Wäldern des Jüdischen Nationalfonds, einer dieser Wälder trägt heute seinen Namen. Ein weiteres bemerkenswertes Projekt war die Neuerrichtung einer Synagoge in Ma’ale Adumin 1988, genau 50 Jahre nach der Reichskristallnacht. Er initiierte auch den Bau eines hervorragend ausgestatteten therapeutischen Schwimmbades in Aschkelon für behinderte Kinder in der Negev-Wüste.
Im Mai 1990 finanzierte die ICEJ-Deutschland zudem den ersten Charterflug von 21 Flügen der Christlichen Botschaft für Neueinwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion. Er initiierte zahllose weitere Projekte, um Einrichtungen und humanitäre Projekte in Israel zu unterstützen, einschließlich Yad Vashem und der Jugend-Alijah-Bewegung.
Christian und Joliene Stephan hatten auch ein Herz für die arabische Bevölkerung des Heiligen Landes und unterstützten ein Heim für behinderte Kinder in Beit Jallah, einem arabisch-christlichen Dorf bei Bethlehem.
Für seine unermüdlichen Bemühungen, Israel und das jüdische Volk zu segnen, zeichnete die ICEJ Christian Stephan mit dem Nehemia-Preis aus. Diese Ehrung wurde ihm für sein Lebenswerk verliehen, Israel zu unterstützen und den Antisemitismus zu bekämpfen.
“Christian Stephan hat einen enormen persönlichen Einfluss auf mein eigenes Leben gehabt, durch seine leidenschaftliche und treue Liebe zu Israel”, erklärte Dr. Jürgen Bühler, Geschäftsführender Direktor der ICEJ in Deutschland. „Ich verdanken diesem großartigen Leiter sehr viel und weiß, dass er viele, viele andere ebenso wie mich inspiriert hat. Wir werden ihn alle sehr vermissen. Sein Ableben dient uns jüngeren Christen gleichzeitig als Herausforderung, den Staffelstab aufzunehmen und mit derselben Vision und Bürde für Israel weiter zu laufen, die Christian Stephan sein ganzes Leben lang trug.”
Christian Stephan hinterlässt seine aus Holland stammende Frau Joliene, seine Tochter Elisabeth und seinen Sohn Christian mit deren Ehepartnern und vier Enkelkinder. Die ICEJ wird diesen einzigartigen Mann Gottes schmerzlich vermissen. Wir beten, dass Gottes unendliche Liebe und sein Trost auf der Familie ruhen.
Die Beerdigung wird am Samstag, den 10. März um 12.30 Uhr auf dem Friedhof von Michelstadt stattfinden. Anschließend bittet Familie Stephan zu Kaffee und Kuchen in die Christliche Gemeinde Michelstadt e.V. in der Zellerstraße 28. Alle, die von Christian Stephan Abschied nehmen möchten, sind herzlich eingeladen.
Statt Kränzen oder Blumen bittet Familie Stephan um Baumspenden in Israel auf das Konto der ICEJ, Volksbank Odenwald, BLZ 508 635 13, Kontonummer 77771.
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