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Israel ist täglich in den Medien und auf der Tagesordnung der Politik. Kein anderes Land - nicht einmal Nordkorea oder der Iran - wird häufiger mit Resolutionen belegt. Es entsteht der Eindruck, als finde im Gazastreifen die größte Katastrophe der Gegenwart statt. Doch so schlimm die Situation durch den von der Hamas ausgelösten Krieg auch sein mag, in Afrika und anderen Ländern im Nahen Osten spielen sich zeitgleich humanitäre Katastrophen ungleich größeren Ausmaßes ab. Die Jüdische Allgemeine hat einige aktuelle Zahlen zusammengetragen: „Am Horn von Afrika hungern über 36 Millionen Menschen; in der Sahel-Zone sind es über 34 Millionen, in der `Demokratischen Republik´ Kongo 27, in Afghanistan 24, im Jemen 21, in Pakistan 20, im Sudan 18, in Syrien 15 Millionen“. Hier finden wirkliche Hungerkatastrophen statt. Aber hier gibt es keine Luftbrücken. Keine Politikerbesuche. Keine Mahnwachen. Keine Talkshows zur besten Sendezeit.
Israel ist nur so klein wie Hessen, ein winziger Fleck auf der Weltkarte. Die Obsession vieler Medienvertreter und Moralisten, ihren Fokus gerade auf dieses winzige Land zu legen, zeugt von Doppelmoral und einer starken Ungleichbehandlung. Doppelte Standards sind jedoch ein Zeichen für Antisemitismus. Dazu gehört, dass in der öffentlichen Debatte kaum Erwähnung findet, dass die Hamas die eigentliche Verantwortung für die Bevölkerung und den Krieg trägt.
Würde die Hamas die Waffen niederlegen und die Geiseln freilassen, wäre der Krieg vorbei.
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