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Täglich Drohbriefe und Beleidigungen

Täglich Drohbriefe und Beleidigungen

Ein Kommentar von Karin Lorenz, Redaktionsleiterin, ICEJ Deutscher Zweig e.V.
Täglich Drohbriefe und Beleidigungen - Menschen stehen auf einem Platz in Grüppchen zusammen, manche haben eine Israelflagge

Es war ein mutiges Glaubensbekenntnis: Fast 1.000 Christen beteten am Sonntag vor dem Ulmer Münster öffentlich für Israel, die Menschen im Nahen Osten und jüdische Gemeinden in Deutschland.

Mit dabei waren Ortsrabbiner Shneur Trebnik, Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) und der israelische Bestsellerautor Alon Penzel. Auch die jüdische Organisation „Keren Hayesod“ war beteiligt.

Die Atmosphäre war herzlich und fröhlich – trotz der ernsten Themen. Penzel erinnerte an die Gräueltaten der Hamas vom 7. Oktober 2023. Michael Kashi berichtete von den Anfeindungen, die Juden in Deutschland seit dem Terrorüberfall erleben. Jüdische Gemeinden erhalten fast täglich Drohbriefe und Beleidigungen. „Und das nicht mehr anonym, so wie früher, sondern mit Namen und Unterschrift“, so Kashi. „Die Leute schämen sich nicht mehr!“

Die Solidarität der Christen tat unseren jüdischen Freunden sehr gut. Sogar aus Köln war eine treue Beterin angereist. Wir danken auch Lighthouse, der Friedenskirche und der Gebetsgruppe von „Christen an der Seite Israels“ (CSI) für ihre Unterstützung.

Schabbat Schalom

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