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Das ist passiert: Seit Inkrafttreten der sogenannten „Waffenruhe“ am 17. April 2026 hat die Hisbollah vom Libanon aus über 1.000 Angriffswellen auf Israel gestartet, mehr als die Hälfte davon mit Drohnen, rund 300 Angriffe erfolgten mit Raketen. Israel kann diese Bedrohung nicht unbeantwortet lassen, die allein in diesem Jahr mehr als ein Dutzend Soldaten und Zivilisten das Leben gekostet hat. Genau das verlangt aber US-Präsident Donald Trump von der israelischen Regierung zumindest vorübergehend zugunsten des angestrebten Deals mit dem Iran.
Das sollten Sie wissen: An Israels Nordgrenze setzt die Hisbollah zunehmend auf kleine Sprengdrohnen für ihre Angriffe. Anfang Juni wurden innerhalb nur einer Woche 198 solcher Angriffe registriert. Drohnen sind militärisch eine andere Herausforderung als Raketen: Sie fliegen tiefer, langsamer und unberechenbarer. Klassische Luftabwehr ist zur Abwehr zu schwerfällig und zu teuer. Die Problematik ist bekannt aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine. Neuerdings kommen vermehrt Faseroptik-Drohnen zum Einsatz. Sie werden über ein hauchdünnes Glasfaserkabel gesteuert und senden somit keinerlei Funksignale. Deswegen sind sie schwer zu orten und zu stören. Israel reagiert mit einer Mischung aus neuer Technologie, Aufklärung und taktischer Anpassung, allerdings bislang mit mäßigem Erfolg.
Darum ist es wichtig: Die Islamische Republik Iran behauptet, mit den Angriffen der Hisbollah nichts zu tun zu haben. Israelische Schläge gegen die Terror-Infrastruktur im Libanon nimmt sie aber sehr persönlich. Aus iranischer Sicht muss ein „Deal“ beinhalten, dass Israel nichts gegen die Hisbollah unternimmt – also die Terroristen in Ruhe weiterschießen und aufrüsten lässt. Der Norden Israels bliebe damit unbewohnbar. Was auch immer da hinter verschlossenen Türen zwischen Teheran und Washington läuft: Die Hisbollah gewähren lassen, um den Iran zu befrieden – das wird nicht die Gleichung für Frieden sein.
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