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Das iranische Volk steht an der Seite Israels, stellte der deutsch-iranische Pastor Siamak Aminmansour klar – und fand warnende Worte für die deutsche Politik.
„Israel steht definitiv auf der richtigen Seite, auf der Seite der Freiheit, gegen das Mullah-Regime“, betonte der evangelische Theologe, der bis vor einigen Jahren im Iran in Untergrundkirchen engagiert war und diese weiterhin von Deutschland aus unterstützt.
Siamak Aminmansour (links), deutsch-iranischer Theologe und Lokalpolitiker, im Gebet mit dem jüdischen Pastor Ariel Blumenthal aus Jerusalem.
„Mein Leid hat begonnen, als ich im Alter von 13 Jahren dem Ruf Gottes gefolgt bin“, erzählte der gebürtige Iraner. Damals erhielt er eine Bibel, las darin – und begegnete Jesus. Trotz Leid und Verfolgung hielt er am Glauben fest.
Doch die Bosheit des iranischen Regimes sei unbeschreiblich. Wer es wage, den Islam zu verlassen, werde als Abtrünniger zum Tode verurteilt.
„Junge Christinnen werden vergewaltigt, damit sie nicht als Jungfrauen ins Paradies kommen. Christliche Ehepaare werden zwangsgeschieden, die Frau mit einem Muslim verheiratet, die Kinder islamischen Familien übergeben“, zählte der Iraner auf.
„Ich frage euch: Würdet ihr Jesus folgen, wenn ihr so viel Leid erfahren müsstet?“
Die Worte des Propheten Habakuk halfen ihm, im Glauben auszuharren – und Gott anzuklagen.
„Ich darf das!“, ist sich Aminmansour sicher: „Gott ist mein Vater und ich darf ihn anklagen. David hat es getan. Auch Hiob.“
Mit deutlichen Worten kritisierte Aminmansour die deutsche Politik. Sie trage zum Machterhalt der Mullahs bei und ignoriere das Leid der Iraner. Auch die Berichterstattung von ARD und ZDF sei geprägt von einer israelkritischen und Islamismus-freundlichen Haltung – in den öffentlich-rechtlichen Medien werde nicht die Wahrheit abgebildet.
Der Theologe, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, will sich auch für die Menschen in Deutschland einsetzen und engagiert sich deshalb in der Lokalpolitik.
In Deutschland sei nicht bekannt, wie das Leben im Iran vor der Machtergreifung aussah.
„Iranische Frauen hatten Freiheiten, von denen Frauen in Europa nur träumen konnten. Wir waren weltoffen und tolerant.“
Leider sei man auch tolerant gewesen gegenüber der Minderheit der islamistischen Fundamentalisten. Die Toleranz gegenüber dem Islamismus sei dem Iran zum Verhängnis geworden.
Bei der Islamischen Revolution habe auch Öl eine Rolle gespielt.
„Der Sturz des Schahs hat Gewinne für amerikanische und britische Großkonzerne geebnet“, so Aminmansour.
„BBC und andere britische Propagandamedien haben die Mullahs unterstützt“, erinnerte der Pastor – ebenso wie linke Aktivisten in Europa.
„Besonders in Deutschland versammelten sich linke Studenten, um gegen die Regierung eines Landes zu protestieren, von dem sie keine Vorstellung hatten.“
Unwissend seien auch die Demonstranten, die heute gegen Israel auf die Straße zögen.
Nicht nur linke deutsche Aktivisten fügen dem iranischen Volk Leid zu, ergänzte der Pastor: Der grausame iranische Geheimdienst sei einst mit Unterstützung ehemaliger SS-Offiziere gegründet worden.
Aminmansour warnte ausdrücklich vor dem wachsenden Islamismus in Europa. Dessen Ziel sei die Unterwerfung.
„Diesem Schicksal kann Europa nur entgehen, wenn sich Politik und Kirchen standhaft gegen Islamismus und Judenhass positionieren.“
Doch bisher reagiere die Politik nur mit leeren Worten.
„Es gibt in Deutschland Menschen, die Juden verfolgen – und wir tun nichts dagegen. Was ist los mit uns? Ist wieder 1933? Gott bewahre uns!“, rief der Iraner und setzte sich symbolisch eine Kippa auf.
„Es ist inakzeptabel, dass Juden in Deutschland bedroht werden. Das ist ein Zeichen, dass Extremisten sehr bald den Raum besitzen werden!“
Die Warnung ist dem Pastor bitterernst. Auch deshalb hofft er, dass es gelingt, Iran vom Mullah-Regime zu befreien.
„Dann werden wir eine Oase schaffen, einen Zufluchtsort, an dem viele aus Europa, die der Macht des Islamismus entkommen wollen, ein neues Leben beginnen können. In Frieden.“
Auszug aus dem Wort aus Jerusalem: "Zurück zu den Wurzeln"
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