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Das Wunder der Wiedervereinigung

Das Wunder der Wiedervereinigung

Auszug aus Booklet: "Gnade, Dankbarkeit, Verantwortung"
Team der ICEJ
Leipzig, 9. November 1989: Schweigemarsch mit Kerzen
  • Ab 1982 treffen sich in der Leipziger Nikolaikirche jeden Montag Christen zum 17-Uhr-Friedensgebet. Es sind nicht viele, aber treue Beter. 1988 wächst die Teilnehmerzahl. Schließlich sind es mehrere hundert Menschen. Als Geheimpolizisten am 4. September 1989 gegen Banner mit der Aufschrift „Freiheit!“ und „Für ein offenes Land mit freien Menschen“ einschreiten, werden „Stasi raus!“-Rufe laut. BRD-Kamerateams, wegen der Leipziger Messe vor Ort, filmen die Szene. Die Bilder laufen als Top-Meldung in der „Tagesschau“. Die „Montagsdemonstration“ erhält danach enormen Zulauf, geschätzt bis zu 300.000 Teilnehmer.
  • Die Gebete reißen die Mauern nieder: Am 9. November fällt der „Eiserne Vorhang“, am 3. Oktober 1990 erlebt Deutschland das Wunder der friedlichen Wiedervereinigung nach 41 Jahren Teilung.
  • Israel reagiert zunächst geschockt, befürchtet neuen Nationalismus und anti-israelischen Einfluss – die DDR galt als das israelfeindlichste Land des Ostblocks. Doch die Skepsis legt sich bald.

 

AUSZUG AUS BOOKLET: "GNADE, DANKBARKEIT, VERANTWORTUNG"

 

Foto: Bundesarchiv, Bild 183 1990 0922 003 / Friedrich Gahlbeck Leipzig, 9. November 1989: Schweigemarsch mit Kerzen

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