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Die ICEJ und das Glaubenszentrum Bad Gandersheim verbindet seit vielen Jahren eine vertrauensvolle Partnerschaft. In einem zweijährigen Turnus veranstalten wir gemeinsam einen Israel-Tag in Bad Gandersheim – ein Tag der geistlichen Zurüstung und der Solidarität mit dem jüdischen Volk.
Hunderte Besucher und die Studenten des Glaubenszentrums feierten am 31. Januar mit uns diese besondere Veranstaltung.
Seitens des Glaubenszentrums wirkte Sonja Roller federführend in der Organisation, unterstützt vom Leitungsteam um Christoph Köhler. Sehr hilfreich war auch die praktische Unterstützung von Lisa Döpping. Sie ist Studentin am Glaubenszentrum und absolvierte Ende Januar ein Praktikum im Arise-Team der ICEJ.
Eingebettet in die winterliche Landschaft Niedersachsens kamen viele Gäste vielleicht mit frostigen Gliedmaßen – doch sie gingen mit feurigen Herzen nach Hause. Denn von 10 Uhr morgens bis 21 Uhr abends bot der Tag ein vollgepacktes und vielfältiges Angebot. Den Auftakt machte Lobpreiser Emanuel Roro aus Israel zusammen mit der Hausband „Glaubenszentrum Live.“ Sie segneten die Teilnehmer mit bewegendem Lobpreis auf Deutsch, Hebräisch und Englisch. Es entstand eine tiefe Atmosphäre der Anbetung, in der es spürbar darum ging, gemeinsam den Gott Israels großzumachen.
Eine wertvolle Facette des Tages war die Generationenvielfalt der Teilnehmer. Nach dem Lobpreis versammelten sich alle Teenager in einem Parallelprogramm, organisiert vom Arise-Team gemeinsam mit dem Jugendteam des Glaubenszentrums.
Emanuel Roro stellte sich den neugierigen und tiefgehenden Fragen der Jugendlichen. Als messianischer Jude, dessen Familie aus Äthiopien Alijah nach Israel machte, bewegte Emanuel nicht nur durch seine Musik, sondern auch durch seine persönliche Glaubensgeschichte. Die Jugendlichen ließen sich durch seine Perspektive auf das Leben in Israel als Jesus-Nachfolger inspirieren. Zudem gab es ein Quiz, eine Einführung in die biblische Bedeutung Israels sowie Impulse zum Gebet für das jüdische Volk. Wie es in Psalm 78,4 heißt: „Wir wollen diese Wahrheiten unseren Kindern nicht vorenthalten, sondern der nächsten Generation von den wunderbaren Taten des HERRN erzählen, von seiner Macht und den großen Wundern, die er vollbrachte.“
Während die Teenager im Parallelprogramm noch genüsslich israelische Snacks wie Halva und Challa verköstigten, bekamen die Gäste im Plenumsaal einen al dente Vortrag – denn Hananya Naftali verweichlicht definitiv nichts. Der Israeli ist bekannt als Social-Media-Persönlichkeit und Influencer, profiliert vor allem durch seine Unterstützung Israels und Thematisierung des Nahostkonfliktes.
In seinem Vortrag in Bad Gandersheim sprach er taktvollen Klartext zu vielen aufgeheizten politischen Themen rund um Israels Geschichte, Gegenwart und Zukunft.
Israel ist Zielscheibe vieler Anschuldigungen, darunter der Genozid-Vorwurf. Wie breitbeinige Türsteher mit verschränkten Armen versperren diese Anschuldigungen vielen Christen den Weg zu einer biblischen Wertschätzung des jüdischen Volkes.
Deswegen fungierte Hananyas Vortrag als wichtiger Baustein des Tages. Er lieferte klare Statistiken, Grafiken und Informationen, um Lügen und Anschuldigungen zu kontern. Durch seinen Glauben an Jesus ließ er zudem die ultimative Hoffnung in den wahren Friedefürsten in seine Worte einfließen.
Nachmittags hatte das Publikum die Möglichkeit, einer Panelrunde ihre kniffligen Fragen zu stellen. Christoph Scharnweber der ICEJ, Kathlin Bühler aus dem Arise-Team und Emanuel Roro beantworteten einen bunten Blumenstrauß an Fragen und interagierten auf lebhafte Art und Weise mit dem Publikum. Moderiert wurde die Talk-Runde vom ICEJ Vorsitzenden Gottfried Bühler.
Ein Seminarangebot prägte die zweite Nachmittagshälfte. Die Themen reichten von „Wem gehört das Land?“, über „Gebet für Israel und die Nationen“, bis hin zu „Eine hebräische Perspektive auf den Opfertod des Messias“ und „Für Israel in den sozialen Netzwerken einstehen“. Die Vielfalt der Inhalte bot sowohl geistliche Impulse und Tiefgang als auch praktische Orientierung für den Alltag. Alle Teilnehmer hatten die Option, zwei der vier Seminarangebote zu besuchen.
Der Abendgottesdienst lud die Teilnehmer in eine Zeit des Lobpreises und Gebets ein, sowie in einen weiteren Vortrag von Hananya. Ein besonders berührender Moment ereignete sich spontan gegen Ende der Veranstaltung: Eine deutsch-iranische Christin aus dem Publikum trat auf die Bühne und bat die israelischen Gäste um Vergebung für das Böse und die Feindschaft, die seit Jahrzehnten aus dem Iran gegenüber dem jüdischen Volk ausgehen.
Die Jahreslosung 2026 lautet: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). Mit diesen Worten sprach sie Ermutigung und den Glauben aus, dass aus Feindschaft eines Tages Freundschaft werden kann und Gott auch im turbulenten Nahen Osten alles neu machen kann.
Hananya sagt über sich selbst: „Ich bin entschlossen, die Geschichte Israels bis zu meinem letzten Atemzug zu erzählen.“
Sehr berührt waren die beiden Gäste aus Israel, Hananya und Emanuel, von einem historischen Bezug: Das Bibelschulgelände diente zwischen 1936 und 1945 als Ausbildungsstätte der Nazis. Von diesem Ort ging also einst Unheil für Juden aus. Doch an diesem Israeltag strömte großer Segen aus.
Der Tag erwies sich als echtes Multiplikatoren-Event: Menschen, die netzwerken und sich ausrüsten lassen wollten, um für Gottes Volk einzustehen. Am Rande der Veranstaltung – insbesondere am gut besuchten Büchertisch der ICEJ – entwickelten sich zahlreiche anregende Gespräche. So nahm ein Teilnehmer beispielsweise 50 Exemplare des Booklets „Israel im Faktencheck“ mit, um es an Arbeitskollegen weiterzugeben. Eine Lehrerin äußerte, das Heft „Nichts gegen Juden, aber …“ von nun an im Unterricht einsetzen zu wollen, um Antisemitismus mit ihrer Schulklasse zu thematisieren.
Auszug aus dem Wort aus Jerusalem: "Zion: Segen oder Ärgernis?"
Filmtipp aus der Israel-TV-Sendereihe „Faszination Israel“:
Israel und unbequeme Wahrheiten – Interview mit Hananya Naftali
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