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Roter Teppich: Eine Mahlzeit, ein Bad und ein Ausweg

Roter Teppich: Eine Mahlzeit, ein Bad und ein Ausweg

Quelle der Hoffnung inmitten einer Wüste von Prostitution, Armut, Sklaverei und Abhängigkeit
Lily Sironi
ICEJ Logo blau auf weiß

Frauen, die missbraucht wurden, verloren und verletzt sind, finden im Süden Tel Avivs eine Quelle der Hoffnung inmitten einer Wüste von Prostitution, Armut, Sklaverei und Abhängigkeit. Die Mitarbeiterinnen des Hilfszentrums „Roter Teppich“ kümmern sich liebevoll um diese Frauen in Not, von denen manche dem Tode nahe sind.

Offene Arme

Wenn sie das Hilfszentrum zum ersten Mal betreten sind viele Frauen schockiert vom Anblick der vielen anderen Prostituierten, die hier liebevoll umsorgt werden. Eine kleine israelische Dame begrüßt jede einzelne von ihnen an der Tür mit einer herzlichen Umarmung. Wärme und Freundlichkeit erreichen die Herzen schnell, wenn die Besucherinnen den freiwilligen Helferinnen begegnen, die ihnen ein leckeres Mittagessen anbieten. Sie unterhalten sich mit den Frauen als wären sie alte Bekannte. Nach einer nahrhaften Mahlzeit haben sie die Möglichkeit, heiß zu duschen, einen kostenlosen Haarschnitt und eine Maniküre zu bekommen. Anschließend dürfen sie sich neue Kleidung, Schuhe und Handtaschen aussuchen und Kosmetika und andere notwendige Artikel mitnehmen. All das ist für sie Luxus, denn viele der Frauen sind obdachlos. Nachdem sie hier einmal wieder mit Würde und Respekt behandelt worden sind, verlassen sie das Hilfszentrum ein kleines bisschen verändert.

Not sehen und handeln

Diese Beschreibung des Lebens im Süden Tel Avivs ist keine Fiktion. Traurigerweise ist dies die Realität für zahlreiche Frauen, die Opfer von Menschenhandel wurden und nun in der Falle der Prostitution in Zentralisrael gefangen sind. Aber auch das Hilfszentrum „Roter Teppich“ ist keine Fiktion, sondern ein Dienst, der von einem gläubigen Ehepaar, das bedürftige Frauen sah und von Erbarmen bewegt entschied ihnen zu helfen, ins Leben gerufen wurde. Ihr Dienst ist körperlich und emotional belastend und sie sind bereit, dafür wertvolle Familienzeit, Ruhe, und Ersparnisse zu opfern.

Heute bietet das Zentrum schutzbedürftigen Frauen zahlreiche Dienstleistungen und versorgt Mütter unter ihnen mit Baby- und Kleinkindartikeln. Viele dieser Frauen sind lediglich auf der Suche nach Wärme und Fürsorge, andere versuchen verzweifelt, dem grausamen Kreislauf der Prostitution zu entkommen.

Voller Einsatz

Der Dienst des „Roten Teppichs“ ist heikel und gefährlich. Eine Sicherheitskraft ist an der Eingangstür postiert, um zu verhindern, dass Zuhälter die Frauen mit Gewalt wieder auf die Straße zerren. Drinnen sind einige Frauen schon einmal gegen sich selbst oder die Mitarbeiter gewalttätig geworden - aus Furcht oder unter Drogeneinfluss. Die Mitarbeiter des Hilfszentrums müssen mit viel Feingefühl die Stimmung der Frauen wahrnehmen. Um ihnen emotionale Unterstützung zu geben ist es oft ausreichend, sich mit ihnen zusammenzusetzen und ihnen zuzuhören. Leider sterben manche der Frauen an Geschlechtskrankheiten. Ihnen bietet das Team des „Roten Teppichs“ Gebet und die erlösende Liebe Gottes an.

Zurück ins Leben

Für diejenigen, die diesem demütigenden Gewerbe entfliehen möchten, stellt der „Rote Teppich“ die Sicherheit und nötigen Mittel bereit, um ihr Leben wieder selbst zu bestimmen. Schwangeren Frauen werden Schwangerschaftsvorsorge und Beratung angeboten – in der Hoffnung, so ihre ungeborenen Kinder vor Abtreibung zu bewahren.

Das Hilfszentrum „Roter Teppich” rettet und verändert Leben für immer. Dank des Zentrums haben Frauen die Möglichkeit, ihrer Versklavung zu entkommen. Die fortwährende Unterstützung der ICEJ und ihrer Spender ist unentbehrlich, um diesen schutzbedürftigen Frauen zu helfen. Bitte beten Sie auch für diese Frauen, dass sie den Mut und die Kraft finden, sich von ihren grausamen Zuhältern zu lösen und im Zentrum Hilfe zu suchen. Und beten Sie für die Mitarbeiterinnen vom „ Roten Teppich”, dass sie die nötige Liebe und Kraft haben, um diesen Frauen wirklich zu helfen, wieder frei und heil zu werden.

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