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Kunstwerke der Hoffnung

Haifa-Heim für Holocaustüberlebende
ICEJ-Team
eine alte Frau zeigt ein Buch in die Kamera, hinter ihr stehen ein Mann mit Kipa und eine andere ältere Dame

Im Haifa-Heim für Holocaustüberlebende bereiten wir uns weiter auf einen möglichen großen Krieg vor. Wir wissen, dass die Raketen dann auch uns erreichen können. Trotzdem – und gerade deshalb – feiern wir das Leben. Dabei spielen Kunst und Kreativität eine große Rolle. Ein Update der letzten Zeit.

Kunstausstellung im Heim für Holocaustüberlebende

Das Haifa-Heim hat offene Türen. Viele Angebote richten sich an Bewohner und Besucher gleichermaßen. So luden wir auch öffentlich zur „Ersten Kunstausstellung im Haifa-Heim“ ein. Diese besondere Veranstaltungswoche wurde von vielen auswärtigen Besuchern genutzt. Zu sehen waren ausschließlich Kunstwerke unserer Bewohner. Das Thema der Ausstellung lautete „Hoffnung, ausgedrückt in Kunst“. Man konnte sehen, dass unsere Heimbewohner ihr Herz in ihre Kreationen einfließen ließen. Es waren wunderschöne, lebendige Bilder ihres Lebensweges, die innere Stärke und Hoffnung widerspiegeln. Viele unserer Künstler hatten sich von Psalm 23 und anderen biblischen Themen inspirieren lassen.

Therapeutischer Wert

Entstanden waren die Arbeiten unter der fachkundigen Anleitung unserer Kunsttherapeutin Nancy – sie nutzt die Kreativtherapie, um den Bewohnern zu helfen, zur Ruhe zu finden und ihr künstlerisches Potenzial freizusetzen. Die Ausstellung war dann auch ein beeindruckendes Zeugnis für die Widerstandsfähigkeit und Kreativität unserer lieben Holocaustüberlebenden. „Während ich hier stehe, umgeben von euren unglaublichen Kunstwerken, werde ich an die Stärke erinnert, die in jedem von euch steckt", fasste Yudit Setz, Koordinatorin für die freiwilligen christlichen Helfer im Haifa-Heim für Holocaustüberlebende, ihre Eindrücke in einer kleinen Ansprache zusammen. Zu den Ausstellern gehörte auch Mania Herman, eine Künstlerin, Autorin und Dichterin, deren Worte die Ausstellungshalle erfüllten. Besonders bewegt war das Publikum von ihrem Gedicht „Kunst im Alter“.

Bei der Ausstellungseröffnung wurden die Höhepunkte des gemeinsamen Kunstunterrichts in einem fröhlichen Kurzfilm vorgeführt. Der Abend endete mit inspirierenden Gesprächen – und unseren Heimbewohner wurde bewusst, wie stolz sie auf ihre Arbeiten sein können.

Drittklässler-Besuch im Heim für Holocaustüberlebende

Auch Drittklässler aus einer nahegelegenen Schule besuchten die Ausstellung und beteiligten sich unter Anleitung unserer Kunsttherapeutin an einem gemeinsamen Kunstprojekt mit Heimbewohnern. Danach wollten die Kinder gar nicht mehr gehen, weil eine tiefe Verbindung zwischen ihnen und den Heimbewohnern entstanden war. Die Kinder stellten noch viele Fragen und wollen unbedingt wiederkommen.

Lachen und Basteln

In den letzten Wochen fand auch ein Vortrag und Workshop unter der Leitung der bekannten israelischen Künstlerin Sabina Saad statt. Als Tochter von Holocaustüberlebenden war Sabinas Verbindung zu den Bewohnern offensichtlich, und ihre Anwesenheit wurde mit großer Dankbarkeit aufgenommen. Im Holocaust-Museum des Heims, in dem viele Werken von Sabina ausgestellt sind, erzählte sie ihre persönliche Geschichte und erklärte, wie sie ihre künstlerischen Fähigkeiten entwickelte. Dann bastelten Sabina und die Heimbewohner mit viel Humor und Wärme gemeinsam Davidstern-Hüte aus Zeitungspapier. „Es ist ein Privileg, hierher zu kommen und mit euch in dieser liebevollen Umgebung zu sein“, bedankte sich Sabina bei allen Teilnehmern.

Holocaust-Gedenken

Manche schmerzhaften Kindheitserinnerungen brechen durch die Kriegsvorbereitungen in Israel bei vielen Heimbewohnern aktuell wieder auf. Doch die Holocaustüberlebenden fühlen sich in der von Wärme und Liebe geprägten Gemeinschaft geborgen und getröstet, wie unser Team immer wieder erfährt. Zu einer großen gemeinsamen Holocaust-Gedenkfeier kamen IDF-Soldaten, Schulkinder, Knesset-Abgeordnete, lokale Politiker, Rabbiner und Diplomaten der russischen, rumänischen, taiwanesischen und indischen Botschaften. Auch deren Anteilnahme und Aufmerksamkeit tat unseren Heimbewohnern sehr gut.

Gäste aus Taiwan

Jeder Christ, der in dieser sehr schwierigen Zeit nach Israel kommt, ist herzlich willkommen. Im Haifa-Heim freuten sich die Bewohner über den Besuch von 20 Pastoren aus Taiwan, die in Begleitung der Direktoren der taiwanischen ICEJ-Zweigstelle kamen. Zu erleben, dass es weltweit Christen gibt, die Israel lieben und unterstützen, bringt unseren Bewohnern sehr viel Ermutigung und Trost – besonders jetzt!

Bitte unterstützen Sie das Haifa-Heim für Holocaustüberlebende mit Ihrer Spende. Als Verwendungszweck bitte 'Haifa-Heim' angeben. Herzlichen Dank!

(Foto: Unsere Heimbewohnerin Mania präsentierte ihre Kunstwerke)

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