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Frieden scheint nirgends ferner als im Heiligen Land. Doch es gibt Initiativen, die Hoffnung wecken. Zum Beispiel das Koexistenz-Projekt „Roots“ nahe Bethlehem – gegründet von einem ehemaligen Intifada Kämpfer und einem jüdisch-orthodoxen Siedler.
Die Hühner gackern. Im Schatten dösen Schafe. Das Grundstück im Westjordanland bei Efrata gehört Scheich Khalit Abu Awwad, Sohn palästinensischer Flüchtlinge. Der ehemalige Intifada-Kämpfer stellt es der Friedensinitiative „Roots“ zur Verfügung, die er gemeinsam mit Rabbiner Shaul Judelman gegründet hat, einem jüdisch orthodoxen Siedler. Roots bietet Juden und Moslems einen Ort für gemeinsame Projekte und Begegnungen. Man diskutiert miteinander, hilft sich, lernt, feiert. An manchen Tagen gibt es gleich mehrere Angebote. Heute wird zum Kaffee geladen, jüdische und arabische Frauen lachen miteinander, parallel findet ein Fotokurs für ihre Kinder statt. Die jüdische Gruppe, die sich bei Roots einbringt, kommt aus der benachbarten Toraschule und dem Blickle-Institut für interreligiösen Dialog. Institutsleiter Rabbiner Dr. Yakov Nagen und Scheich Abu Awwad sind gute Freunde. Sie sind überzeugt: Der Weg zur Lösung des Konflikts führt über zwischenmenschliche Kontakte.
„Israel war mein Erzfeind“, gibt Abu Awwad zu. Aus Überzeugung schloss sich seine gesamte Familie der Ersten Intifada an. Er selbst, seine Geschwister und seine Mutter landeten in israelischen Gefängnissen. Als sein 31-jähriger Bruder von einem israelischen Soldaten erschossen wurde, wuchs Abu Awwads Hass ins Grenzenlose. Da meldete sich eine Gruppe Juden. Sie baten darum, seine Familie besuchen zu dürfen. Erst lehnte Abu Awwads Familie ab, dann stimmte sie doch zu. Zu Besuch kamen jüdische Eltern, die Kinder durch palästinensische Terroranschläge verloren hatten. „Sie kamen, um uns zuzuhören und unseren Schmerz zu teilen“, erzählt der Palästinenser. „Sie wollten keine Rache, sondern Versöhnung – das hat uns sehr berührt.“ Nach ihrem Besuch entschied sich Scheich Abu Awwad, dem Hass abzusagen. Er gründete Roots, gemeinsam mit dem jüdischen Siedler Rabbi Shaul Judelman, und er baute auf seinem Land ein paar einfache Gebäude, die seither als Begegnungsstätte dienen. Es ist ein schlichtes, aber sehr wirksames Friedensprojekt.
„Wir sind zwei Völker, wir haben zwei Geschichten, wie Gott uns in dieses Land geführt hat – und jeder denkt, seine Geschichte sei die Einzige, die zählt“, fasst Abu Awwad die Wurzel des Übels zusammen: „Aber wenn wir den anderen anschauen, werden wir feststellen, dass wir auch eine gemeinsame Geschichte haben.“ Dass Juden und Araber gemeinsam in diesem Land wohnen, sei eine von Gott geschaffene Realität, glaubt auch Rabbi Nagen: „Deshalb ist es an uns, ein Zusammenleben möglich zu machen.“ Rabbi Judelman ergänzt: „In der Bibel heißt es: ‚Dieses Land verzehrt seine Bewohner‘. Wenn ich hier lebe, muss ich akzeptieren, dass meine eigenen Perspektiven aufgezehrt werden können.“ Religion ist ein Teil des Problems, sind sich die Männer einig. Deshalb müsse Religion auch Teil der Lösung sein. Im Ersten Buch Mose lerne man viel über Rivalitäten unter Geschwistern, erzählt Rabbi Nagen – und wie solche Konflikte überwunden werden können. „Ismael und Jakob kamen wieder zusammen, um gemeinsam ihren Vater zu begraben. Auch Josef kam wieder mit seinen Brüdern zusammen“, erinnert der Rabbiner. „Die Bibel zeigt, dass Menschen, die sich nahe sind, in Konflikte geraten können. Aber diese Konflikte sind überwindbar. Versöhnung ist möglich.“ Sogar zwischen einem ehemaligen Intifada-Kämpfer und einem jüdischen Siedler.
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