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Letzten Mittwoch trat eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah in Kraft. Wie erwartet ist diese sehr brüchig. Der Krieg wurde am 8. Oktober 2023 von der Hisbollah mit massivem Raketenbeschuss begonnen. Seither griff die Hisbollah Israel mit rund 16.000 Raketen und Kampfdrohnen an.
Zu den Eckdaten der Waffenruhe gehört: Israel verpflichtet sich zum Rückzug aus dem Südlibanon und verzichtet auf Militäroperationen. Die Hisbollah-Truppen verlassen ebenfalls den Südlibanon, die Terror-Infrastruktur soll aufgelöst werden, das libanesische Militär Soldaten südlich des Flusses Litani aufstellen und die Hisbollah entwaffnen. Als Bruch der Waffenruhe gilt nicht nur ein direkter Angriff, sondern auch terroristische Aktivitäten, die der Neuorganisation und dem Stellungsausbau der Hisbollah dienen, Waffenschmuggel und Tunnelgrabungen.
Israel hat bereits mehrere terroristische Aktivitäten beobachtet, etwa Fahrzeugbewegungen in der Sperrzone. Außerdem wurde Israel bereits wieder mit zwei Hisbollah-Granaten beschossen. Als Antwort auf den Bruch des Waffenstillstands griff die israelische Luftwaffe am Montagabend Ziele der Hisbollah im gesamten Libanon an. Daraufhin titelten viele deutsche Medien: „Trotz einer vereinbarten Waffenruhe bombardiert Israel Teile des Libanon“ (Bsp: ntv).
Die Situation erinnert viele Israelis an den Libanon-Krieg 2006. Nach Angriffen der Hisbollah rückte Israel damals ebenfalls im Südlibanon ein. Auf Druck der UNO folgte ein Waffenstillstand und Rückzug, dafür sollte die Hisbollah entwaffnet werden und eine Pufferzone bis zum Litani-Fluss entstehen, überwacht von UNIFIL-Truppen (UN-Resolution 1701). Das Ergebnis war ein anderes: Die Hisbollah ließ sich nicht entwaffnen und unter den Augen der UN-Soldaten ...
… übernahm die Hisbollah die Kontrolle über das zurückgegebene Gebiet
… baute die Hisbollah ein gigantisches Raketenarsenal auf
… entstand eine riesige Terror-Infrastruktur, inkl. Terrortunnel
… griff die Hisbollah seit dem 8. Oktober über ein Jahr lang Ziele im Norden und in der Mitte Israels an
Foto: Hisbollah-Terroristen 2023, Wikipedia
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