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Ende Juli hat die ICEJ zum Sommer-Event mit ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler und seiner Frau Vesna sowie ukrainischen Ehrengästen nach Nürtingen eingeladen. Der Abend wurde zu einer Ermutigung, auch in schwierigen Zeiten auf Gott zu vertrauen.
„An Israel sehen wir, dass es einen mächtigen Gott im Himmel gibt. Dem Gott Israels können wir vertrauen, auch in unseren Situationen“, ermutigte Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland, die rund 200 Teilnehmer. Als Beispiel nannte er David Ben Gurion, der trotz aller Widerstände und Bedrohungen am 14. Mai 1948 den Staat Israel ausrief – im festen Glauben an die Zusagen der Bibel. „Gott steht zu seinem Wort“, sagte Bühler. „Unser Gott, der Gebet erhört, sucht Menschen, die für Deutschland in den Riss treten. Er möchte, dass Deutschland zu ihm umkehrt.“
ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler verglich die heutige Zeit mit der des Propheten Habakuk, die von geistlichen Schwankungen und politischen Unsicherheiten geprägt war. Auf Habakuks Klage hin kündigte Gott noch schwerere Zeiten an (Habakuk 1,5ff). Daraufhin ging Habakuk ins Gebet, um auf Gott zu hören (Habakuk 2,1). „Nie gab es eine Zeit, in der es dringender war zu beten als jetzt! Wenn wir Gott im Gebet suchen und uns Zeit nehmen, ihn zu hören, wird sich unser Leben in eine neue Richtung bewegen.“ Der klagende Prophet wurde zu einem Menschen, der anderen Orientierung geben konnte, erklärte Bühler. Habakuk schloss sein Zwiegespräch mit Gott mit einer Aussage, die Sorge vor der Zukunft ausdrückt. Dennoch entschied er sich, Gott zu loben, denn er wusste, dass Gott ihm Leichtigkeit und Strategien geben würde, mit den bevorstehenden Herausforderungen umzugehen. „Betet für Deutschland, betet für eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes auf unser Land“, rief Jürgen Bühler seine Zuhörer auf.
Die größte messianische Gemeinde weltweit ist die von Rabbi Boris Grisenko in Kiew. Unsere Ehrengäste Jaroslawa und Roman Vilko sowie Alexander Ivanenko sind Älteste dieser Gemeinde. Sie berichteten vom Glauben in Kriegszeiten. Am 26. Februar, zwei Tage nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine, als viele noch mit einer baldigen Einnahme Kiews rechneten, entschied die Gemein-de, wie jeden Schabbat zusammenzukommen und Gott zu feiern. Wie durch ein Wunder wurde die russische Armee vor den Toren Kiews aufgehalten. „Das war keine supergeistliche Entscheidung, sondern ein einfacher Vertrauensschritt. Wir sahen, dass es Gott gefällt, dass wir den Schabbat feiern, und erlebten, wie Gott uns schätzte“, berichtete Alexander. Seitdem hat die Gemeinde, die vor dem Krieg rund 2.500 Mitglieder zählte, keine einzige Schabbatfeier ausfallen lassen. Auch die Kleingruppen treffen sich weiterhin.

Jaroslawa und Roman sowie Alexander und seine Frau Julia hielten sich bei Kriegsbeginn außerhalb der Ukraine auf. Während sich in ihrer Heimat die Ereignisse überschlugen und große Ungewissheit herrschte, baten sie Gott um Weisung und entschlossen sich, ihren geflüchteten Landsleuten beizustehen. In Stuttgart und in der Schweiz starteten sie eine Gemeindearbeit unter Ukrainern. Sie hören zu, beten mit ihnen und erzählen von Jesus, der ihnen echten Halt und eine neue Perspektive schenken möchte. „Bitte betet für uns, das wäre uns eine große Hilfe“, bat Jaroslawa zum Abschluss.
Gemeinsame Lobpreiszeiten, geleitet von Dietmar Zappel & Band, und ein Beitrag der Tanzgruppe Profil zum Lied „Jerusalema“ bereicherten den Abend.
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