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Hisbollah beschießt auch Drusen und Araber

Hisbollah beschießt auch Drusen und Araber

Schutzbunker
Nativia Samuelsen
Hisbollah beschießt auch Drusen und Araber

Die Ortschaften im Norden Israels stehen seit einem Jahr täglich unter Beschuss aus dem Libanon. Viele Regionen sind seither unbewohnbar. Wer ausharrt, ist ständiger Gefahr ausgesetzt – auch in drusischen und arabischen Orten. Die ICEJ hilft.

Zermürbungskrieg der Hisbollah

Die Hisbollah führt vom Libanon aus seit einem Jahr einen Zermürbungskrieg gegen Israel, um die Streitkräfte der Israelischen Armee (IDF) vom Kampf gegen die Hamas an der Gaza-Front abzulenken und die Ressourcen der IDF zu verbrauchen. Die Terrormiliz agiert dabei als verlängerter Arm des iranischen Mullah-Regimes.

Zur Taktik der Hisbollah gehören tägliche Raketen- und Drohnenangriffe sowie grenzüberschreitende Angriffe, ausgeführt von Eliteeinheiten der Terrororganisation. Israel musste deshalb die bedrohten Gebiete weiträumig evakuieren. Bis heute können rund 80.000 Israelis nicht in ihre Häuser an der Grenze zum Libanon zurückkehren. Sie leben bei Verwandten, in kleinen Hotelzimmern oder Notunterkünften im Landesinneren.

Hisbollah: Angriffe auf Araber

Insgesamt rund 50 mobile Schutzbunker wurden von der ICEJ in den letzten Jahren an gefährdete Gemeinden nahe der libanesischen Grenze geliefert. Zu diesen Gemeinden gehört Hurfeish, ein gemischtes drusisch-christliches Dorf, das nur vier Kilometer vom Libanon entfernt liegt. Obwohl alle Einwohner Araber sind, wird auch Hurfeish immer wieder von der Hisbollah angegriffen. Dann bleiben den Bewohnern nur wenige Sekunden, um Schutz zu suchen. Die ICEJ hatte in Hurfeish bereits vor dem 7. Oktober mehrere mobile Bunker aufstellen lassen, aber durch den verstärkten Raketenbeschuss gibt es dringend weiteren Bedarf. Anfang August konnten wir dank großzügiger Spenden sechs zusätzliche neue Schutzbunker aufstellen. Wenige Tage zuvor hatte eine Rakete der Hisbollah in der nahe gelegenen drusischen Gemeinde Majdal Shams eingeschlagen und 12 Kinder auf einem Fußballplatz zerfetzt. Die sechs neuen Schutzbunker wurden neben Bushaltestellen, Schulen, Sport- und Spielplätzen aufgestellt.

Bunker am Spielfeldrand

Außerdem konnte die ICEJ jüngst einen neuen Schutzbunker neben einem Fußballplatz in Safed aufstellen. Die historische jüdisch-religiöse Stadt liegt 12 Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt und ist ebenfalls häufig ein Ziel der Raketenangriffe. Ein Team der ICEJ weihte drei weitere mobile Schutzbunker für den Einsatz im Norden ein. Insgesamt konnten die ICEJ im Jahr 2024 bereits 19 neue Bunker im Norden aufstellen und Dutzende ältere unterirdische Schutzräume in Galiläa renovieren.

Kampf gegen Flammen

Die täglichen Raketen entfachen außerdem immer wieder große Waldbrände und wertvolle landwirtschaftliche Flächen werden vernichtet. Allgegenwärtig ist auch die Furcht vor einem noch größeren Krieg. Die Hisbollah verfügt Experten zufolge über ein gewaltiges Waffenarsenal von über 150.000 Raketen und Flugkörpern, die überall in Israel einschlagen können.

Um die Flammen löschen zu können, benötigen die örtlichen Brandbekämpfer Geländefahrzeuge (ATVs) und Brandbekämpfungsausrüstung. Werden neue Brände nicht rasch gelöscht, entstehen große Flächenbrände, die Ackerland, Wälder und ganze Ortschaften bedrohen. Deshalb finanziert die ICEJ zwei wendige ATVs, die bald geliefert werden, sowie Notfallausrüstungen.

Schutzbunker aus dem deutschsprachigen Raum

Unser Spendenaufruf für Schutzbunker stieß auf große Resonanz. Allein mit Spendengeldern aus Deutschland konnten 2024 bereits sieben neue Schutzbunker aufgestellt werden. Im Jahr 2023 konnten fünf von deutschen Christen finanzierte Schutzbunker aufgestellt und 21 ältere Bunker renoviert werden. Insgesamt konnte die ICEJ in den letzten 17 Jahren etwa 200 Schutzräume finanzieren – ein Drittel dieser Schutzbunker wurden von Schweizer ICEJ-Spendern bezahlt. Herzlichen Dank für alle Spenden!

Persönlicher Dank an die Spender der ICEJ

"Ihr seid wunderbare Menschen. Ihr tut Dinge, die ihr nicht tun müsst und ihr tut sie mit Herz und Seele. Wir sind ein Land, das oft für sich selbst sorgen muss, aber es gibt Menschen wie Euch, die immer da sind, um uns zu unterstützen. Herzlichen Dank dafür! Eure Unterstützung bedeutet uns sehr viel!" (Ayal Chajbi, Sicherheitschef von Sha'ar HaNegev)

Bitte helfen Sie uns bei der Finanzierung weiterer Schutzbunker. Als Verwendungszweck bitte 'Schutzbunker' angeben. Herzlichen Dank!

(Foto: ICEJ-Vizepräsidentin Nicole Yoder bei der Übergabe eines Schutzbunkers)

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