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Seit Jahrzehnten leben die Bewohner des Kibbuz Urim unter der ständigen Bedrohung durch Terrorangriffe aus dem nahegelegenen Gazastreifen. Raketenangriffe gehörten hier schon vor dem Hamas-Überfall am 7. Oktober 2023 zum Alltag. Die ständige Gefahr beeinträchtigt die gesamte Gemeinschaft zutiefst. Vor allem die Seelen der Kinder, die unter diesen Bedingungen aufwachsen müssen, tragen die Narben des erlebten Traumas. Besonders für diese Kinder war und ist es wichtig, Wege zur Heilung zu finden.
Bereits in den letzten Jahren hat die ICEJ einen solchen Weg unterstützt und ein therapeutisches Reitzentrum im Kibbuz Urim ermöglicht. Wir haben Pferde und Reitausrüstung finanziert und innovative therapeutische Reitstunden für Kinder und Jugendliche gefördert. Das Konzept der Ranch basiert auf einer tiergestützten Therapie: Die Tiere helfen traumatisierten
Menschen bei der Bewältigung emotionaler, psychologischer und sogar
physischer Herausforderungen. Diese Form der Therapie hat sich bereits als erstaunlich wirksam erwiesen – besonders bei Kindern.
Tiere wecken Gefühle Wir haben nicht nur die Therapiepferde „Andy“ und „Deanna“ für das Reitzentrum im Kibbutz Urim gespendet, sondern sponsern auch Reitstunden für Kinder. Damit konnten wir schon in der Vergangenheit zahllosen Kindern und Jugendlichen helfen. Unsere großartigen Pferde bieten eine einzigartige Form der Therapie, die Ruhe fördert, Stress und Ängste abbaut und den Kindern hilft, wieder mit ihren Gefühlen in Verbindung zu treten. Denn viele Trauma-Patienten fliehen unbewusst in einen Zustand völliger Gefühllosigkeit, eine extreme Form der Betäubung, mit der sich die Seele vor Schmerzen schützt. Doch auch positive Gefühle versiegen. Die Patienten können weder Leid noch Glück empfinden.
Der Bedarf an solchen Traumatherapie-Angeboten ist in den letzten Jahren stark gestiegen, insbesondere nach dem Massaker vom 7. Oktober. Für eine erfolgreiche Traumabehandlung ist ein rascher Therapiebeginn eigentlich sehr wichtig. Doch in Israel fehlt es an verfügbaren Plätzen. Aktuell nehmen 96 Kinder an den Reittherapiestunden auf der Urim-Ranch teil. Die Nachfrage ist sehr hoch: Derzeit stehen weitere 84 Kinder auf der Warteliste.
Als Reaktion auf diese wachsende Nachfrage wurde von der ICEJ ein weiteres Pferd finanziert, Marty. Der brave 4-jährige Appaloosa-Mix Wallach konnte dem Urim-Reitzentrum bereits übergeben werden und hat sich als große Bereicherung erwiesen. Sein Ausbilder Oded erklärt, warum Marty so gut auf den Urim-Pferdehof passt: „Er ist bereits für die therapeutische Arbeit trainiert. Außerdem ist er sehr stark, aber sanftmütig und nicht zu groß. Das macht ihn perfekt für die Arbeit mit Kindern jeden Alters. Und sein entspanntes Temperament hilft, nervöse Kinder zu beruhigen.“ Der sanftmütige Marty ist jede Woche für fünf bis 18 Kinder im Einsatz, bei Reitstunden und Ausritten im Freien.
Streichelzoo Neben der Reittherapie hat die Urim-Ranch auch eine neue Vision: Die Restaurierung und Erweiterung ihres Streichelzoos. Es gab bereits einmal eine „Tier-Ecke“, die ein beliebtes Ausflugsziel für Kinder aus dem gesamten Negev war. Doch durch Covid und den Krieg wurde dieser Streichelzoo-Vorgänger vernachlässigt und kaum noch besucht. Jetzt soll er reaktiviert werden – schöner und größer als zuvor – und auch im Rahmen der Traumatherapie zum Einsatz kommen.
Die „Tier-Ecke“ wurde 1970 von Yoel Zeigler ins Leben gerufen und umgesetzt. Der heute 96-Jährige kümmert sich nach wie vor jeden Morgen um die wenigen verbliebenen Tiere. Er erinnert sich an die Anfänge, als Kinder halfen, die ersten Gehege aus wiederverwendeten Metallkisten der Kibbuz-Fabrik zu bauen. „Hier hat nichts Geld gekostet!“, erklärte Yoel stolz. „Wir haben es einfach so hinbekommen.“
Mit der neuen Streichelzoo-Initiative des Kibbuz zur Wiederbelebung der Tierecke wird die nächste Generation die Verantwortung für den Fortbestand übernehmen. Ein Kibbuz-Mitglied, das mit den Tieren aufgewachsen ist, erinnert sich an die Blütezeit der Tier-Ecke. „Wir haben davon geträumt, dies an unsere Kinder weitergeben zu können“, erzählt er. „Für meinen kleinen Sohn ist die Streichelzoo-Idee jetzt eine große Motivation. Er möchte im Kibbuz bleiben und erleben, wie die Tier-Ecke wieder zum Leben erweckt wird.“
Die Bemühungen um den Wiederaufbau der Tier-Ecke sind bereits in vollem Gange, aber es gibt noch viel zu tun. Die Vision ist klar: Es soll ein wunderschöner Ort werden, an dem Kinder mit vielen freundlichen Tieren in Kontakt treten und so Heilung finden können. Diese Idee soll mit Hilfe von Christen aus der ganzen Welt Wirklichkeit werden.
Martys Ankunft markiert bereits den Beginn dieser aufregenden Wiederaufbau-Phase der Tier-Ecke, auf die sich die Kinder im Kibbuz freuen. Die beruhigende Präsenz des Wallachs und sein sanftes Wesen machen schon jetzt einen Unterschied.
Durch den Kontakt mit Tieren wie den Therapiepferden Marty, Andy und Deanna lernen traumatisierte israelische Kinder wieder zu vertrauen, Ruhe zu finden und zu heilen. Wir hoffen, dass unsere Unterstützung für die Pferde-Ranch und den Streichelzoo dazu beiträgt, dass viele Kinder die Unschuld und Freude der Kindheit wiederfinden.
Bitte unterstützen Sie unsere Trauma-Projekte. Geben Sie bei Ihrer Spende „Trauma-Arbeit“ an. Herzlichen Dank!
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