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Von Therapie-Farm bis Kinder-Traumazentrum: Wir dürfen als Christen helfen, neues Leben und Hoffnung in die von der Hamas überfallenen Gemeinden zu bringen. Hier stellen wir Ihnen fünf Wiederaufbau-Projekte der ICEJ vor.
Rund 18 Monate nach Beginn des Angriffskriegs der Hamas wollen viele Bewohner der zerstörten israelischen Gemeinden zurückkehren. Verschiedene Initiativen im westlichen Negev sollen helfen, das Trauma des 7. Oktober 2023 zu verarbeiten und neues Leben aufzubauen. Klar ist allerdings, dass die Terroropfer noch jahrelang mit den psychischen und physischen Folgen des Massakers zu kämpfen haben werden und diese Traumata ohne Unterstützung kaum zu bewältigen sind.
Die Regierung stellt Finanzen für den Wiederaufbau zerstörter Privathäuser zur Verfügung. Aber jede Gemeinde muss eigene Mittel für die Wiederherstellung öffentlicher Gebäude aufbringen, die das eigentliche Zentrum des Gemeinschaftslebens darstellen. Deshalb hat die ICEJ große Wiederaufbau- und Renovierungsprojekte in mehreren dieser schwer getroffenen Gemeinden übernommen.
Zu diesen Gemeinden gehört Kfar Aza. 300 Hamas-Terroristen fielen am 7. Oktober über den Kibbuz her. Über 60 der 950 Einwohner wurden ermordet, 18 weitere in den Gazastreifen verschleppt. Der Kampf um Kfar Aza dauerte mehrere Tage. So lange waren viele Familien in ihren Bunkern eingeschlossen. Die Hälfte der Häuser wurde durch Feuer und Explosionen schwer beschädigt oder zerstört.
Die Gemeinden an der Grenze zum Gazastreifen sind sehr besorgt über die kurz- und langfristigen Auswirkungen des Massakers und des ständigen Raketenbeschusses auf ihre Kinder. In Kfar Aza soll deshalb ein spezielles Zentrum für die Trauma-Behandlung von Kindern entstehen, in dem die neuesten therapeutischen Techniken und Geräte zum Einsatz kommen. Dort sollen Kinder, die unter physischen und emotionalen Traumata leiden, psychologisch betreut werden. Mit Hilfe der ICEJ wird dafür ein bestehender Kindergarten gründlich renoviert und umgewidmet. Die Mitarbeiter des Zentrums werden außerdem Eltern befähigen, mit den anhaltenden Ängsten ihrer Kinder – und ihren eigenen Ängsten – umzugehen.
Für dieses Projekt wird ein bereits bestehendes öffentliches Gebäude in Kfar Aza renoviert und umgestaltet, um verschiedene Formen der Musiktherapie für alle Altersgruppen anbieten zu können. Der Komplex wird individuelle musikalische, kreative Ausdrucksformen ermöglichen, die als wirksames therapeutisches Mittel zur Linderung und Heilung von extremem Stress und Traumata anerkannt sind.
Zum Zentrum werden Proberäume, ein Aufnahmestudio, Werkstätten und ein offener Bereich für Aufführungen und Gemeinschaftsveranstaltungen gehören. Wir ermöglichen dem Zentrum die Anschaffung von Musikinstrumenten und hochwertigen Soundsystemen. Die musikalischen Darbietungen werden nicht nur die Psyche der Menschen stärken, sondern auch dazu beitragen, das Gemeinschaftsgefühl im Kibbuz zu stärken.
Ein paar Kilometer weiter im Kibbuz Be’eri war das Leid am 7. Oktober ebenfalls groß. Die Gemeinde wurde verwüstet, etwa 130 Mitglieder getötet oder nach Gaza entführt, darunter 51 ältere Bewohner. Mehr als 120 Häuser sind zerstört, Kindergarten und Hort des Dorfes niedergebrannt und verwüstet.
Hier entsteht nun ein neues Jugendzentrum. Das alte Gebäude war von den Terroristen als Kommandositz genutzt und während des Kampfs zerstört worden. Das neue Zentrum wird Gruppenaktivitäten für Kinder am Nachmittag anbieten, wenn eine Aufsicht benötigt wird, bis die Eltern am Abend von der Arbeit nach Hause kommen. Die Kinder erhalten dort Mahlzeiten, Hilfe bei den Hausaufgaben und es gibt Ferienlager.
Solche Jugendzentren sind in Israel recht verbreitet und wichtig für ein stabiles soziales Leben, da in vielen Haushalten beide Elternteile Vollzeit arbeiten. Ohne das neue Jugendzentrum werden kaum Familien nach Be’eri zurückkehren. In Be’eri finanziert der deutsche Zweig der ICEJ außerdem ein therapeutisches Rehabilitations- und Begegnungszentrum (siehe Seite 13).
Im Kibbuz Urim hilft die ICEJ, eine Tiertherapie-Farm aufzubauen. Drei Therapiepferde haben wir bereits für die Ranch gespendet und Reitstunden für zahlreiche israelische Kinder gesponsert, die dringend eine Traumabehandlung benötigen. Jetzt soll die Farm um einen kleinen Streichelzoo erweitert werden.
Schon vor Jahrzehnten hatte einer der Kibbuz-Gründer, der heute 97-jährige Yoel Zeigler, eine kleine „Tier-Ecke“ gegründet. Diese baufällige Tier-Ecke wird mit Unterstützung unserer Spender umfassend renoviert und erweitert. Den Kindern der Region, die bereits vor der Terrorinvasion am 7. Oktober unter dem seit zwei Jahrzehnten andauernden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen gelitten haben, soll dort eine tierbasierte Traumabehandlung ermöglicht werden.
Der Streichelzoo wird viele menschenfreundliche Tiere beherbergen und verschiedene Bereiche für Therapiesitzungen. Zusammen mit der Therapiepferde-Ranch nebenan verspricht dies ein sehr beliebter und heilender Ort für die Kinder des westlichen Negev zu werden.
Weiter südlich arbeitet die ICEJ mit einer brandneuen Landwirtschaftsschule in Sde Nitzan zusammen. Die Schule wurde kurz nach dem 7. Oktober ins Leben gerufen, als die Gründer miterlebten, wie Schüler aus ganz Israel als freiwillige Helfer anreisten, um bei der Ernte zu helfen – während wenige Kilometer entfernt im Gazastreifen gekämpft wurde.
Daraus entstand die Vision, ein Internat zu gründen, in dem landwirtschaftliche Methoden und Techniken in den Schulplan integriert sind. Damit hofft man, die Liebe der jungen Menschen zum Land und zur Region zu stärken – damit sie sich später vielleicht in dieser Gegend niederlassen und beim Aufbau des Landes helfen.
Derzeit besuchen 27 Jugendliche das Internat. Die ICEJ finanziert der Schule ein großes neues Gewächshaus, das als Hauptunterrichtsraum dienen soll. Dort können die Schüler bewährte Anbautechniken erlernen und neue Experimente durchführen, um die Qualität und den Ertrag zu steigern.
So wie Nehemia das Volk Israel beim Wiederaufbau der zerstörten Mauern Jerusalems anführte, ist es für Christen an der Zeit, beim Wiederaufbau der zerstörten israelischen Gemeinden an der Grenze zum Gazastreifen zu helfen. Der Prophet Jesaja sah eine Zeit voraus, in der gottesfürchtige Heiden an solchen Bemühungen beteiligt sein würden: „Fremde werden deine Mauern bauen“, heißt es in Jesaja 60,10.
Dies ist eine einzigartige Zeit für die Christliche Botschaft. Noch nie haben wir so viele große Bauprojekte auf einmal in Angriff genommen. Ein Teil der Finanzierung ist bereits von großzügigen Christen aus aller Welt eingegangen. Wir vertrauen Gott, dass er auch für die noch ausstehenden Finanzen sorgt. Die Not ist groß und es bietet sich uns jetzt eine außergewöhnliche Gelegenheit, Israel zu segnen und zu trösten. Die Israelis wissen es sehr zu schätzen, dass Christen ihnen in der Stunde der Not zur Seite stehen.
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