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Als die Hamas am 7. Oktober 2023 rund 1.200 Israelis ermordete und 250 Menschen verschleppte, traf es den Kibbuz Be’eri besonders hart – obwohl man sich gerade hier stets für die Menschen im Gazastreifen eingesetzt hatte. Gemeinsam mit Be’eri wurde die Illusion der Friedensaktivisten zerstört.
Ein Kibbuz der Friedensbewegung, eines von vielen an der Grenze zum Gazastreifen. Hier lebten Idealisten. Die Bewohner galten als regierungskritisch und kämpften offensiv für palästinensische Anliegen – obwohl ihr Kibbuz vom Gazastreifen aus schon vor dem 7. Oktober immer wieder mit Raketen beschossen wurden.
Die Kibbuz-Bewohner waren im Gazastreifen für ihre Hilfsbereitschaft bekannt. Einmal pro Woche brachten palästinensische Nachbarn kranke Kinder zur Grenze, wo sie von Bewohnern aus Be’eri abgeholt und zu israelischen Ärzten gebracht wurden. Viele Gaza-Bewohner arbeiteten mit Sondergenehmigung auf israelischer Seite, Hand in Hand mit den Kibbuzniks und zu gleichen Konditionen. Man feierte gemeinsam. Es gab einen Hilfsfonds für bedürftige Gaza-Bewohner. Nebenher organisierten die Friedensaktivisten pro-palästinensische Ausstellungen und Demonstrationen.
Als am 7. Oktober die Hamas über den friedliebenden Kibbuz herfiel, waren auch „Freunde“ unter den Terroristen. Palästinensische Nachbarn, deren Kinder man zum Arzt gebracht hatte, erwiesen sich als Verräter und Mörder. Die Terroristen gingen nun von Haus zu Haus, vergewaltigten, schnitten Köpfe und Gliedmaße ab, folterten und ermordeten über 100 unbewaffnete Zivilisten auf grausamste Weise. Zu den Ermordeten gehörte die international bekannte Friedensaktivistin Vivian Silver, die einst in Deutschland einen Friedenspreis erhalten hatte. Man fand nur noch ihre Zähne in einem Haufen Asche.
Es ist ein Muster, das sich immer wieder in der Historie des jüdischen Volks findet. Vermeintliche Freunde und Nachbarn schließen sich den Mördern und Plünderern an. Kein Volk der Welt hat häufiger und schmerzhafter Verrat erfahren, als das jüdische Volk, Gottes Volk.
Die Bewohner von Be’eri wollen trotzdem einen neuen Anfang wagen. Der Kibbuz soll wieder aufgebaut werden, schöner und friedlicher als zuvor. Doch einfach wird es nicht. Zu tief sind die körperlichen und seelischen Verletzungen. Deshalb gehört ein therapeutisches Rehabilitations- und Begegnungszentren zu den ersten Bauprojekten. Der deutsche Zweig der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem hat die Finanzierung des Zwei-Millionen-Projekts zugesagt. Wir informieren in jedem „Wort aus Jerusalem“ über den aktuellen Spendenstand.
Dass bei der Traumabewältigung gerade Christen aus Deutschland helfen, aus einer Nation, die mehr Leid und Tod über Juden gebracht hat, als jede andere – darin steckt für viele Israelis eine bewegende Botschaft: Gott kann selbst den größten Hass, die größte Feindschaft, in Freundschaft verwandeln. Es gibt Hoffnung, lautet die Botschaft. Und gerade diese Hoffnung brauchen die Menschen in Israel, um trotz Trauer und Schmerz wieder aufzustehen. Um weiterzuleben.
Bitte unterstützen Sie den Bau des therapeutischen Rehabilitations- und Begegnungszentrums. Bitte geben Sie als Verwendungszweck Wiederaufbau Be’eri an. Herzlichen Dank!
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