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Game over in Europa?

Juden packen ihre Koffer - weil sie in Europa nicht mehr frei und sicher leben können
Karin Lorenz, Redaktionsleitung
Zwei Männer und zwei Frauen schieben Wägen mit aufeinandergestapelten Koffern durch den Flughafen. Auf den Koffern sitzen zwei Kinder, ein weiteres Kind läuft nebenher.

Juden packen ihre Koffer. Immer mehr französische, britische und auch deutsche Juden wandern aus nach Israel – nicht aus religiösen Gründen, sondern weil sie in Europa als Juden nicht mehr frei und sicher leben können.

Letztlich sind es Flüchtlinge. Doch über sie hört man nichts in unserer Politik und in den Medien. Das muss sich ändern.

Der ehemalige Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses, Pierre Besnainou, fasste die Zukunft der Juden in Europa in zwei Worten zusammen: „Game over“ – es ist vorbei.

Die Rückkehr der Juden nach Israel erfüllt uralte biblische Prophezeiungen. Aber die Rolle, die unsere Politik und Gesellschaft dabei spielt, ist traurig und beschämend.

Es ist nicht leicht, Karriere, Freunde und die vertraute Umgebung zurückzulassen, um neu anzufangen in einem Land, das sich mitten im Krieg befindet und dessen Sprache man nicht beherrscht. Schon daran sieht man, wie groß der Leidensdruck der auswanderungswilligen Juden sein muss.

Wir unterstützen die Neueinwanderer deshalb bestmöglich bei der Integration. Mit unserem Alijah-Programm sponsern wir nicht nur Flüge, sondern ermöglichen auch berufliche Eingliederungsprogramme und Sprachunterricht. Danke, dass Sie dies mit Ihren Spenden möglich machen. Für die jüdischen Familien ist es ein großer Trost zu erleben, dass es Christen gibt, die an ihrer Seite stehen.

Und natürlich setzen wir uns auch in unserem Land weiter für Israel und unsere jüdischen Geschwister ein.

(Foto: Französische Juden auf dem Weg in ein neues Leben in Israel)

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