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„Dreimal im Jahr sollen alle deine Männer vor dem Herrn, deinem Gott, an dem Ort erscheinen, den er erwählt: zum Fest der ungesäuerten Brote, zum Wochenfest und zum Laubhüttenfest; und sie sollen nicht mit leeren Händen vor dem Herrn erscheinen.“ (5. Mose 16,16)
nach dem hebräischen Kalender hat gerade der Monat Tischri begonnen. Dies ist ein ganz besonderer Monat, da wir den Beginn einer neuen Jahreszeit nach Gottes Zeitplan feiern – das jüdische Neujahr und die Hohen Feiertage im Herbst. Dies ist eine wirklich einzigartige Zeit, um unsere Herzen auf Sein Wort auszurichten.
Die Herbstfeiertage beginnen mit dem Posaunenfest, auch Jom Teruah oder Rosch Haschana genannt. Der Ton des Schofars soll die Seele erwecken und ruft dazu auf, Buße zu tun und unsere Herzen darauf vorzubereiten, vor dem Herrn zu erscheinen.
Der Ton des Schofars gilt aber auch unserer Stimme: Haben wir den Mut, für die Wahrheit und Gerechtigkeit zu sprechen, dem jüdischen Volk beizustehen und Trost zuzusprechen, wie es die Schrift gebietet (Jesaja 40,1-2; Römer 11,30-31)? Für Jeschua-Gläubigen weist der Schofar auch auf den Tag hin, an dem die letzte Posaune bei der Wiederkunft Jesu, des gerechten Richters, ertönen wird. Dann wird jeder von uns Rechenschaft ablegen müssen, ob wir wirklich an Jesus geglaubt und ein Leben im Glauben und Gehorsam geführt haben. Auch die Nationen werden gerichtet werden – wie sie das jüdische Volk und die Nation Israel behandelt haben (Matthäus 25,3).
Darauf folgen die „Zehn Tage der Ehrfurcht“, eine Zeit der Besinnung und Buße, die zum Versöhnungstag Jom Kippur führt, dem heiligsten Tag des Jahres für Israel. An diesem Tag betrat der Hohepriester das Allerheiligste, um für das Volk Sühne zu leisten, was auf das ultimative Opfer von Jeschua, unserem Messias, hinweist.
Für Gläubige offenbart Jom Kippur sowohl die Schwere der Sünde als auch die Tiefe der Barmherzigkeit Gottes, während wir uns über die vollständige Vergebung freuen, die wir durch das Blut Jesu haben. Dieser Tag ruft uns dazu auf, uns vor dem Herrn zu demütigen, in Buße, Versöhnung und erneuerter Hingabe zu wandeln (3. Mose 23,26-32). Jom Kippur fällt dieses Jahr auf Mittwoch, den 1. Oktober – unseren weltweiten Jesaja-62-Gebetstag.
Der Zyklus gipfelt im Laubhüttenfest (Sukkot), einer Woche der Freude und des Feierns, die auch an die Zeit erinnert, als Gott für Israel sorgte, als es durch die Wüste zog und in Hütten wohnte. Prophetisch weist es auf die Wohnung Gottes bei seinem Volk hin. Gottes Gegenwart ist bereits durch die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist bei uns und wird eines Tages die Erde bedecken wie das Wasser das Meer (Jesaja 11,9). Wenn Jesus in Jerusalem regiert, werden wir erleben, wie alle Nationen nach Jerusalem kommen, um ihn anzubeten (3. Mose 23,33-44; Sacharja 14,16).
In der Tat erinnert uns Sukkot an unsere Abhängigkeit von Gott, unsere Identität als Pilger auf dieser Erde und das Versprechen Seines kommenden Reiches.
Zusammen malen die Herbstfeste ein prophetisches Bild: Die Posaune des Erwachens, die Reinigung durch Versöhnung und die Freude, mit Gott zu wohnen. Sie sind Schatten der Geschichte Israels, aber auch zukünftige Wegweiser, die uns in Gottes Erlösungsplan verankern. Sie laden uns ein, mit Dringlichkeit, Dankbarkeit und Hoffnung zu leben, ein Volk zu sein, das wachsam und wartend gefunden wird, mit Herzen, die voller Vorfreude für die Rückkehr des Messias bereit sind (2. Korinther 5,1-8).
Shana Tovah – ein gutes neues Jahr – und Shalom aus Jerusalem,
Joshua Gooding
Internationaler Gebetskoordinator der ICEJ
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