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Von den Steppen Zentralasiens bis zu den ummauerten Städten Chinas und den nebelverhangenen Hügeln Indiens – die israelitischen Stämme wurden bis in die entlegensten Winkel dieser riesigen Region zerstreut. Doch jetzt neigt sich dieses Exil im Osten dem Ende zu.
Wenn man sich eine Karte der alten Seidenstraße ansieht, erkennt man die ausgetretenen Pfade uralter Handelswege. Aus biblischer Sicht sieht man jedoch noch mehr: Den Weg, den Israel ins Exil gehen mussten. Und die prophetisch angekündigte Rückkehr. Es ist ein modernes Wunder – bei dem die ICEJ eine Schlüsselrolle spielen darf.
Was hier geschieht, ist keine gewöhnliche Migrationsgeschichte, sondern die wortgenaue Erfüllung der Heiligen Schrift: Die von Gott in der Bibel angekündigte Alijah (heb. Wort für jüdische Rückkehr nach Israel) des jüdischen Volks.
Als Jesaja verkündete, Gott würde sein Volk „aus dem Osten bringen“ (Jesaja 43,5) und sie aus dem „Land Sinim“ (China) sammeln (Jesaja 49,12), sprach er von den Ereignissen, die wir in unserer Zeit erleben. Die Prophezeiung über die Verlorenen „im Land Assyrien“ (Jesaja 27,13) bezieht sich auf Gemeinschaften wie die Bnei Menashe, deren Exil mit der assyrischen Eroberung vor 2.700 Jahren begann.
Die Alijah-Unterstützung wurde für die ICEJ nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu einem neuen wichtigen Schwerpunkt, als sich für Juden aus diesen Ländern die Türen öffneten. 1998 begannen wir, den Juden in Zentralasien zu helfen. Als sich China ein Stück weit öffnete, halfen wir der alten chinesisch-jüdischen Gemeinde, ermöglichten im Jahr 2000 erstmals einer Familie aus Kaifeng die Alijah. Dies waren nicht nur logistische Erfolge, sondern Momente tiefgreifender biblischer Bedeutung.
Eine besondere Rolle spielt dabei die Rückkehr der Bnei Menashe. Diese sehr arme jüdische Gemeinschaft blieb dem Gott Israels und ihren jüdischen Traditionen treu über 27 Jahrhunderte und Tausende Kilometer hinweg. Von Assyrien über Persien bis nach China und Indien hielten sie den Schabbat, lehnten unreine Speisen ab und sangen ein uraltes Lied, das unverkennbar an den Exodus erinnert.
Als die ICEJ 2012 begann, ihre Flüge zu finanzieren, wurden wir Teil eines von Gott angekündigten biblischen Wunders. Wir haben bis heute dazu beigetragen, über 1.300 Juden dieser Gemeinschaft zurück nach Israel zu bringen.
Es gab in den letzten Jahren viele Schwierigkeiten und Verzögerungen. Doch nun ist ein weiterer bemerkenswerter Moment gekommen – die vermutlich letzte Phase der Rückkehr dieser jüdischen Gemeinschaft. Ende letzten Jahres startete die israelische Regierung die Operation „Flügel der Morgenröte“, die es ermöglichen soll, bis zirka 2030 jeden noch verbliebenen Bnei Menashe nach Israel zu holen. Aktuell warten noch etwa 5.800 Mitglieder der Gemeinschaft auf ihre Alijah.
Trotz dieses vom israelischen Staat initiierten Rückkehrprogramms bleibt die Unterstützung durch Christen unverzichtbar. Unsere Herausforderung besteht nun darin, die Alijah-Flüge zu sponsern und bei der Bewältigung der hohen Integrationskosten und individuellen Herausforderungen zu helfen. 2026 werden mit mehreren Flügen vermutlich insgesamt rund 1.200 Bnei Menashe eintreffen. Die ICEJ kann aktuell rund 100 Alijah-Flüge sponsern.
Die Alijah aus dem Osten nähert sich damit ihrem von Gott bestimmten Ende.
„Ich habe Erbarmen mit ihnen und lasse sie in ihr Land zurückkehren; es soll alles wieder wie früher sein, als ob ich sie nie verstoßen hätte. Denn ich, der HERR, bin ihr Gott und höre ihren Hilferuf.“ (Sacharja 10,6).
Gott schenkt uns die Möglichkeit, Teil dieser Prophezeiung zu sein!
Auszug aus dem Wort aus Jerusalem: "Zion: Segen oder Ärgernis?"
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