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Der Solidaritätsbesuch führte die deutschsprachige Projektreisegruppe auch nach Be’eri, wo der deutsche Zweig der ICEJ ein Therapeutisches Rehabilitations- und Begegnungszentrum finanziert.
Der Pfad, der zum Haus führt, ist verwildert. Unkraut wuchert, dazwischen liegen Scherben. An einem verkohlten Balken auf der Veranda hängt ein großes Banner. Es zeigt das Foto einer älteren Dame, die in diesem Häuschen gelebt hat, ehe am 7. Oktober 2023 hunderte Terroristen aus dem Gazastreifen über Be’eri herfielen und die Bewohnerin abschlachteten.
Yarden und Niv, beide in Be’eri aufgewachsen, führen die deutschsprachige Reisegruppe durch den Kibbuz. „Es war ein Paradies“, sind sie sich einig. „Jeder wollte hier wohnen“, erinnert sich Yarden, „es gab immer zu wenig Häuschen.“ Seine Großeltern gehörten in den 40er Jahren zu den Gründern des Kibbuz. Be’eri entstand schon vor der Staatsgründung Israels.
Die Sonne scheint, überall zwitschern Vögel, in den Vorgärten blühen farbenprächtige Blumen. Doch die Überreste der Häuser zeugen vom Grauen, das sich an diesem idyllischen Ort ereignet hat. Einschlusslöcher an den Mauern, zerborstene Scheiben, aufgesprengte Türen. Im Inneren der Häuser, wenn sie nicht ausgebrannt sind: Aufgerissene Schränke, herausgerissenes Inventar. Denn nach den Mördern kamen die Plünderer – ein Mob aus dem Gazastreifen, nicht weniger hasserfüllt als die Terroristen, darunter Mütter, die ihre Kinder mitbrachten, um sie mit Spielzeug der ermordeten jüdischen Kinder zu „beschenken“.
In Be’eri lebten viele Friedensaktivisten, Israelis, die sich für die Menschen im Gazastreifen engagierten. Die Terroristen kümmerte es nicht. Denn Islamisten interessieren sich nicht für Frieden. Ihr Ziel ist es, Juden auszurotten, in Israel und weltweit. Sie sagen es selbst ganz offen. Und sie meinen, was sie sagen.
Yardens Bruder starb am Tag des Massakers. Sieben Stunden lang versuchte er, den Kibbuz gegen die schwer bewaffneten Terroristen zu verteidigen. „Er hat Hunderten das Leben gerettet“, weiß Yarden. „Er war ein Held bis zum letzten Atemzug.“
Die Überlebenden des Kibbuz wurden evakuiert. Manche leben bis heute in provisorischen Unterkünften oder kleinen Hotelzimmern. Yarden gehörte zu den Ersten, die in den zerstörten Kibbuz zurückkehrten. Er fühlt eine Verpflichtung, Be’eri wieder aufzubauen und neues Leben möglich zu machen: „Ich bin mir sicher, dass ist es, was sich mein Bruder wünschen würde.“
Gemeinsam mit anderen Pionieren will Yarden den Ort wieder in ein Paradies für Familien verwandeln, schöner und größer als zuvor: „Es ist jetzt unsere Aufgabe“, glaubt Yarden: „So wie unsere Großeltern das für uns getan haben. Es ist unsere Art, den Krieg zu gewinnen.“
Tipp: Ein Interview mit Yarden und ICEJ-Jugendreferentin Melina Strecker finden Sie auf dem Instagram-Account der ICEJ-Jugendorganisation ARISE.
Be’eri wird wieder aufgebaut. Zu den wichtigsten Projekten gehört ein Therapeutisches Rehabilitations- und Begegnungszentrum, generationenübergreifend, inklusive Apartments für betreutes Wohnen. Auch Sport und Kultur sind vorgesehen. Die Kosten: ca. zwei Millionen Euro. Der deutsche Zweig der ICEJ übernimmt die Finanzierung.
Bitte unterstützen Sie den Bau des Therapeutischen Rehabilitations- und Begegnungszentrums: Verwendungszweck Wiederaufbau Be’eri. Herzlichen Dank!
Am 7. Oktober 2023 ermordete die Hamas über 1.200 Menschen und entführte 251 Männer, Frauen und Kinder in den Gazastreifen. Be’eri gehörte zu den besonders betroffenen Ortschaften. 340 Terroristen drangen in den Kibbuz ein und ermordeten rund 130 Menschen auf bestialische Weise, selbst Säuglinge gehörten zu den Opfern. 30 Bewohner wurden entführt.
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