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Nach zwei Jahren Reisepause ist die erste deutsche ICEJ-Gruppe im Mai nach Israel gereist, um ihre Solidarität zu zeigen und Projekte der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) im Land zu besuchen. Es war wunderbar, wieder durch das Land zu reisen! Die vielen guten Begegnungen mit Israelis und ICEJ-Mitarbeitern waren besonders wertvoll.
Unsere ereignisreiche Reise begann in einer Oase der Ruhe am See Genezareth, im Pilgerhaus Tabgha mit Zugang zu dem See, an dem Jesus einige Jahre seines Lebens verbracht hat. Wir erkundeten Kapernaum, Petrus‘ Heimatstadt, und den Berg der Seligpreisungen, der an Jesus‘ wohl berühmteste Lehre, die Bergpredigt, erinnert. Gemeinsam mit christlichen Gruppen aus Nigeria und Ecuador machten wir eine Bootsfahrt auf dem See Genezareth. Mit Lobpreismusik wurde das Schiff schnell in ein „Partyboot für Jesus“ umfunktioniert. Vom Berg Bental auf dem Golan schauten wir nach Syrien und zum Libanon hinüber und genossen drusisches Essen. „Dass die Schutzbunker so nah, nur etwa 2,5 km von der libanesischen Grenze entfernt stehen, war mir nicht bewusst“, erklärte Gudrun Bächer bei unserem ersten Projektbesuch im Norden (siehe S. 16).
Im Freilichtmuseum in Nazareth wurde das biblische Leben zur Zeit Jesu lebendig. „Im Nazareth Village sind sie mit ganzem Herzen dabei, schauspielerisch das Leben von früher darzustellen, man konnte sich gut vorstellen, wie Jesus gelebt hat“, sagte Tina Schmidt. Jutta Fischer stimmte zu: „Nazareth war wunderschön. In einer Zeit zu leben, in der sich biblische Verheißungen erfüllen, ist wunderbar.“ Thorsten Schneider freute sich, dass auch die Botschaft Jesu weitergegeben wurde: „Es war eine sehr evangelistische Führung.“
Einer der Höhepunkte der Reise war die Begegnung mit Bewohnern unseres Heimes für bedürftige Holocaustüber-lebende in Haifa (siehe S. 15). „Holocaustüberlebende zu treffen berührt tief im Herzen“, meinte Helena Vertnik (ICEJ-Deutschland) dankbar. „Die Physiotherapeutin sagte: Wir sind verlängerte Arme Gottes, um Gutes zu tun und die Holocaustüberlebenden für ihn zu umarmen“, erinnerte sich Renate Amling. „Diese Liebe zu den Menschen finde ich beeindruckend“, ergänzte Heike Heinke. „Die Projekte zu sehen war toll, wir trafen alle Altersgruppen: Kinder bei den Schutzbunkern, wir waren im Altersheim, die ganze Spannbreite.“ „Die ICEJ-Mitarbeiter vor Ort sind unsere Hände und Füße und repräsentieren so sehr Gottes Liebe. Das beeindruckt mich. Ich spüre, dass mit Gebet gearbeitet wird“, sagte Susanne Deichtmann. „Ich bin total begeistert, wie ihr als ICEJ-Team so freundlich empfangen werdet, mit tiefer Verbundenheit. Ihr seid so wertgeschätzt“, freute sich Walter Deichtmann.
In Jerusalem waren wir im jüdischen Viertel der Altstadt nur wenige Gehminuten von der Klagemauer entfernt untergebracht. „Es war ganz besonders, hier in der Altstadt zu sein, immer waren andere Leute an der Klagemauer. Am Schabbat war es noch mal anders als an den Wochentagen“, staunte Erwin Schmidt. Mit unserem Reiseführer Eitan erkundeten wir die Stadt Davids und wateten durch das Wasser des Hiskia-Tunnels, liefen durch die Gassen in den unterschiedlichen Vierteln der Altstadt, ließen das bunte Treiben auf uns wirken, besuchten heilige Stätten und feierten Abendmahl beim Gartengrab.
Auf dem Ölberg besuchten wir ein Archäologie-Projekt und durchsiebten Erdaushub vom Tempelberg. 1999 hatte die islamische Waqf-Behörde, der die muslimischen Heiligen Stätten auf dem Tempelberg unterstehen, beim ungenehmigten Ausbau einer riesigen unterirdischen Moschee tausende Tonnen archäologischen Schutt vom Tempelberg auf einer Müllkippe im Kidrontal abladen lassen. Auf der Suche nach interessanten Fundstücken fanden wir Tonscherben, Mosaiksteine, verrostete Metallstückchen und Knochenreste aus 3500 Jahren Geschichte, wie uns der Archäologe vor Ort erläuterte. Betroffen machte der Besuch der internationalen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, wo wir von Sari Granitza, Direktorin der Christlichen Freunde Yad Vashems, empfangen wurden. Anschließend durften wir an einem Seminar über Antisemitismus damals und heute teilnehmen und erhielten eine Führung durch die Sonderausstellung über Fotografie im Holocaust. „Yad Vashem war einfach erschütternd, jede deutsche Schulklasse müsste da mal hin, ins Seminar und in die Ausstellung“, meinte Jutta Fischer.

Ein weiteres Projekt-Highlight war die Mithilfe bei der Essensausgabe an Bedürftige in Rischon Le Zion. „Es war zwar körperlich anstrengend, aber es macht große Freude, Bedürftigen praktisch helfen zu können“, war die einhellige Meinung in der Gruppe. „Die Reise war eine richtig gute Mischung: Besuche von touristischen Stätten und Projekten. Bei der Lebensmittelverteilung durften wir sogar selbst mit anpacken“, sagte Thorsten Schneider. „Wir haben dabei 500 Familien geholfen“, freute sich Erika Schneider. In Kiryat Gat konnten wir ein wenig in die Kultur der jüdischen Einwanderer aus Äthiopien eintauchen, indem wir eine Äthiopische Kaffeezeremonie erlebten und äthiopische Tänze ausprobierten. „Vom Traum der äthiopischen Juden zu hören, nach Jerusalem zurückzukommen, fand ich gut!“, sagte Gudrun Bücher. „Es war wertvoll, das Landdurch Begegnungen mit den Menschen vor Ort zu erleben. Wo wir auch hinkamen, überall trafen wir auf Begeisterung und Leute, die von ihrem Einsatz überzeugt sind, das hat mich berührt“, meinte Angela Stuntebeck.
Wer ein Menschenleben rettet, rettet eine ganze Welt, lehrt der Talmud. Was ist die tiefere Bedeutung dahinter? Gedanken über Leben und Tod, Sterbehilfe, Terror und Toleranz aus jüdischer Sicht.
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Am 27. Januar jährte sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zum 81. Mal. Weltweit wurde an die sechs Millionen jüdischen Opfer der Schoah erinnert. Der Holocaust-Gedenktag ist unseren Heimbewohnern sehr wichtig.
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Rena Quint wird im Dezember 1935 in der polnischen Stadt Piotrkow geboren. Mit dem Einmarsch der Deutschen beginnt für ihre Familie die Katastrophe.
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Dieser Ort ist mehr als ein einfacher Hügel. Er wurde nachTheodor Herzl (1860 – 1904) benannt, dem Wegbereiter und Visionär des modernen Staates
Israel.
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