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Das Finale unserer ICEJ Schultour mit der Schoah-Überlebenden Eva Erben bildete unsere abschließende Schülerbegegnung am 27. Januar in Kooperation mit dem SCORA-Projekt des Regierungspräsidiums Stuttgart.
In seiner Rede begrüßte Gottfried Bühler, 1. Vorsitzender der ICEJ Deutschland die anwesenden Schulen des SCORA-Projekts (Schools Opposing Racism and Antisemitism – „Schulen gegen Rassismus und Antisemitismus“). „Ich bin davon überzeugt, dass Zeitzeugengespräche wie heute einen enormen Beitrag dazu leisten, den modernen Erscheinungsformen des Antisemitismus wie hauptsächlich Anti-Israelismus wirksam entgegenzutreten“, sagte Bühler. 20 verschiedene Schulen im Regierungsbezirk Stuttgart sprechen im Zuge dieses Programms über die Vergangenheit, reflektieren eigene Wertehaltungen und bauen Brücken, u.a. mithilfe eines deutsch-israelischen Schüleraustausches. „Als ich Frau Erben bei der ICEJ-Holocaustgedenkfeier vor einem Jahr per Videoschaltung erlebte, hegte ich bereits den heimlichen Wunsch, sie eines Tages persönlich mit den SCORA- Schulen in Kontakt zu bringen“, berichtete Claudia Rugart, Abteilungspräsidentin für Schule und Bildung am Regierungspräsidium Stuttgart. „Dass sich dieser Wunsch in diesem Ausmaß erfüllen würde, hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Heute sind wir mit 2.100 Schüler das größte Klassenzimmer in Stuttgart.“
Die aus Israel angereiste Zeitzeugin Eva Erben war überwältigt, als sie sich am internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts so vielen interessierten deutschen Schülern im größten Saal der Stuttgarter Liederhalle gegenübersah. „Ich danke euch im Namen von sechs Millionen Juden für euer Kommen“, zeigte sich die 92-Jährige sichtlich bewegt. Schüler des EBELU-Musikgymnasiums Stuttgart umrahmten den Begegnungsmorgen mit exzellenten musikalischen Beiträgen.
Alle lauschten gebannt, als Eva im Inter-view-Format mit Günther Jauch ihre unglaubliche Lebensgeschichte erzählte. Im darauffolgenden Schülergespräch betonte sie auch die Bedeutung Israels als Lebensversicherung aller Juden weltweit. Angesichts oftmals verzerrter Berichterstattung über den jüdischen Staat in den sozialen Medien, ermutigte sie die Jugendlichen: „Kommt einmal nach Israel und seht selbst!“ Abschließend unterstrich sie: „Was ich euch mitgeben will, ist die Stärke, „Nein!“ zu sagen, wenn ihr Antisemitismus begegnet.“ Ein randvoller Saal junger Menschen verabschiedete die Überlebende mit Standing Ovations. Bitte beten Sie mit uns, dass die zahlreichen Begegnungen mit Eva Erben im Leben der Jugendlichen nachwirken und sie dazu ermutigen, in ihrem Umfeld einen Unterschied zu machen – für das jüdische Volk und für Israel.
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