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Vilnius in Litauen galt einst als „Jerusalem des Nordens“. Hier finden nun Intensivseminare statt für europäische Juden, die nach Israel auswandern möchten.
Im September fanden sich 86 russischsprachige Juden aus ganz Europa zum Alijah-Vorbereitungskurs in Vilnius ein, organisiert von der Jewish Agency for Israel, der langjährigen Partnerin der ICEJ. Im Seminar spiegelte sich die aktuelle Realität des „westlichen Judentums“ wider. Es gab Teilnehmer aus Lettland und Litauen, wo einst blühende jüdische Gemeinden nun mit schwindenden Mitgliederzahlen zu kämpfen haben. Ukrainische Juden, finnische und estnische Familien – alle vereint durch die gemeinsame Überzeugung, dass es Zeit sei, „nach Hause zu gehen“.
Auch aus Deutschland waren jüdische Familien angereist, weil sie in Israel ein neues Leben beginnen möchten. Wie Alon Kogan aus Offenbach. Er entschied sich bereits vor längerer Zeit, „Alijah zu machen“, wie die jüdische Rückkehr auf Hebräisch genannt wird.
In den Gesprächen während des viertägigen Seminars wurde auch deutlich, wie wichtig Israel für Juden weltweit ist – als sicherer Zufluchtsort vor Judenhass. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit dem 7. Oktober 2023, dem Tag des Terrorüberfalls der Hamas auf Israel, haben über 60.000 Juden den Alijah-Prozess begonnen. In Frankreich, wo es bereits 2024 einen starken Anstieg an Alijah-Anträgen gegeben hat, kam es 2025 zu einem weiteren Anstieg um 50 Prozent. Aktuelle Studien ergeben, dass 38 Prozent der französischen Juden – rund 200.000 Menschen – eine Auswanderung nach Israel in Erwägung ziehen.
Hinter jeder Zahl der Statistik stehen Familien wie Alons Familie aus Marseille. „Ich möchte meine zukünftigen Kinder an einem Ort aufwachsen lassen, an dem sie ohne Angst und Gefahr stolz sein können auf ihre jüdische Identität“, sagt Alison.
Die ICEJ unterstützt die Jewish Agency seit mehr als zwei Jahrzehnten – auch bei der aktuellen Alijah-Welle. Zu den Projekten, die wir unterstützen, gehört das Naale-Programm, ein Alijah-Angebot speziell für Jugendliche und junge Erwachsene, die ohne Eltern nach Israel kommen. Sie erhalten die Möglichkeit, in Israel ihre schulische Ausbildung oder ihr Studium zu beenden. 90 Prozent der Naale-Absolventen bleiben anschließend dauerhaft im jüdischen Staat. So wie Talia, ein junger Student aus Frankfurt. „Meine Großeltern flohen in den 1930er-Jahren aus Deutschland. Meine Eltern entdeckten nun neu in Deutschland ihren jüdischen Glauben und ich werde ihn nun frei und offen in Israel leben“, erzählt Talia.
In den baltischen Staaten bietet die ICEJ außerdem regelmäßig Jugend-Alijah-Camps an, in denen die Liebe zu den jüdischen Wurzeln geweckt und Israels Geschichte lebendig wird.
Israel steht nun jedoch vor einer beispiellosen Herausforderung, ausgelöst durch den nicht endenden Antisemitismus gegen Juden weltweit. Der Vorsitzende der Jewish Agency, Doron Almog, prognostiziert, dass Israel in den kommenden Jahren eine Million neue Einwanderer aufnehmen werde müssen. Die Finanzierungsbedarfe für Flüge und Integrationsprogramme sind enorm und für Israel kaum zu bewältigen. Derzeit unterstützt die ICEJ deshalb etwa 12 Prozent aller Olim (Neueinwanderer). Aber die Alijah-Welle wächst.
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Seit über 40 Jahren überzieht das iranische Mullah-Regime die Welt mit Terror, kündigt die Auslöschung des jüdischen Volks an, unterdrückt und massakriert das eigene Volk.
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