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Kürzlich durften wir Galina Voloshin als neuste Bewohnerin in unserem Haifa-Heim für Holocaustüberlebende begrüßen. Sie erzählte dem ICEJ-Team ihre Überlebensgeschichte.
Galina wurde 1936 in Ushomir geboren, einem kleinen jüdischen Dorf in der Nähe von Kiew. Als im Juni 1941 der Zweite Weltkrieg die Ukraine erreichte, wurde Galinas Vater einberufen. Sie sah ihn nie wieder. Die Familie erhielt nur noch einen Brief von ihm, in dem er Galinas Mutter aufforderte, für sich und die Kinder zu sorgen.
Galinas Mutter floh mit Galina, ihrer Schwester und der Großmutter vor den deutschen Truppen. Sie fuhren auf einem offenen Wagen, ringsherum heulten die Sirenen und Hunde bellten. Ihr Ziel war Stalingrad, wo sie mehrere Monate unter ärmsten Bedingungen ausharrten. Galinas Großmutter und ihre kleine Schwester starben. Als der Feind 1942 heranrückte, flohen sie erneut und erreichten zu Herbstbeginn den Ural. Es wurde bitterkalt. Sie fanden nur einen Stall als Unterkunft.
Nach dem Krieg kehrten Galina und ihre Mutter in die Ukraine zurück. Galina wurde Ingenieurin. Doch in jenen Jahren war der Antisemitismus weit verbreitet in der Ukraine, erzählt Galina. Sie schrieb ein Buch – und wurde vom Verlag nicht als Autorin genannt, weil ihr Nachname „jüdisch“ klang. 1997, mit 61 Jahren, wagte Galina die Alijah (Einwanderung nach Israel) – zusammen mit ihrer 80-jährigen Mutter. Galina kümmerte sich um die Seniorin und half ehrenamtlich anderen sowjetisch-jüdischen Einwanderern. Für ihren Einsatz erhielt sie zahlreiche Ehrungen und Urkunden.
Galina zog im Juni 2023 in unser Heim für Holocaustüberlebende und ist sehr glücklich, hier zu leben. „Ich habe mich sofort zuhause gefühlt", schließt Galina ihren Bericht.
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