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Verstärkte Einwanderung von Juden aus aller Welt

Verstärkte Einwanderung von Juden aus aller Welt

Die ICEJ unterstützt die Alijah
Laurina Driesse
eine Gruppe von jungen Menschen auf einer mit Schnee bedeckten Fläche. Sie halten eine Ukraine Fahne

Seit über 40 Jahren folgt die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem dem Aufruf Gottes, ihm beim Sammeln jüdischer Menschen im Land ihrer Väter zu helfen. Wir glauben, dass es mit der „Hand Gottes“ zu tun hat (nach Jesaja 49,22), die sich an die Völker richtet, Israel konkret darin zu unterstützen, dass es nach langem Exil wiederhergestellt wird –  in Übereinstimmung mit seinem Versprechen. Die ICEJ half bisher über 170.000 Juden aus der ganzen Welt bei der Alijah (Rückkehr) nach Israel. Zusätzlich unterstützten wir Zehntausende jüdischer Einwanderer dabei, ein Zuhause im Land ihrer Väter zu finden.

Zahl der Einwanderer fast verdoppelt

Letztes Jahr ging die Zahl der jüdischen Einwanderer in Israel massiv nach oben. Grund dafür war der brutale Krieg, der in der Ukraine tobt, sowie die ökonomische und politische Unsicherheit in Russland. Über 70.000 Juden wanderten im letzten Jahr in Israel ein, davon über 80 Prozent aus der ehemaligen Sowjetunion. Damit hat sich die Anzahl der jüdischen Einwanderer im Vergleich zu den vorherigen Jahren fast verdoppelt. Die ICEJ reagierte sofort auf diese Herausforderung und unterstützte die akuten Alijah- und Einwanderungsbemühungen. Wir halfen während dieser Zeit bereits 6.308 Juden, Israel zu ihrem neuen Zuhause zu machen und sorgten für Alijah-Flüge für 1.646 neue Einwanderer.

Aus der Ukraine gerettet

Unsere Hilfe ermöglichte, 4.732 jüdische Einwanderer nach Israel zu bringen. Sei es durch die Flüge selbst, durch Hilfe vor dem Flug mit Alijah-Camps und Seminaren, mit Bustransporten oder Unterkünften. Unter den Neu-Einwanderern waren 1.092 ukrainische Juden, die verzweifelt aus ihren vom Krieg zerrütteten Städten fliehen wollten. Unter den Geretteten waren auch 190 Holocaustüberlebende und 100 ältere Juden aus der Ukraine. Wir sorgten für geeignete Unterkünfte, Transporte und medizinische Versorgung auf dem Weg nach Israel. Das Team unseres Heims in Haifa hatte die Ehre, 17 dieser Holocaustüberlebenden aus der Ukraine willkommen zu heißen.

Unterstützung aus Finnland

Der finnische Zweig der ICEJ sandte zu Beginn des Flüchtlingsstroms aus der Ukraine zwei Lastwagenladungen mit humanitärer Hilfe nach Polen. Dort wurden diese an bedürftige jüdische Familien aus der Ukraine verteilt, die ihre Heimat verlassen mussten.

Alijah-Hotline eingerichtet

Inmitten der Krise startete auch eine Zusammenarbeit mit der Jewish Agency. Die Jewish Agency richtete eine Alijah-Hilfe-Hotline ein, unter der die verzweifelten Menschen schnell und einfach wichtige Informationen zur Alijah erfahren konnten. Der Andrang auf die Hotlines war enorm. Um sicherzustellen, dass die Menschen sofort die Informationen erhielten, die sich brauchten, unterstützte unsere eigene Hotline für Holocaust-Überlebende die jüdische Alijah-Hotline. Wir beantworteten Anrufe, wenn die Vertreter der Jewish Agency nicht antworten konnten. Darüber hinaus unterstützten wir 1.571 jüdische Einwanderer bei der Integration in die israelische Gesellschaft und dem Aufbau ihres neuen Lebens. Einige Beispiele:

  • Zehn ukrainische Teenager, die ohne ihre Eltern nach Israel kamen, nahmen an einem sechsmonatigen Integrationsprogramm teil. Das Programm beinhaltete Unterkunft, Hebräisch-Unterricht, Seminare und Vorbereitung auf die Armee.
  • 20 Wohnungen wurden für Neueinwanderer aus der Ukraine eingerichtet und boten etwa 60 Menschen ein neues Zuhause.
  • 79 Neuzuwanderer aus anderen Gebieten der früheren Sowjetunion erhielten Unterstützung bei den Bemühungen um die Anerkennung ihrer Berufsausbildung, ihres Studiums oder wichtiger Zertifikate, darunter 16 Ärzte und 34 Experten der Hightech-Branche. 30 Einwanderer erhielten eine Zertifizierung als Krankenpfleger, damit sie ihren Beruf in Israel ausüben können.
  • 490 neu angekommene Familien bekamen Willkommenspakete.
  • 29 Einwandererfamilien erhielten Unterstützung bei Zahnbehandlungen.
  • 50 Einwandererfamilien wurden in den ersten zwei Wochen bei der Unterbringung in Israel unterstützt und mit Haushalts- und Elektrogeräten sowie Bettwäsche und Bettzeug ausgestattet.
  • 23 äthiopischen Schülern mit mindestens acht bis elf Schuljahren ermöglichte die ICEJ, an einem neunmonatigen Kurs teilzunehmen, dank dem sie ihren Schulabschluss in Israel ablegen konnten. Zusätzlich nahmen 20 weitere Neuankömmlinge an außerschulischen Bildungsprogrammen für äthiopische Kinder teil.

 

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