MENÜ

Ende des Schweigens!

Appell zum Dringlichkeitstreffen in Jerusalem
Dr. Jürgen Bühler
Jerusalem Summit Titelbild

Dies ist ein dringender Aufruf an alle Kirchenverantwortlichen. Wir erleben einen entscheidenden Moment in der modernen Kirchengeschichte. In ganz Europa und weltweit erleben wir einen Anstieg von Judenhass, wie er seit Generationen nicht mehr beobachtet wurde – leider auch in christlichen Gemeinden.

Theologie mit Judenhass

Hass, der einst im Verborgenen lauerte, marschiert nun offen auf den Straßen. Seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 hat sich die Welt verändert. Israel wird verurteilt, isoliert und delegitimiert, nicht nur politisch, sondern auch moralisch – und theologisch.

In manchen Ländern und in vielen Kirchen ist der Begriff „Zionismus“ zu einem Schimpfwort geworden. Laut Oxford Dictionary ist Zionismus „eine Bewegung zur Wiedererrichtung einer jüdischen Nation in Palästina (Land Israel) und zur Entwicklung und zum Schutz Israels“. Heute jedoch wird er weltweit mit Rassismus und Apartheid gleichgesetzt. Dabei ist Israel alles andere als ein Apartheid-System. Es ist die demokratischste und vielfältigste Nation im Nahen und Mittleren Osten.

Zionismus in der Bibel

Der Zionismus hat biblische Wurzeln. Er geht zurück auf die erste Rückkehrbewegung des jüdischen Volkes im babylonischen Exil, als der Psalmist sang: „An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten“ (Psalm 137,1). Der Zionismus ist der uralte Glaube und die Hoffnung des jüdischen Volkes, dass Gott es gemäß seinen biblischen Verheißungen aus dem Exil in seine angestammte Heimat zurückführen wird.

Während Israels Zukunft durch unzählige biblische Aussagen bekräftigt wird, zeigen sich viele in der Kirche gleichgültig, andere schweigen aus Angst oder – schlimmer noch – lehnen den Zionismus vehement ab. In vielen Kirchen werden Israel, Judenhass und die unumstößliche Berufung der Juden einfach völlig ignoriert.

Nicht länger schweigen!

Doch in Zeiten moralischer Verwirrung ist Schweigen niemals neutral. Jesaja rief einst: „Um Zions willen will ich nicht schweigen, um Jerusalems willen will ich nicht ruhen, bis ihre Gerechtigkeit hervorbricht wie ein heller Schein und ihr Heil wie eine brennende Fackel“ (Jesaja 62,1).

Deshalb ruft die ICEJ zum Dringlichkeitstreffen nach Jerusalem!

Vom 9. bis 11. Juni werden wir beim Jerusalem-Summit zahlreiche namhafte christliche Führungskräfte, Theologen und Gelehrte aus aller Welt versammeln, um die brennenden Fragen des aktuellen Anstiegs des weltweiten Antisemitismus, die historischen Wurzeln antijüdischer Ansichten innerhalb der Kirche sowie die theologische Apathie und den Widerstand gegen die Wiederherstellung Israels heute zu erörtern. Wir möchten christlichen Führungskräften und Gemeindemitgliedern die biblischen Antworten geben, die sie benötigen, um diesen gewaltigen Herausforderungen zu begegnen.

Aufgabe der Christen

Die Liebe zu Jerusalem ist keine sentimentale Regung, sondern eine biblische Verantwortung, die auf Gottes ewigem Bund und der Berufung Israels beruht. Offenbarung Kapitel 12 beschreibt, wie ein dämonischer Angriff auf die Frau, die Israel symbolisiert, entfesselt wird.

Dieser satanische Drache des Hasses hat viele Köpfe. Er kann sich als islamischer Fanatiker, Universitätsprofessor, Politiker – ob links oder rechts – oder sogar als Geistlicher ausgeben. Die Folgen sehen wir heute an Synagogen, die strenge Sicherheitsmaßnahmen ergreifen müssen, an jüdischen Studenten, die sich auf dem Campus unsicher fühlen, und an alten antisemitischen Verschwörungstheorien, die in neuem Gewand wieder auftauchen und sogar von konservativen Influencern verbreitet werden.

Erst Juden, dann Christen

Die Kirche darf ihre Mitglieder in einer solchen Zeit nicht der Verwirrung überlassen. Offenbarung 12 sagt uns, dass der Drache am Ende auch diejenigen angreift, die das Zeugnis von Jesus haben. Das bedeutet, dass diejenigen, die dem Drachen folgen, zuerst die Juden und dann die Christen angreifen werden.

Paulus erinnert uns in Römer 11 daran, dass wir Nichtjuden in den Ölbaum Israels eingepfropft wurden. Wenn die natürlichen Zweige leiden, wie können die eingepfropften Zweige unberührt bleiben?

Antisemitismus ist immer schon Widerstand gegen Gottes unwiderrufliche Bundesverheißungen. Er delegitimiert das Volk, durch das Gott Sein Wort offenbart und den Messias hervorgebracht hat. Wenn die Kirche in dieser Stunde schweigt, macht sie sich schuldig.

Neue Ersatztheologien

Seit Jahrhunderten sind verschiedene theologische Ansätze entstanden, die die Verbindung zwischen Kirche und Israel subtil oder offen gekappt haben. Die Ersatztheologie hat viele Formen angenommen. Heutzutage tritt sie oft in einer anspruchsvolleren akademischen Sprache auf.

Akademische Diskussionen haben ihren Platz. Doch wenn theologische Standpunkte zu dem Schluss führen, dass Gottes Bund mit Israel abgelaufen ist oder das jüdische Volk keine besondere Berufung mehr in Gottes Erlösungsplan hat, müssen wir zur Heiligen Schrift selbst zurückkehren.

Paulus fragt in Römer 11,1: „Hat Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs!“

Dies ist keine unbedeutende Fußnote. Es ist zentral für die Integrität des Evangeliums. Gottes Treue zu Israel ist untrennbar mit seiner Treue zur Kirche verbunden. Wenn Gottes Bundesverheißungen an Israel durch Spiritualisierung entwertet werden können, welche Gewissheit bleibt der Kirche dann noch?

Biblische Wahrheiten

Der Jerusalem-Summit wird die biblischen Grundlagen für die Bestätigung der ewigen Bündnisse Israels, der göttlichen Erwählung und der Verheißung des Landes aus alttestamentlicher und neutestamentlicher Perspektive liefern. Wir möchten Pastoren und andere Gemeindeverantwortliche dabei unterstützen, in der heutigen Zeit verantwortungsvoll klare biblische Wahrheiten zu lehren.

Im vergangenen Jahr jährte sich das Erste Konzil von Nicäa zum 1700. Mal – ein entscheidender Moment in der Kirchengeschichte. Das Konzil klärte zwar grundlegende Lehren über die Göttlichkeit Jesu, besiegelte aber gleichzeitig die Trennung der Kirche von ihren hebräischen Wurzeln. Danach vertiefte sich diese Kluft zwischen den etablierten Kirchen und dem jüdischen Volk weiter.

Nicäa – eine Korrektur

Besonders auffällig ist, dass das Konzil von Nicäa im Jahr 325 n. Chr. jegliche Anerkennung dafür vermissen ließ, dass unser Glaube in den Patriarchen und Propheten Israels verwurzelt ist. Die biblischen Feste wurden abgeschafft und durch einen neuen heidnischen Kalender ersetzt. In einem Brief an die Gemeinden von Nicäa erklärte Konstantin stolz: „Wir sollten daher nichts mit den Juden gemein haben… Wir wünschen, geliebte Brüder, uns von der verabscheuungswürdigen Gesellschaft der Juden zu trennen…“

Der Jerusalem-Summit wird diese historischen Kirchenentscheidungen erneut aufgreifen und versuchen, theologische Irrtümer in Bezug auf das jüdische Volk zu korrigieren. Während das nizäische Glaubensbekenntnis hinsichtlich der Göttlichkeit Jesu uneingeschränkt bekräftigt werden sollte, werden wir ein aktualisiertes Glaubensbekenntnis vorschlagen, das die jüdische Herkunft Jesu bekräftigt.

Keine Zeit zu verlieren

Um die Fragen zu klären, die die Kirche heute erschüttern und herausfordern ist es wichtig und angemessen, erneut ein Konzil abzuhalten – dieses Mal in Jerusalem. Diese Versammlung wird kurzfristig einberufen, denn die Probleme sind dringlich und lassen keinen Aufschub zu.

Der Jerusalem Summit ist eine historische Verantwortung und Chance!

Auszug aus dem Wort aus Jerusalem: "Zion: Segen oder Ärgernis?"

Jetzt anmelden!

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

ein blaues Logo auf weißem Hintergrund. Zu lesen: ICEJ. Internationale Christliche Botschaft Jerusalem

Grußwort Jürgen Bühler 04/2026

Liebe Freunde,

kürzlich sprachen wir mit einem Rabbiner aus Großbritannien, der beschrieb, wie tiefgreifend sich die Stimmung für die jüdischen Gemeinden in England seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 verändert hat.

Liebe Freunde,

kürzlich sprachen wir ...

Messianisches Ehepaar

Real Stories Real Israel mit Ariel und Deborah Ben Har

Ariel & Deborah Ben Har sind ein israelisches Ehepaar, geprägt von Glauben, Dienst und persönlicher Erfahrung.

Ariel & Deborah Ben Har sind ein israelisches Ehepaar, geprägt von Glauben, Dienst und persönlicher ...

eine Händepaar in blauen Gummihandschuhen mit Reinigungsmittel und Tuch säubert einen Schreibtisch, auf dem unter anderem eine Tastatur steht

Stellenangebot Reinigungskraft Minijob

Wir suchen Ersatz für unsere liebe, geschätzte und langjährige Kollegin, die in die wohlverdiente Rente geht.

Wir suchen Ersatz für unsere liebe, geschätzte und langjährige Kollegin, die in die wohlverdiente Rente ...

sehr viele Meenschen strecken ihre Hände in die Luft. Darüber ist ein Logo, es steht Jesaja-62 Gebet darauf

Jesaja-62-Gebetsbrief April 2026

Wir treten in den Monat Nisan ein, der der erste Monat des biblischen Kalenders ist. Es ist nicht einfach nur ein neuer Monat. Es ist der Monat, den Gott selbst als Beginn seines Erlösungskalenders bestimmt hat.

Wir treten in den Monat Nisan ein, der der erste Monat des biblischen Kalenders ist. Es ist nicht einfac...

Jerusalem Boutique

Räumungsverkauf II Jerusalem Boutique

Noch sind aber genügend Produkte aus Israel vor Ort!

Noch sind aber genügend Produkte aus Israel vor Ort!

ARISE YOUTH NIGHT

Arise YOUTH-TOUR

Ende Februar durfte das Arise Team mit drei internationalen Sprechern auf Tour gehen: Ariel und Deborah Ben Har aus Israel sowie John LaChapelle aus den USA. Ariel und Deborah sind ein junges Ehepaar aus Israel, das Jesus leidenschaftlich nachfolgt.

Ende Februar durfte das Arise Team mit drei internationalen Sprechern auf Tour gehen...

Mehrere Soicherheitskräfte und Einsatzpersonen in einer engen Straße begutachten ein großes beschädigtes Metallteilam Boden.

Stellungnahme Raketen auf Jerusalem

Die ICEJ verurteilt erneut das radikalislamische Regime im Iran für den Einsatz von Hunderten ballistischen Raketen

Die ICEJ verurteilt erneut das radikalislamische Regime im Iran für den Einsatz von Hunderten ballistisc...

mehrere Kinder stehen beschäftigt an einem Tisch. Die Jungs tragen Kippas

Ich werde keinen von ihnen zurücklassen

Hunderttausende Juden leben noch in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Der Ukraine-Krieg hat viele veranlasst, ins Land ihrer Väter zurückzukehren.

Hunderttausende Juden leben noch in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Der Ukraine-Krieg hat viele ...

Jerusalem Boutique

Räumungsverkauf Jerusalem Boutique Michelstadt

Räumungsverkauf Jerusalem Boutique Michelstadt

Räumungsverkauf Jerusalem Boutique Michelstadt

sehr viele Meenschen strecken ihre Hände in die Luft. Darüber ist ein Logo, es steht Jesaja-62 Gebet darauf

Jesaja-62-Gebetsbrief März 2026

Der Adar spielt auch in der Geschichte von Esther eine Rolle, in der der Feind das Los warf, um den Tag für Israels Vernichtung zu bestimmen. Das Los fiel auf den Adar. Doch was zur Vernichtung bestimmt war, wurde von Gott umgekehrt.

Der Adar spielt auch in der Geschichte von Esther eine Rolle, in der der Feind das Los warf, um den Tag ...