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Was fällt uns ein, wenn wir „Red Carpet“ hören? Natürlich jede Menge perfekt gestylte Promis, welche sich im Blitzlicht-Gewitter von ihrer besten Seite präsentieren. Im Januar erlebte ich „Red Carpet“ ganz besonders – und das mitten in Tel Aviv. Aber der Reihe nach …
Der „Rote Teppich“ im Süden Tel Avivs ist ein Zufluchtsort für schutzbedürftige Frauen, die von Obdachlosigkeit, Drogenabhängigkeit und Prostitution betroffen sind. Im „Red Carpet“ werden sie liebevoll aufgenommen und wie VIPs behandelt. Sie erhalten praktische Hilfe, nahrhafte Mahlzeiten, warme Kleidung, ein Bett zum Ausruhen und Zugang zu Medikamenten.
Red Carpet in Tel Aviv ist der „Rote Teppich“ für Frauen, die alles verloren haben. Sie leben auf der Straße, arbeiten als Prostituierte und sind meistens auch abhängig von Suchtmitteln. Manche haben nicht mehr lange zu leben. Anat Brenner, die Leiterin von Red Carpet, hat ein wirklich sehr großes Herz. Und so hat sie schon vor einigen Jahren mit dieser Arbeit begonnen: an zwei Tagen in der Woche öffnet sie mit ihren Mitarbeiterinnen die Tür einer besonderen kleinen Wellness-Oase, um diese ärmsten Frauen Tel Avivs herzlich zu empfangen. Anat Brenner und ihr Team bieten den notleidenden Frauen einen sicheren Hafen, wo sie gesehen und geachtet werden und sich in geschützter Atmosphäre erholen dürfen.
An einem Donnerstagvormittag bin ich unterwegs zu meinem Ziel in der Hasharon-Street in Tel Aviv. Die Gegend ist nicht die beste, das merkt man, je näher man kommt. Noch ein paar Schritte, dann sehe ich: das Rolltor ist bereits oben und ich werde schon erwartet und freundlich begrüßt. Ich trete ein und schaue mich um. Ganz vorn ist gleich die Friseur-Station, eine kleine Sitzecke zum Verweilen, gefolgt von einer Maniküre-Ecke. Es gibt eine Schlafstelle, Duschen und eine große Auswahl an Kleidungsstücken, die alle schön wie in einer Boutique präsentiert werden. Obwohl der Raum nicht wirklich groß ist, wirkt alles sehr großzügig und einladend. Vor dem Küchenbereich im hinteren Teil sind Tische und Stühle aufgestellt.
Es gibt viel zu tun und alle Mitarbeiter kennen ihren Part. Ich darf als erstes Salat schneiden – und bitte alles sehr klein. Viele Frauen haben nicht mehr so viele Zähne und sollen alles gut verzehren können. Ich mache mich ans Werk. Es herrscht trotz emsigen Treibens eine richtig angenehme Atmosphäre; im Hintergrund läuft Lobpreismusik, ich fühle mich wie zu Hause.
Es klingelt an der Türe – die erste „Kundin“ kommt. Ich erfahre, dass die Tür aus Sicherheitsgründen geschlossen bleibt und die Frauen immer klingeln, um hereingelassen zu werden.
Das Essen ist bereit. Der Mann einer Mitarbeiterin hat gekocht. Wir dürfen auch etwas davon nehmen. Es ist superlecker und sehr umfangreich: Kartoffeln, Reis, Buchweizen, Gemüse, Fleisch, dazu der Salat und kleine Kuchenstückchen, von uns zurechtgeschnitten. Wir stellen alles auf eine kleine Theke am Rand unserer Küche.
Immer mehr Frauen trudeln ein. Man begrüßt sich und dann kommen sie auch schon an die Theke. Jede darf sich heraussuchen, was sie möchte. Erst einen Teller zum sofortigen Verzehr und dann noch eine Assiette zum Mitnehmen. Wir packen genau das ein, was sie möchten, nichts wird einfach zusammengestellt. Das finde ich echt besonders, besonders gut. Und die Frauen sind wirklich hungrig, manche fangen noch im Stehen an zu essen.
Auf den Tischen befinden sich Brot und Käse. Jetzt soll ich darauf achten, dass es nicht an Nachschub fehlt. Kleine Getränkeflaschen zum Mitgeben werden auch aufgefüllt. Wir mischen Wasser und Sirup. Ich mache das so, wie mein kalorienbewusstes Ernährungsgewissen es zulässt.
Eine Mitarbeiterin mustert die Farbe meiner Mixtur. Nein nein, so nicht. Die Frauen brauchen es seeehr süß. Also nachjustieren, jetzt ist die Farbe richtig.
Die Ersten sind schon unter der Dusche. Jede bekommt die Duschutensilien von uns, gern nehmen sie auch ein bisschen Parfüm …
Wir geben ihnen auch ein paar Süßigkeiten mit. Und manchmal einen Stift, eine Karte. Erstaunt bin ich, als ich sehe, wie sogar die Servietten auf den Esstischen weggehen. Es wird mir mehr und mehr bewusst, dass diese Frauen wirklich nichts mehr haben.
Am zweiten Tag bin ich in der Kleiderecke eingeteilt. Wir helfen, die richtige Größe zu finden, füllen neu auf und ordnen immer wieder alles. Es ist schön, in die strahlenden Gesichter zu schauen, wenn die Kleidersuche von Erfolg gekrönt ist. Da sind wir Frauen doch alle gleich.
Eine meiner „Kundinnen“ möchte jetzt von mir eine Föhnwelle verpasst bekommen. Da kann ich nicht kneifen, aber ich habe keine Ahnung, ob ich das hinbekomme. Ein Stoßgebet zum Himmel und dann geht’s los. Es ist gar nicht so schwer. Zum Schluss sind wir beide ganz zufrieden.
Eine Besucherin ist schon sehr lange unter der Dusche. Die anderen werden unruhig – jede möchte drankommen. Endlich geht die Tür auf, ich sehe die Frau herauskommen und denke: Sie hat das jetzt richtig genossen. Wo kann sie sonst die Tür hinter sich schließen und Privatsphäre genießen oder ausgiebig duschen? Dann sitzt sie lange am Tisch und schminkt sich hingebungsvoll, nichts Grelles, ganz dezent. Obwohl sie abgemagert ist, hat sie immer noch ein schönes Gesicht. Sie gehört offensichtlich zu den Frauen, die schon länger auf der Straße leben, anderen sieht man es noch nicht so an.
Einige schlafen, andere möchten reden. Manche sind nur kurz da, andere bleiben die ganze Zeit. Keine bekommt etwas übergestülpt, sie dürfen einfach da sein. Man kann sich einfach wohlfühlen.
Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, wie herausfordernd diese Arbeit für Anat und ihre Mitarbeiterinnen ist. Es geht auch nicht immer alles glatt. Einmal muss eine Besucherin hinausbefördert werden. Sie steht offensichtlich unter Drogen und beginnt andere zu belästigten. Anat verhält sich sehr souverän und ruhig und es geht dann auch alles gut weiter.
Die Zeit vergeht wie im Flug und irgendwann am Nachmittag verabschieden wir die Frauen.
Danach geht es ans Aufräumen und Putzen und ich bin ganz erstaunt, wie zügig wir vorankommen. Das Team ist echt gut eingespielt. Es dauert nicht lange, und der Raum ist wieder für das nächste Mal vorbereitet.
Bitte unterstützen Sie unser Hilfsprogramm für Frauen in Not in Israel.
Auszug aus dem Wort aus Jerusalem: "Zion: Segen oder Ärgernis?"
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