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Gott hat Abraham das Land Kanaan verheißen. Was war das für ein Land? Wer waren die Bewohner? Wovon lebten sie? Und ist Israel auch heute noch das verheißene Land für das jüdische Volk?
Als Abraham von Ur in Chaldäa nach Israel zog, erreichte er das Land von Norden her Über eine bekannte Landmarke - den Berg Hermon. Die drei über 2.800 Meter hohen Gipfel des majestätischen Bergmassivs sind fast das halbe Jahr hindurch mit Schnee bedeckt. Es war nicht nur ein Wegweiser für all diejenigen, die Afrika oder Europa über die Via Maris („Meeresstraße“) erreichen wollten, sondern dient seit alter Zeit auch als wichtiger Orientierungspunkt für hunderte Millionen Zugvögel, die jährlich auf dem Weg zu ihren Brutgebieten in Europa und Asien und ihren Winterquartieren in Ostafrika durch das Jordantal fliegen.
Auf den Golanhöhen traf Abraham auf die rauschenden Wasser der Flüsse Dan, Banjas und Hasbani, die sich zum oberen Jordan vereinigen. Dieser nördliche Zweig des Jordans verläuft durch das sumpfige Hula-Tal und fließt in den glitzernden See Genezareth –Hebräisch „Kinneret“ in Anlehnung an seinen Harfen-förmigen Umriss. Hier senkt sich das Land unter den Meeresspiegel. Der untere Jordan verbindet den See mit dem 140 Kilometer südlicher liegenden biblischen „Salzmeer“ (Totes Meer) rund 430 Meter unter dem Meeresspiegel – der tiefste Punkt der Erde. Weiter südlich erhebt sich das Land wieder langsam durch trockenes, unfruchtbares Gelände zum Golf von Eilat am Roten Meer. Westlich von Jordantal und Totem Meer erheben sich die Bergzüge Judäas und Samarias 160 Kilometer in Nord-Süd-Richtung. Noch weiter westlich senkt sich das Land wieder und wird zur sandigen, jedoch urbaren Küstenebene am Mittelmeer.
Abraham zog durch das untere Jordantal, wandte sich aber auf halber Strecke in Richtung Tirza – ein Tal, das in Hohelied 6,4 einfach als „schön“ bezeichnet wird. Es windet sich die Hügel Samarias hinauf und umgibt Elon More, einen hohen runden Gipfel, der das biblische Sichem (heute Nablus) überblickt. Hier schlug Abraham sein Zelt auf und erkundete das Land in alle Richtungen (1. Mose 12,6). Die „Straße der Patriarchen“, eine antike Handelsroute, die auf den Bergrücken Judäas und Samarias verlief, führte über Schilo und Bethel zur Jebusiter-Stadt Jerusalem und bis nach Hebron. In Hebron schlug Abraham sein Lager unter den Terebinthen von Mamre auf (1. Mose 13,18). Zu der Zeit schlichtete er die Streitigkeiten zwischen seinen Hirten und denen seines Neffen Lot. Sie teilten das Land zwischen sich auf. Lot wählte das üppige Jordantal bei Jericho und lebte unter den verdorbenen Bewohnern Sodoms. Später führte Abraham seine Herden nach Gerar, nahe Gaza (1. Mose 20,1), und schließlich nach Beerscheba (1. Mose 22,19). In diesem Land mit trockenem Klima, das Gott ihm verheißen hatte, ließ Abraham sich an Wasserquellen nieder, schlug auf den Höhen seine Zelte auf und baute Gott Altäre.

Im Land lebten bereits die Kanaaniter, Nachkommen von Ham und verflucht von Noah. Abraham war ein Nachkomme Sems, der laut Überlieferung ein gerechter Diener Gottes war. Dieser Kontrast gibt uns einen Einblick in große geistliche Wahrheiten, wenn wir in Besitz nehmen wollen, was Gott uns verheißt, und ein gottloses Volk ebenfalls Anspruch darauf erhebt. Die in der Bibel genannten Völker, die Amoriter, Jebusiter, Girgaschiter, Hetiter usw., waren möglicherweise kanaanitische Hirten, die vor allem in der Bergregion des Landes lebten. Zeitgleich war die Küstenebene von den Philistern besiedelt, die von Jafet abstammten, meist Bauern und Seefahrer. Immer wieder kämpfte Israel gegen Kanaaniter und Philister um die Vorherrschaft im Land der Verheißung.
Israel gilt als Land, „darin Milch und Honig fließt“ (u.a. 3. Mose 20,24). In 5. Mose 11,11-12 beschreibt der Herr es voller Begeisterung: „Es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel tränkt, – ein Land, auf das der HERR, dein Gott, achthat und die Augen des HERRN, deines Gottes, immerdar sehen vom Anfang des Jahres bis an sein Ende.“ Der Herr führt sieben Früchte des Landes auf, die Israel ernähren sollen: Wein, Oliven, Datteln, Feigen, Granatäpfel, Weizen und Gerste. Das fruchtbare Jesreel-Tal ist die größte natürliche „Kornkammer“ im großen Umkreis. Aber das Land der Verheißung lag auch am Rande der Wüste. Immer wieder gebrauchte Gott Dürren und Hungersnöte, um sein Volk zu prüfen und zu korrigieren.
Abraham folgte gehorsam dem Ruf Gottes, verließ seine Heimat und zog mutig in ein unbekanntes Land. Die Reise war voller Schwierigkeiten und Herausforderungen, aber sie brachte ihm großen Segen, Wohlstand und ließ ihn zum Vater des Glaubens werden. Abraham betrat ein einzigartiges, schönes Land, das für viele nachfolgende Generationen auch zu einem Ort der Glaubensprüfung wurde. Bis heute muss das Volk Israel die grundlegende Frage beantworten, wie sehr sie dieses besondere Land, das ihnen als „ewiger Besitz“ (1. Mose 17,8) verheißen wurde, schätzen.
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