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Alle Völkerfamilien der Erde in Jerusalem

Alle Völkerfamilien der Erde in Jerusalem

Bild: Laubhüttenfest 2025
Dr. Jürgen Bühler, Präsident der ICEJ
Zahlen in Kürze - eine Veranstaltungsbühne aus Sicht der Zuschauer ist zu sehen

„In dir sollen alle Völkerfamilien gesegnet werden.” (1. Mose 12,3)

„Wenn irgendeine der Völkerfamilien nicht nach Jerusalem hinaufziehen wird, … wird über diese kein Regen kommen.” (Sacharja 14,17)

„Siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen, die standen vor dem Thron stehend und vor dem Lamm …”(Offenbarung 7,9)

Als Gott Abraham berief, gab Er ihm einen der gewagtesten Aufträge, die je ein Mensch erhalten kann – mit Auswirkungen auf alle Völkerfamilien der Erde.

Die Reichweite unserer Errettung

 

Heutzutage kämpfen Großunternehmen rund um die Welt um Marktanteile. Seien es Autos, Elektronikgeräte oder gar Getränke, einige Produkte erfreuen sich signifikanter Durchdringung des Marktes auf globaler Ebene. Gott verhieß Abraham, dass das „Erzeugnis”, das er ihm anvertrauen würde, möglicherweise das Leben von sprichwörtlich jeder Familie auf Erden revolutionieren wird.

Bei der Berufung von Abraham aus Ur in Chaldäa ging es ihm nicht nur um das Volk Israel, die leiblichen Nachfahren von Abraham. Gottes Gedanken wanderten damals schon zu den zahllosen Volksstämmen Asiens, Ozeaniens, Afrikas, Europas und des Doppelkontinents Amerika. Durch die Berufung Abrahams traf Gott die Entscheidung, alle Völkerfamilien zu retten, ungeachtet ihrer Nationalität, Sprache, Hautfarbe oder Kultur. Im Grunde war das schon die erste Verkündigung der rettenden Heilsbotschaft von Jesus Christus. Paulus beschreibt es so: „Die Schrift aber hat es vorausgesehen, dass Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum hat die Schrift dem Abraham das Evangelium vorausverkündet: In dir sollen alle Völker gesegnet werden.” (Gal. 3,8)

Es war genau dieselbe Leidenschaft für „jede Familie auf der Erde”, die sich in Jesu Missionsbefehl widerspiegelt: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.” (Mt. 28,19+20a)
Heute sind wir näher als jemals zuvor am Ziel, nichtsdestotrotz ist noch viel zu tun. Es gibt immer noch unzählige Völkerfamilien auf der Welt, die niemals die Gelegenheit hatten, unter den Segen Abrahams zu kommen und von der heilbringenden Liebe Jesu Christi zu hören.

Das Mittel unserer Errettung

 

Die Wahrheiten und Werte, die durch Abrahams Nachfahren verkündet wurden, haben bereits Abermillionen von Menschen in eine versöhnte Beziehung mit Gott gebracht, mit Auswirkungen für ganze Nationen. Der Same Abrahams, das jüdische Volk, wurde zum Sprachrohr Gottes für die Menschheit (Röm. 3,1f). „Er verkündet Jakob Sein Wort, Israel Seine Gesetze und Rechte. An keinem anderen Volk hat er so gehandelt.” (Ps. 147,19f) Israel brachte uns Gottes Wort. Aber nicht allein das. Paulus erklärt den Gläubigen in Rom, dass alle Segnungen, die sie in ihrem neuen Glaubensleben erfahren, ursprünglich aus dem Judentum stammen: die Glaubensväter, die Zusagen, die Annahme, die Herrlichkeit und am allerwichtigsten unser Herr und Retter Jesus. (Röm. 9,1-5) Wie Jesus der Frau am Brunnen in Johannes 4 erklärte: „Die Errettung kommt aus den Juden.” Die Berufung der Juden war es, immer eine priesterliche Nation zu ein, ein Licht der Welt. Paulus mahnt daher die Gemeinde, dies nicht nur anzuerkennen, sondern sich selbst als Schuldner der Juden anzusehen. (Röm. 15,27)

Die Wurzeln unserer Errettung

 

Dass Abraham eine bedeutsame Gestalt in der Bibel ist wird oft übersehen. Gott stellt sich selbst persönlich Mose am brennenden Busch als der „Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs” vor. Paulus nennt Abraham „den Vater aller jener, die da glauben” (Röm. 4,11) und stellt fest, dass „die Glaubenden Abrahams Kinder sind.” (Gal. 3,7)

Als Jesus in den Evangelien vorgestellt wird, betont Matthäus, dass Jesus ein direkter Nachfahre Abrahams ist (Mt. 1,1), und Lukas beschreibt die Geburt des Messias als eine direkte Folge des Bundes, den Gott mit Abraham gemacht hat. (Lk. 1,72-73) Paulus nennt Abraham den „Erben der ganzen Welt”, weil Gottes Rettungsgeschichte mit der Menschheit mit Abraham begann. Mit Abrahams Berufung vor ca. 4.000 Jahren wurde die Blaupause für die weltweite Gemeinde Gottes entworfen. Und 2.000 Jahre später wurde mit Jesus der Eckstein zu diesem ewigen Tempel gesetzt.

Das Ziel der Errettung

 

Im Laufe seines Lebens muss Abraham oftmals gezweifelt haben, ob dieses große Missionsziel, „alle Völkerfamilien der Erde” zu erreichen, jemals erfüllt würde. Aber eines Tages – es muss eine Vision gewesen sein – sah er die gelobte Stadt. Sie war so herrlich anzusehen, dass er augenblicklich verstand, dass ihr Erbauer und Architekt nur Gott selbst gewesen sein kann. Und als er dann die unzähligen Völkerschaften sah, wie sie auf den goldenen Straßen wandelten, begriff er genau „aus allen Nationen, Stämmen, Völkern, und Sprachen, stehend vor dem Thron und vor dem Lamm …” (Offb. 7, 9). Was sie verband war, dass sie alle erlöst waren durch das Opfer von Abrahams Ur-, Ur-, Ur-, … , Urenkel, Jesus Christus.

Die Völkerfamilien der Erde in Jerusalem

 

Einer der letzten Propheten Israels sah eine andere ungewöhnliche Vision „aller Völkerfamilien der Erde”. Er sah sie beim Laubhüttenfest genau hier in Jerusalem, wie sie den König, den Herrn der Heerscharen, anbeten. In vielfältiger Weise sah Sacharja Abrahams Vision in voller Erfüllung. Die frohe Botschaft von Jesus Christus, die vor 2.000 Jahren von Jerusalem ausging, hat fast alle Familien auf der Erde erreicht. Heute sehen wir, wie diese Familien nach Jerusalem zurückkehren, zur Stadt des Ursprungs, in dem wiederaufgebauten Staat Israel. Dies sind wahrhaftig spannende Zeiten!

Sacharja sah noch etwas anderes. Er sah, dass auf denen, die nach Jerusalem kommen, ein besonderer Segen liegt: Sie erhielten den dringend benötigten Regen. Den Regen von Gütern und landwirtschaftlichen Erzeugnissen, aber, was noch wichtiger ist, auch den mächtigen Regen des Heiligen Geistes. Und genau das ist es, was wir dringend benötigen, um die letzte Etappe des großen Auftrags, alle Nationen zu Nachfolgern Jesu Christi zu machen, zu Ende zu führen.

Wenn Sie von diesem Laubhüttenfest nach Hause fahren, bete ich, dass Gott Sie berufen und befähigen möge, den Missionsauftrag, alle Völker zu Jüngern zu machen, zu Ende zu führen. Ich bete ebenfalls dafür, dass Gott Ihnen offenbaren wird, wie Sie dazu beitragen können, Ihre Wertschätzung und Dankbarkeit der Nation entgegenzubringen, die ein Segen für alle Völker geworden ist – der Nation Israel.

 

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