MENÜ

Israels Außenministerium warnte Anfang Januar in einem Bericht, dass Israel 2022 offiziell mit dem Stigma „Apartheid-Staat“ versehen werden könnte. Leider traf ihre Voraussage zu, denn die Menschenrechtsorganisation Amnesty International veröffentlichte am 1. Februar 2022 eine Studie, die behauptet, dass Israel ein Apartheid-System betreibe, mit dem es „Palästinenser“ auf beiden Seiten der Grünen Linie (Waffenstillstandslinie von 1949) beherrsche und unterdrücke. Der Amnesty-Bericht hat einen berechtigten Sturm der Entrüstung seitens Israels und seiner Verbündeten weltweit ausgelöst. Aber die selbsternannten obersten Richter vieler Menschenrechtsorganisationen, Medien und der Vereinten Nationen tragen dazu bei, den einzigen jüdischen Staat für eine nie dagewesene Überprüfung herauszugreifen und ungerechtfertigter Weise als „Apartheid-Regime“ zu verurteilen. All dies kommt einer modernen Inquisition gegen Israel gleich.
Was den Vorwurf umso gravierender macht, ist, dass die Weltgemeinschaft „Apartheid“ zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit erklärt hat. Was wiederum bedeutet, dass es wie ein Kriegsverbrechen oder ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit gehandhabt werden sollte. Amnesty beauftragte ein Forschungsteam, um Israel hinsichtlich des Verbrechens der Apartheid zu überprüfen. Das Ergebnis ist der jetzt veröffentlichte, 278 Seiten umfassende Bericht mit dem Titel „Israels Apartheid gegen Palästinenser: Grausames System der Beherrschung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Dieser Bericht behauptet „offenzulegen, dass die israelischen Behörden ein System der Beherrschung und Unterdrückung gegen das palästinensische Volk in Israel und den besetzten Gebieten sowie gegen palästinensische Flüchtlinge durchsetzen. Gesetze, Politik und institutionelle Handhabung dienen dazu, Palästinenser zu vertreiben, zu spalten, sie von ihrem Land und ihrem Besitz zu enteignen und ihnen ihre Menschenrechte vorzuenthalten. Wir stellen fest, dass diese Behandlung ein institutionalisiertes Regime der Unterdrückung und Beherrschung, nach internationalem Recht als Apartheid definiert, darstellt.“
Wo soll man mit einer Antwort auf dieses scheinheilige Gefasel beginnen? Unter den eklatantesten Mängeln befinden sich die Behauptungen, alle Araber in Israel und in den Palästinensergebieten seien „Palästinenser“ und dass Israel Apartheid gegen sie alle betreiben würde. Schon allein das offenbart die politische Voreingenommenheit derer, die hinter diesem Bericht stehen. Amnesty behauptet auch, Israel sei in Sünde geboren, da es 1948 als „jüdischer Staat“ gegründet wurde und seitdem Maßnahmen ergriffen habe, diese jüdische Mehrheit zu wahren. Diese Argumentation ignoriert die Tatsache, dass die Vereinten Nationen selbst den Teilungsplan für einen jüdischen und einen arabischen Staat Seite an Seite als Nachfolger des britischen Palästina-Mandats angenommen hatten. Viele Kritiker des Berichts haben Amnesty des „Antisemitismus“ beschuldigt, da den Juden letztlich das Recht auf einen eigenen Staat abgesprochen wird. In einer Antwort darauf erklärte Amnesty, dass sie theoretisch dieses Recht Israels unterstütze. Dennoch versucht die Organisation jeglichen Versuch Israels, seine jüdische Bevölkerungsmehrheit zu bewahren (etwas, das viele andere Nationen ebenfalls tun, um ihre ethnische Identität zu erhalten), zu kriminalisieren.
Eine sehr energische Reaktion auf den Amnesty-Bericht kam von Joseph Haddad, einem christlich-arabischen Israeli aus Nazareth. Haddad leistete freiwillig Militärdienst in der israelischen Armee, wurde im Zweiten Libanonkrieg 2006 verwundet und ist heute ein Nachrichtenreporter und Fürsprecher jüdisch-arabischer Koexistenz. In der Jerusalem Post fragte Haddad, warum Amnesty ihm und anderen arabischen Israelis ihre israelische Identität absprechen wolle, indem sie einfach als „Palästinenser“ bezeichnet würden. Er verwies auf mehrere aktuelle Umfragen, wonach die große Mehrheit arabischer Israelis sich zufrieden oder gar sehr zufrieden mit ihrem Status als gleichberechtigte Bürger im demokratischen Staat Israel zeigte und lieber hier als in irgendeinem anderen Land leben würde. „Ich wurde als Israeli geboren und werde ein Israeli bleiben“, betonte Haddad. „Ich habe die gleichen Rechte wie jeder andere Bürger Israels. Ich war ein Soldat in der israelischen Armee und beschützte Nordisrael, wo die Mehrheit der arabischen Israelis lebt, vor terroristischen Raketenangriffen der Hisbollah. Nicht nur das, ich war sogar Kommandeur dutzender jüdischer Soldaten. Welcher ‚Apartheid-Staat‘ würde Arabern zugestehen, Juden Befehle zu erteilen? Solch ein Apartheid-Staat existiert nicht!”
„Was die Palästinenser betrifft: der Status-quo der Besatzung ist problematisch, aber dennoch, es hat nichts mit rassistischer Diskriminierung zu tun. Es handelt sich um einen politisch-nationalen Konflikt“, fügte Haddad hinzu. „Ein Konflikt, den zu lösen Israel bereit ist, wie es immer wieder unter Beweis gestellt hat, als es großzügige Friedensangebote unterbreitete, die jedoch von den Palästinensern abgelehnt wurden. Wenn Israel tatsächlich rassistisch gegenüber Arabern eingestellt ist, warum hat es dann Frieden mit Marokko, Ägypten, Jordanien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen? Warum sind dann Araber in der israelischen Regierung vertreten und treffen Entscheidungen, die sich auf jeden Israeli auswirken? Warum gibt es arabische Richter, die über das Schicksal israelischer Bürger entscheiden?“
Andere Untersuchungen des Amnesty-Berichts haben festgestellt, dass er…
Viele etablierte Medien haben bisher wenig unternommen, um Amnesty, ihre Motive, Methoden und Forscher unter die Lupe zu nehmen. Doch die Times of Israel konfrontierte Amnesty-Vertreter, die nach Jerusalem gereist waren, um ihren Bericht in Israel zu veröffentlichen. Sie gerieten ziemlich ins Trudeln, als sie zu erklären versuchten, warum sie Israel überprüften. Zwar untersuchten sie auch Myanmar wegen seiner brutalen Diskriminierung und Unterdrückung der Rohingya. Aber warum nicht China und die harte Behandlung der Uiguren oder Tibeter? Oder den Umgang der Türkei mit den Kurden? All dies sind eindeutige Fälle… Ihre Antwort war, dass sie Länder priorisierten, in denen sie einfacheren Zugang zu Informationen hatten und wo die Aussicht, eine Veränderung bewirken zu können, wahrscheinlicher war. Mit anderen Worten: China und die Türkei sind geschlossene, autoritäre Regime, die damit durchkommen, während Israel eine offene Gesellschaft ist, in der Amnesty bereits Kontakte zu hunderten anti-israelischen Menschenrechtsaktivisten und -gruppen vor Ort hat, die finanziell von europäischen Regierungen und anderen ausländischen Quellen unterstützt werden. Der Bericht stellt einen weiteren Versuch dar, Israels Daseinsberechtigung auszulöschen. Er kommt zu einem Zeitpunkt, da drei UN-Gremien Israel wegen „Apartheid“ und anderer möglicher Kriegsverbrechen anklagen wollen:
Zusammengefasst haben sich zahlreiche Menschenrechtsbewegungen, voreingenommene Medien, die Vereinten Nationen und viele andere zusammengetan, um eine moderne Inquisition gegen den einzigen jüdischen Staat der Welt in Gang zu setzen. Heute soll mit dem Vorwurf des „Apartheid“-Verbrechens das Ziel der Beseitigung Israels erreicht werden. Zweifellos hat auch Israels diplomatischer Durchbruch mit der arabischen Welt im Zuge der Abraham-Abkommen die Palästinenserführung und ihr weltweites Netzwerk an Unterstützern aufgeschreckt, so dass sie nun Überstunden machen, um die Apartheid-Kampagne gegen Israel anzukurbeln. Die selbstgerechten Amnesty-Leiter kreuzten sogar in Jerusalem auf, um vor Ort ihre Anklageschrift gegen den jüdischen Staat und das jüdische Volk zu verlesen.
Foto: Felsendom in Jerusalem, unsplash, Symbolbild
Dieser Ort ist mehr als ein einfacher Hügel. Er wurde nachTheodor Herzl (1860 – 1904) benannt, dem Wegbereiter und Visionär des modernen Staates
Israel.
Dieser Ort ist mehr als ein einfacher Hügel. Er wurde nachTheodor Herzl (1860 - 1904) benannt, dem Wegbe...
Die Bibel bietet eine weit größere Vision für Frieden – den „Highway“ der Versöhnung:
Die Bibel bietet eine weit größere Vision für Frieden – den „Highway“ der Versöhnung:
Die Fixierung der UNO und der EU auf eine Zweistaatenlösung mit einem „judenfreien“ palästinensischen Gebiet.
Die Fixierung der UNO und der EU auf eine Zweistaatenlösung mit einem „judenfreien“ palästinensischen Ge...
Lokale Koexistenz-Projekte zeigen: Echter Frieden entsteht nicht durch Spaltung, sondern durch Verständnis und Begegnung. Drei Beispiele:
Lokale Koexistenz-Projekte zeigen: Echter Frieden entsteht nicht durch Spaltung, sondern durch Verständn...
Der Grenzverlauf ist strittig, auch der Status Jerusalems. Israels Hauptstadt wird von Palästinensern ebenfalls als Hauptstadt beansprucht.
Der Grenzverlauf ist strittig, auch der Status Jerusalems. Israels Hauptstadt wird von Palästinensern eb...
Gaza galt als „kleine Zweistaatenlösung“, denn 2005 zog sich Israel freiwillig aus dem Gazastreifen zurück. Die dortige palästinensische Bevölkerung erhielt vollständige Autonomie. Milliarden Hilfsgelder aus aller Welt flossen in den Küstenstreifen. Gaza sollte zum zweiten Singapur werden, einer Wirtschafts- und Tourismusmetropole.
Gaza galt als „kleine Zweistaatenlösung“, denn 2005 zog sich Israel freiwillig aus dem Gazastreifen zurü...