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Die geeinte Stadt Gottes

Jerusalem, 40 Jahre nach der Befreiung
Malcolm Hedding
ein blaues Logo auf weißem Hintergrund. Zu lesen: ICEJ. Internationale Christliche Botschaft Jerusalem

Im Juni vor vierzig Jahren war Jerusalem durch den berühmten Sechs-Tage-Krieg nach neunzehn langen Jahren der Teilung schließlich wiedervereinigt. Niemand wird jemals die jubelnden Augenblicke vergessen, als Israelis durch die Altstadt zogen und sich dann in Ehrfurcht und Erstaunen vor der Klagemauer versammelten. Israels bemerkenswerter Sieg angesichts erdrückender Umstände muss und sollte als nichts anderes erkannt werden als Gottes Eingreifen. Es war erstaunlich!

Aber die eigentliche Bedeutung des Krieges und der Wiedervereinigung Jerusalems im Juni 1967 ist die Gewichtigkeit, die es vielen biblischen Wahrheiten gibt.

Erstens ist es ein Zeichen des Endes der "Zeit der Heiden". In Lukas 21,24 sagt Jesus die Zerstörung Jerusalems, des Tempels und die weltweite Zerstreuung des jüdischen Volkes voraus. Dieses alles erfüllte sich 70 n. Christus. Jesus sagte dann auch, dass diese tragischen Ereignisse sich wenden würden, wenn die Juden schließlich in ihr ursprüngliches Heimatland und ihre Hauptstadt Jerusalem zurückkehren. Dieses einmalige, unverwechselbare Ereignis würde das Ende der "Zeit der Heiden" einläuten. Dieser Ausdruck sollte nicht verwechselt werden mit dem biblischen Ausdruck "Vollzahl der Heiden", wie es in Römer 11 steht; dieses bezieht sich auf die volle Anzahl der Heiden, die gerettet werden. Die "Zeiten der Heiden" bezieht sich auf die Zeitspanne der Herrschaft der Heiden über das Land Israel und über das jüdische Volk.

Die Wiederkehr des jüdischen Volkes nach Jerusalem 1967 ist somit ein biblischer Meilenstein, der verdeutlicht, dass vermehrt der göttliche Fokus auf Israel und besonders auf Jerusalem selbst liegen wird. Wir können daher erwarten, dass diese Stadt noch größere Aufmerksamkeit der Welt in den kommenden Zeiten auf sich ziehen wird. Tatsächlich ist dies schon der Fall und dieselbe Bibel, die die Wiederkehr des jüdischen Volkes in die Altstadt voraussagt, erklärt, dass dieses Ereignis selbst den Zorn der Heiden-Nationen erregt, welche versuchen werden, Israel von dort zu verdrängen (Sacharja 12). Anzeichen dafür sehen wir heute schon!

Zweitens lehrt die Wiedervereinigung Jerusalems von 1967 eine Lektion, die eine Generation nach der anderen geneigt ist zu vergessen – und diese besagt, der Herr der Geschichte und der Angelegenheiten der Menschen bleibt der Gott der Bibel. Während der Mensch in seiner arroganten Weise regiert und versucht, Gott mehr und mehr von seinen politischen Angelegenheiten auszuschließen, überrascht der Gott der Bibel den Menschen, indem er ihm seine Allmacht über die Nationen zeigt. Der 2. Psalm besteht schon seit etwa dreitausend Jahren. Dieser erzählt nicht nur von Gottes Allmacht über die Nationen, sondern macht eine herrliche Zukunft für Jerusalem gewiss. Und diese Zukunft sieht das jüdische Volk und den Messias in der Stadt voraus.

Drittens: Die Rückkehr der Juden in die Altstadt Jerusalems ist eine Warnung – Diese geht an die Nationen. Während die Juden, wie jede andere Nation, den Preis für ihre Sünde und Rebellion gegen Gott bezahlt haben, hat Er sie nicht vergessen. Er hat sie nach Zion zurückgeführt und jene, die dieses bestreiten, kommen mit dem Gott des Himmels in Konflikt. Die Geschichte ist übersät mit den Trümmern der Nationen, die einst aufrecht standen, stolz und stark, aber versuchten, das jüdische Volk zu vernichten und sie von ihrem göttlichen Vermächtnis abzubringen.

Heute hören wir ähnliche Stimmen, die mit großem Getöse die Beseitigung der Juden aus ihrem Heimatland und ihrer Hauptstadt verlangen. Ihre Argumente sind dreist und arrogant. Manchmal scheinen sie sogar plausibel, aber sie werden zunichte, nicht weil wir es sagen, sondern weil Gott es so sagt!! Sie ignorieren die Schrift zu ihrem eigenen Risiko.

Letztendlich: Israels Rückkehr vor vierzig Jahren in die ungeteilte, ewige Stadt Jerusalem bedeutet, dass heute Zeiten des Wandels über uns gekommen sind. Vierzig bedeutet in der Bibel immer Zeiten der Veränderung. Moses Leben war gekennzeichnet durch drei Perioden von je vierzig Jahren: als Prinz von Ägypten, als Hirte in Midian und als Prophet Gottes. David regierte für vierzig Jahre, genauso auch Salomon. Jesus verbrachte vierzig Tage in der Wüste zur Vorbereitung seines öffentlichen Wirkens.

Wir können nicht sagen, welche Zeit jetzt über uns gekommen ist nach vierzig Jahren der wiederhergestellten jüdischen Anwesenheit und Regierung über die Heilige Stadt, aber wir können deutlich bestätigen, wie Jesus es sagte, dies sind messianische Zeiten. Als Shlomo Goren, der Hauptrabbiner Israels, die Shofar 1967 an der Klagemauer blies, erklärte er, dass messianische Zeiten angebrochen seien. Er lag richtig und egal, wie diese Tage sich auch entwickeln, wir wissen, dass in Zeiten des Umbruchs Gott immer gegenwärtig ist und dabei ist zu wirken. Kein Wunder, dass die Schrift uns aufruft, für den Frieden Jerusalems zu beten!

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