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Im Jahr 2017 feiert Jerusalem den 50. Jahrestag der Wiedervereinigung als Hauptstadt des jüdischen Staates Israel. Aus diesem Grunde lautet das Motto des ICEJ-Laubhüttenfestes 2017 „City of God“, Stadt Gottes. Erst im Sechstagekrieg 1967 gelang es israelischen Soldaten, die Kontrolle über das gesamte Stadtgebiet Jerusalems, einschließlich der Altstadt, zu erlangen. Seit 1968 wird in Israel jedes Jahr mit dem Jerusalem-Tag die Wiedervereinigung der Stadt sowie die Jahrhunderte alte Verbindung des jüdischen Volkes mit Jerusalem gefeiert. In Anerkennung des modernen Wunders vor 50 Jahren erklärte das israelische Oberrabbinat den Jerusalem-Tag auch zu einem religiösen Feiertag. Denn mit der Eroberung der Altstadt erhielten die Juden wieder Zugang zur Westmauer des Zweiten Tempels, der heiligsten Stätte im Judentum. Er wird jedes Jahr am 28. Ijjar nach dem jüdischen Kalender begangen und fällt in der Regel auf einen Tag im Mai nach dem gregorianischen Kalender.
1948 gewannen die Israelis zwar den Unabhängigkeitskrieg, doch mussten sie sich aus Ostjerusalem zurückziehen, das von jordanischen Truppen erobert worden war. Alle jüdischen Bewohner wurden von jordanischen Soldaten aus dem Jüdischen Viertel der Altstadt Jerusalems vertrieben, ihre Häuser wurden geplündert und unbewohnbar gemacht. Auch die 58 Synagogen des Viertels wurden systematisch zerstört und dem Verfall überlassen, das Neue Tor, das Jaffator und das Zionstor wurden vermauert. Die ersten 19 Jahre nach der Staatsgründung waren Ostjerusalem und die Altstadt Jerusalems vom modernen Staat Israel abgeschnitten und befanden sich unter jordanischer Besatzung. Auch Christen in Israel erhielten nur zweimal im Jahr, zu Weihnachten und Ostern, die Erlaubnis, ihre heiligen Stätten in Ostjerusalem zu besuchen.
Das Titelbild unseres Jerusalem-Kalenders 2017 zeigt einen zur Schießscharte zugemauerten Fensterbogen in der Stadtmauer Jerusalems neben dem Zionstor. Die vielen Einschusslöcher in der Mauer zeugen noch heute von den erbitterten Kämpfen von 1948 um die Jerusalemer Altstadt. Am 7. Juni 1967 gelang es den israelischen Soldaten während des Sechstagekrieges, die Jerusalemer Altstadt einzunehmen und sich bis zur Klagemauer (Westmauer) vorzukämpfen. „Heute Morgen hat das israelische Militär Jerusalem befreit. Wir haben Jerusalem, die geteilte Hauptstadt Israels, wiedervereint. Wir sind zum heiligsten unserer heiligen Orte zurückgekommen, um uns nie wieder von ihm zu trennen“, erklärte der damalige Verteidigungsminister Mosche Dayan und sagte auch den christlichen und muslimischen Bürgern volle Religionsfreiheit und den Schutz ihrer heiligen Stätten zu.
Nach der Rückeroberung Jerusalems wurden die drei zugemauerten Tore geöffnet und das Jüdische Viertel der Altstadt modernisiert und wieder aufgebaut. Heute ist es eines der schönsten Wohngebiete Jerusalems.
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die Verse 5. Mose 6, 4-9 und 5. Mose 11, 13-21,
die das „Shma Israel“, das jüdische Glaubensbekenntnis,
enthalten.
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