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Jerusalem United!

Warum Israels Hauptstadt nicht geteilt werden darf
Malcolm Hedding
jerusalem unsplash darius kanclerz

Benjamin Disraeli, Premierminister des Vereinigten Königreichs Anfang des 20. Jahrhunderts, hatte seine eigene Art, Kritikern zu begegnen, die ihn während seiner Parlamentsreden durch Zwischenrufe provozieren wollten, weil er Jude war. „Meine Leute waren Könige in Jerusalem, während Ihr immer noch auf den Feldern nach Pilzen gescharrt habt“, pflegte er zu sagen.

Tatsache ist, dass Jerusalem der Königssitz Israels war, lange bevor London oder Paris über Paläste verfügten und Berlin oder New York überhaupt existierten. Dennoch trachten diese Städte in ihrer Arroganz fast täglich danach, dem jüdischen Volk seinen alten biblischen Anspruch und seine besondere Verbundenheit mit Jerusalem abzusprechen.

Dieses Volk hat tausende von Jahren seine Verbundenheit mit und seine Sehnsucht nach dieser Stadt dadurch ausgedrückt, dass es jedes Jahr zum Passah-Fest ausrief: „Nächstes Jahr in Jerusalem!“ Diese Stadt ist die Hauptstadt nur eines Volkes gewesen, des jüdischen Volkes. Keine andere Nation kann und sollte sie für sich beanspruchen. Wie Premierminister Benjamin Netanjahu es kürzlich sagte: „Jerusalem ist keine Siedlung!“ Es ist die Stadt Davids, Salomos, die Stadt der großen Propheten und Weisen der Bibel. Es ist die Stadt, für die Jesus selbst betete und die er als jüdisch anerkannte.

Selbst der Patriarch Abraham reiste vor 4000 Jahren zum Berg Moriah und zur Stadt Salem, um Gott anzubeten. Aus dieser göttlichen Begegnung heraus leitet diese Stadt, sogar die Neustadt, ihren Namen ab. Jerusalem – die Stadt des Friedens und der Gerechtigkeit.

Im Gegensatz dazu haben die Türken des ottomanischen Reiches, welche 400 Jahre lang über die Region herrschten, die Stadt immer nur als reines Provinznest behandelt. Sie war nie die Hauptstadt irgendeines anderen Volkes. Jerusalem wurde unter Fremdherrschaft vernachlässigt und bot einen traurigen Anblick. Selbst die islamische Legende, dass Mohammed von hier aus in den Himmel aufgestiegen sei, wird von islamischen Theologen angezweifelt. Doch die großen israelischen Könige David und Salomo schrieben vor 3000 Jahren wunderschöne Lobeshymnen auf diese Stadt, nachzulesen in den poetischen Büchern der Bibel.

Die großen hebräischen Propheten taten dasselbe, als sie die jüdischen Bewohner der Stadt ins Gebet nahmen. Der Apostel Paulus kehrte immer wieder nach Zion zurück, um anzubeten. Er hatte große Sehnsucht danach, zu den biblischen Festen in Jerusalem zu sein. Jerusalem hatte immer eine jüdische Präsenz und seit Mitte des 19. Jahrhunderts fortlaufend wieder eine jüdische Bevölkerungsmehrheit.

Wie merkwürdig ist es daher, dass die Welt nun glaubt, dass diese alte biblische Stadt nicht jüdisch sein sollte. Welch ein Unsinn! Die Juden haben einen berechtigteren Anspruch auf Jerusalem als die Franzosen auf Paris, die Deutschen auf Berlin oder die Briten auf London. Es ist absurd, dies anders zu sehen, und doch tut die Weltgemeinschaft genau dieses. Es ist wirklich beschämend.

Während der Feier des Laubhüttenfestes in dieser Woche begeht die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem ihr 30-jähriges Jubiläum. In den letzten drei Jahrzehnten haben wir uns unmissverständlich für ein vereintes Jerusalem unter israelischer Souveränität eingesetzt. Jerusalem ist die Hauptstadt des jüdischen Volkes. Wer diese Tatsache bestreitet, muss entweder die Geschichte umschreiben oder völlig ignorieren. Aber genau dies passiert leider in unseren Tagen!

Der Psalmist Israels, König David, betrachtete die Mauern und Paläste Jerusalems und schrieb: „Betet für den Frieden Jerusalems, es möge wohl gehen denen, die dich lieben.“ Sein wunderbares Gebet war die Bitte, dass Frieden und Freude auf diese Stadt herabregnen sollten, als die Juden sich dort versammelten, um die von Gott festgesetzten Feste zu feiern und die Nationen ebenfalls zu diesem „Haus des Gebets für alle Völker“ strömten.

Dies ist auch unser Gebet. Als einzige Botschaft in Jerusalem, die zudem Millionen von Christen weltweit vertritt, stimmen wir gerne in dieses Gebet mit ein. „Jerusalem united“ – „Jerusalem geeint“, das ist unser Ruf bei diesem Laubhüttenfest.

Foto: jerusalem-unsplash-darius-kanclerz-scaled

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