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„Schaut nicht zurück!“

2000 Jahre Gebete und Sehnsucht nach Zion
Karin Lorenz
ein Mann mit Kippa steht lächelnd und winkend in einer Türöffnung eines historischen Steingebäudes mit hebräischen Schriftzügen

Flucht mit Torarolle

Rabbi Nakis Großvater lebte im Iran. Er war ein reicher Mann. Im luxuriösen Haus der Familie gab es sogar ein eigenes Schwimmbad, weiß der Jerusalemer Rabbiner. Doch als sich für seinen Großvater 1948 die Chance ergab, nach Israel auszuwandern, zögerte der gläubige Mann keinen Augenblick, obwohl er nichts mitnehmen konnte, weder Möbel noch Wertsachen – nur eine alte Schriftrolle, die Torarolle seines Ururgroßvaters. Er trug sie bei der Flucht in seinen Armen.

„Mein Großvater befahl seinen acht Kindern: Schaut nicht zurück!“, erzählt Rabbi Naki. Es blieb nicht einmal genug Zeit, um die Kleider der Kinder einzupacken. „Aber mein Großvater sagte, macht euch keine Sorgen. Wir brauchen nichts, denn wir gehen in das Land, wo Milch und Honig fließen.“

Verzicht auf Luxus

Ein dürres Land erwartete die Flüchtlinge. Drei Jahre lang lebte die Familie in Zelten. Die Arbeit war hart. Doch keine Klagen kamen über die Lippen des Großvaters, kein Wort der Enttäuschung. „Wir haben ein Privileg erhalten, das nicht einmal Mosche bekommen hat“, zitiert Rabbi Naki die Worte des alten Mannes. Mose durfte das Verheißene Land nur aus der Ferne sehen, aber nie dort leben. Warum sollte man sich da über ein paar Unannehmlichkeiten beklagen?

Dickköpfige Beter

„In der Heiligen Schrift verheißt Gott an vielen Stellen, dass er sein Volk zurückbringen wird“, erinnert Rabbi Naki. „Wir Juden waren dickköpfig genug, darauf 2000 Jahre zu warten und all die Zeit beständig für dieses Ereignis zu beten.“ Das jüdische Volk habe viele schlechte Zeiten erlitten. „Aber wir sind bei Gott geblieben. Selbst in Auschwitz hielten Juden an dieser Hoffnung fest“, betont der Rabbiner: „Weil wir wissen, dass Gott jedes Wort wahrmacht, das er in der Bibel verspricht.“

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