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Keren Hayesod rief, nahezu 200 Spendrinnen und Spender kamen und erlebten einen interessanten Abend mit Ron Dermer in Stuttgart im Gemeindesaal der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW). Dermer, der von sich sagt: „Ich bin zu einem Viertel deutsch“, kam als starke Stimme für Keren Hayesod nach Stuttgart. Nachdem er Benjamin Netanjahus enger strategischer Berater war, wurde er von 2013 bis 2021 als Botschafter des Staates Israel in die USA berufen.
Bei den Verhandlungen zum „Abraham-Abkommen“ nahm er eine Schlüsselrolle ein, wofür er im selben Jahr gemeinsam mit anderen für den alternativen Friedensnobelpreis nominiert wurde. Das „Abraham-Abkommen“ – am 15. September 2020 durch Vertreter Israels und der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vor dem Weißen Haus unterzeichnet – sollte der Auftakt zu einem neuen Nahen Osten sein. Später folgten dem Vertrag für Frieden und Aufnahme diplomatischer Beziehungen auch Bahrain, Marokko und der Sudan. Die Palästinenser allerdings protestierten, da sie für sich keine Fortschritte sahen. Offenbar einer der Gründe, warum die EU und auch Deutschland als zögern de Zuschauer gegenüber dem Abkommen auftreten. Dennoch: Seit dem Abschluss des Abkommens ist das Handelsvolumen zwischen Israel und den Emiraten auf drei Milliarden Dollar gestiegen. Zudem gibt es einen regen Austausch in Kultur, Sport und anderen Bereichen.
In seinem leidenschaftlichen Plädoyer für Frieden im Nahen Osten kritisierte Ron Dermer, studierter Finanz- und Managementfachmann, die zurückhaltende Rolle der deutschen Bundesregierung. „Je mehr Deutschland zum Abraham-Abkommen steht, umso mehr gibt es Frieden in der Region“, so Dermer. Auch wenn in Brüssel und Washington Zweifel an der Strategie der Atomverhandlungen mit dem Iran wüchsen, halte die Bundesregierung an den Atomverhandlungen fest. Die religiösen Führer des Iran wollten „uns in frühere Jahrhunderte zurückschicken“ und brandmarkten selbst die aktuellen Proteste im Land als „ausländische Verschwörung, vor allem der USA und Israels“, so Dermer. Seitdem der israelische Diplomat in den USA 2021 sein öffentliches Amt niedergelegt hat, leitet er die strategischen Investitionen von Exigent Capital, einer Investment Management-Firma in der Golfregion mit Sitz in Jerusalem. Dermer darf also zu Recht als profunder Kenner der Region gelten.
„Solange Teheran öffentlich dazu aufruft, Israel zu zerstören, sollte sich kein Vertreter Deutschlands mit Vertretern des Iran treffen. Punkt. Basta“, machte Dermer in Stuttgart seine entschiedene Haltung klar. Und er erinnerte an die Haltung des Iran zur Ausrottung der Juden Europas. Die Ajatollahs leugneten auch den Holocaust, warum werde dann in Deutschland Handel mit dem Iran betrieben? Völlig sinnlos sei auch, Israel zu boykottieren. Israel sei ein weltweites Zentrum für Innovation und Investitionen, so Dermer selbstbewusst. „Euer deutscher Kanzler und der Präsident der USA müssen zusammenstehen, statt, dass Scholz im Atomdeal beschwichtigt“, sagte Dermer, der dafür in der Zuhörerschaft heftigen Beifall bekam.
Im Gespräch mit Gottfried Bühler, Vorsitzender der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) Deutschland, würdigte Ron Dermer „eine neue Zeit für jüdisch-christliche Beziehungen“, gerade weil „der alte Antisemitismus zurückgekehrt“ sei. Doch nach 18 Jahrhunderten Feindschaft entstünden auch Freundschaften. Das sei „ein starkes Signal von Christen an Juden“. Dermer warb dafür, Israel zu besuchen und mit eigenen Augen die Resultate der eingesetzten Spenden zu sehen.
Keren Hayesod und die ICEJ verbindet über viele Jahre eine sehr freundschaftliche Partnerschaft. Viele segensreiche Projekte konnten durch die enge Zusammenarbeit realisiert werden. Die größte gemeinsame jüdisch-christliche Aktion ist die Alijah Arbeit, die Rückführung jüdischer Familien nach Israel. Diese Spenden beinhalten die Finanzierung von Flügen, Integrationshilfe für Neueinwanderer, Hebräisch-Unterricht, medizinische Unterstützung u.v.m. Weiter entfacht durch den Krieg in der Ukraine, sind Spenden in diesem Bereich wichtiger denn je.
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Israel.
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