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Rund 7.000 Start-ups werden jährlich in Israel gegründet, mehr als in jedem anderen Land, gemessen an der Einwohnerzahl. Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) gibt es hier sogar die höchste Dichte an Start-ups weltweit. Der jüdische Staat wird deshalb von Wirtschaftsexperten anerkennend als „Start-up Nation“ bezeichnet und die Gegend um Tel Aviv trägt den Beinamen „Silicon Wadi“, das israelische Silicon Valley.
Vor allem Israels Hightech-Industrie setzt mit phänomenalen Innovationen immer wieder neue Akzente, die zu Meilensteinen für weitere Entwicklungen werden und weltweit die Biomedizin, Cybertechnologie, den Sicherheitsbereich, die Solartechnologie und Landwirtschaft voranbringen. Die Innovationen aus dem Heiligen Land erweisen sich als Segen für die ganze Welt.
Seit 2021 setzt Israel außerdem einen neuen Schwerpunkt im Bereich grüne Technologien. Die Regierung erklärte den Klimawandel zu einer Angelegenheit der nationalen Sicherheit und veröffentlichte einen 100-Punkte-Plan zur Verbesserung der Energieeffizienz und Förderung innovativer nachhaltiger Technologien.
Außergewöhnlich viele israelische Firmengründungen sind dabei auch wirtschaftlich so erfolgreich, dass sie als „Unicorns“ gelten, als „Einhörner“. So nennt man im Wirtschaftsjargon private Start-up-Unternehmen, die einen Marktwert von mindestens einer Milliarde US-Dollar aufweisen. In Israel gibt es derzeit mindestens 92 Einhörner, laut Berechnungen des Wirtschaftsmagazins Forbes, das für 2023 mit zehn weiteren Einhörnern rechnet. Nur die USA (625) und China (312) haben laut Statista mehr „Unicorns“. Zum Vergleich Deutschland kann 36 Einhörner vorweisen, Österreich sechs, die Schweiz fünf.
Mehrere israelische Einhörner und Innovationen wurden in den letzten Jahren für schwindelerregende Summen von US-Firmen aufgekauft. So bezahlte beispielsweise Google mehr als eine Milliarde Dollar für die innovative Handy-Navigations-App der Erfinderfirma Waze. Atemberaubende zwei Milliarden Dollar bezahlte Intel für das auf künstliche Intelligenz spezialisiert Jungunternehmen Habana. Und die US-Firma Nvidia legte für den israelischen Chiphersteller Mellanox Technologies und seine Erfindungen sogar die Rekordsumme von 6,9 Milliarden Dollar auf den Tisch.
Das Land hat binnen weniger Jahrzehnte eine erstaunliche und schnelle Entwicklung durchgemacht. Während sich in der Weltöffentlichkeit noch hartnäckig das Bild vom einfachen Leben im Kibbuz hielt, hatte sich Israel längst zur fortschrittlichen Wirtschaftsnation entwickelt, trotz anfangs fehlender Rohstoffe, mehrerer Kriege, ständiger Terrorgefahr und Raketenbeschuss. Seit 2010 gehört Israel zur OECD, dem Club der reichen Industrienationen. Obwohl das Land während der Coronajahre stark gelitten hat und noch die Nachwehen verkraften muss, lag Israels Wirtschaftswachstum 2022 bei 6,43 Prozent.
Die Liste der Unternehmen, die sich im Heiligen Land niedergelassen haben, um vom israelischen Innovationsgeist bestmöglich zu profitieren, liest sich wie das „Who’s Who“ der internationalen Hightech-Weltkonzerne – darunter Google, Tesla, Samsung, Amazon, Facebook, Apple, IBM und Intel. In Israel befinden sich mehr als 250 bedeutende Forschungszentren. Hier entsteht außerdem das Auto der Zukunft: Nicht nur Tesla, sondern auch Porsche, Audi, BMW, Daimler, Ford, General Motors, VW – sie alle haben eigene Entwicklungszentren in Israel. Wirtschaftsexperten aus aller Welt reisen nach Tel Aviv, um das Erfolgsgeheimnis der innovativen Start-ups zu ergründen.
„Das Humankapital ist die große Stärke dieses jungen Staats“, ist sich der renommierte deutsche Wirtschafts- und Personalexperte Prof. Dr. Jörg Knoblauch sicher, der Unternehmer und Top-Führungskräfte weltweit begleitet und coached. „Der Erfolg jedes Unternehmens steht und fällt mit der Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter – und hier können wir von Israel sehr viel lernen!“ Israel gehört neben Shenzhen (China), Silicon Valley und Singapur zu den begehrtesten Firmenstandorten der Welt, weiß der Bestsellerautor. Auch aus Entwicklungsländern blicken Politiker und Wirtschaftsverantwortliche nach Israel. Das vom Bürgerkrieg gebeutelte Angola schickte 2023 eine Delegation in den jüdischen Staat, um Anregungen zu erhalten für das eigene Wirtschafts- und Bildungssystem.
Israels Start-up Boom ist nicht zuletzt das Ergebnis einer klugen Wirtschaftspolitik. Nirgends auf der Welt kommen Gründer leichter und schneller an Startkapital. Der Staat selbst stellt unbürokratisch Risikokapital zur Verfügung. Außerdem investiert Israel jährlich knapp 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung – weit mehr als jedes andere Land. Laut Statista folgt Südkorea auf Platz zwei mit 4,8 Prozent (Österreich: 3,2 Prozent, Schweiz: 3,15, Deutschland: 3,14). Der Staat schafft passende Rahmenbedingungen, aber er bevormundet nicht. Von den Bürgern wird viel Eigeninitiative erwartet – die dann unterstützt wird.
Das Militär spielt eine wichtige Rolle bei Start-up Gründungen: Hier lernen die jungen Wehrpflichtigen, in schwierigen Situationen rasch Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen für sich und andere und notfalls zu improvisieren. Während der Wehrdienstzeit entstehen außerdem Netzwerke und Freundschaften, die später im zivilen Leben weiter genutzt werden. „Aber mindestens ebenso wichtig ist die Offenheit für Innovationen, die man in Israel erleben kann“, ergänzt Prof. Dr. Jörg Knoblauch. „Man traut sich, ungewöhnliche Ideen zu unterstützen und gibt nicht auf, wenn eine Geschäftsidee misslingt, sondern probiert einfach etwas anderes aus.“
Yariv Bash ist ein gutes Beispiel dafür. Während eines Kneipenabends mit Freunden in Tel Aviv kam der Israeli auf die Idee, Weltraumfahrzeuge auf privater Basis zum Mond zu schicken. Kurz darauf gründete er mit zwei Freunden SpaceIL. Tatsächlich gelang es dem Start-up, mit minimalen Mitteln ein voll funktionsfähiges Mondlandegerät namens Beresheet zu entwickeln und erfolgreich ins Weltall zu bringen. Ganz Israel fieberte mit. Kurz vor der Landung trat dann jedoch eine kleine Panne auf, die eine folgenschwere Kettenreaktion auslöste. Beresheet konnte nicht rechtzeitig abgebremst werden und zerschellte auf der Mondoberfläche. Während viele Medien im Ausland mit Spott reagierten, wurde das Projekt in Israel trotzdem als Erfolg gefeiert und die Leistung der SpaceIL-Gründer anerkannt. Yariv Bash arbeitete da bereits am Aufbau eines weiteren Start-ups: Flytrex, ein Unternehmen, das Kunden per Drohnen beliefert. In Netanya und North Dakota sind die Drohnen bereits im Einsatz.
Wer fällt, steht wieder auf – Yariv Bash lebt diese Einstellung im besonderen Maße. 2017 stürzte der Unternehmer beim Snowboardfahren und zog sich schwere Verletzungen an der Wirbelsäule zu. Seither ist er querschnittsgelähmt. Eine Woche lag Bash damals bewusstlos in der Klinik. Als er wieder zu sich kam und erfuhr, dass er künftig an den Rollstuhl gefesselt sein wird, bat er seine Frau als erstes um ein Smartphone – um zu googeln: „Größe des Marktes für Wirbelsäulenverletzungen“.
Israelische Kinder gehen in der Regel auf Gesamtschulen. Ziel ist es, möglichst alle Schüler bis zur 12. Klasse zur Bagrut, dem Abitur, zu führen. Jährlich legen rund 63 Prozent der christlichen Schüler, 58 Prozent der jüdischen Schüler und 50 Prozent der muslimischen Schüler das Abitur ab.
Hochbegabte Kinder werden von der ersten Klasse an besonders gefördert: Wer zu den drei Prozent der besten Schüler einer Klasse gehört und Qualifikationsprüfungen besteht, erhält individuell angepasste Zusatzkurse bis hin zu ganztägigem Unterricht an einer Hochbegabtenschule. Kinder mit Behinderungen, die das Lernen einschränken, erhalten neben bzw. parallel zum Regelunterricht individuell angepassten Förderunterricht.
Israels Universitäten gehören zu den besten Hochschulen der Welt. Im wichtigsten Uni-Vergleichstest, dem Shanghai-Ranking, bei dem jährlich 1.200 Universitäten beurteilt werden, tauchen unter den Top 100 Universitäten gleich drei israelische Unis auf: Das hochmoderne Technion in Haifa, das Weizmann Institut of Science in Rehovot und die Hebräische Universität Jerusalem, an der unter anderem Albert Einstein, Sigmund Freud, Martin Buber und Chaim Weizman tätig waren – man kann an dieser Hochschule auf insgesamt acht Nobelpreis-Träger verweisen. Seit 1978 wurde der Nobelpreis 12 Mal an Israelis verliehen.
Bildung besaß im Judentum immer schon einen sehr hohen Stellenwert. Hauptgrund dafür ist Gottes Gebot, Kindern von frühster Jugend an die heiligen Schriften beizubringen. Das machte die Juden zu einem lese- und schriftkundigen Volk und trägt auch heute zum Erfolg des jüdischen Staates bei.
Der mit 240 Metern höchste Solarturm der Welt steht im Negev. Zehntausende computergesteuerte Spiegel, die den Turm auf einer Fläche von drei Quadratkilometern umgeben, leiten Sonnenlicht konzentriert zu einem Absorber an der Spitze des Turms. Dabei entstehen extreme Temperaturen, die von einem Salzspeicher aufgenommen und zeitversetzt abgegeben werden. Damit kann das Solarturmkraftwerk auch nachts Strom für 120.000 Haushalte produzieren. Das Kraftwerk nahe dem Kibbuz Aschalim ging 2019 in Kraft und bringt eine Leistung von 121 Megawatt.
Auszug aus der Sonderausgabe Wort aus Jerusalem: "Israel - 75 Jahre Start-up Nation"
Die Liebe ist nicht dafür geschaffen zu konsumieren,
sondern zu geben! Geben ist die Wurzel
der Liebe. Liebe definiert sich nicht in erster
Linie über das, was wir fühlen, sondern über das,
was wir tun, was wir geben.
Die Liebe ist nicht dafür geschaffen zu konsumieren,
sondern zu geben! ...
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