MENÜ

Weltkirchenrat wirft Israel Apartheid vor

Weltkirchenrat wirft Israel Apartheid vor

Enttäuschung in der jüdischen Community
Karin Lorenz
Eine Steinfigur stellt ein Schwein da, an dessen Zitzen drei jüdische Männer saugen. Die antisemitische Skulptur befindet sich am Dom in Regensburg.

Der Weltkirchenrat veröffentlichte eine Erklärung, in der Israel als Apartheidsystem bezeichnet wird. Außerdem werden Israel Verstöße gegen grundlegendste Prinzipien der Moral vorgeworfen.

Die Terrororganisation Hamas und der Terrorüberfall der Hamas vom 7. Oktober 2023 werden nicht erwähnt, auch nicht die israelischen Geiseln oder die seit Jahrzehnten stattfindenden Terroranschläge und Raketenangriffe auf Israel. Der weltweite Zusammenschluss von gut 350 hauptsächlich protestantischen Kirchen forderte außerdem Sanktionen, Deinvestitionen und Waffenembargos gegen den jüdischen Staat - sehr ähnlich den Forderungen der als antisemitisch eingestuften BDS-Kampagne.

Israel - die einzige Demokratie im Nahen Osten

Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten. In Israel leben 20 Prozent arabisch-palästinensische Staatsbürger. Sie haben volle Bürgerrechte - anders als Araber in arabischen Staaten. Es gibt kein Land im Nahen Osten, in dem die Menschen unabhängig von Religion, Herkunft oder Geschlecht mehr Freiheiten und Rechte genießen als in Israel. In einem Statement verteidigte Heinrich Bedford-Strohm, der Vorsitzende des Weltkirchenrats und frühere bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Erklärung ausdrücklich. Er fügte vorsorglich hinzu: "Mit Antisemitismus hat der Beschluss nichts zu tun."

Vertrauen der Juden in die Kirche hat schweren Schaden genommen

Das Vertrauen der Juden in die Kirche und ihre Vertreter hat durch diese neuerliche Dämonisierung des jüdischen Staats schweren Schaden genommen, urteilte die Jüdische Allgemeine. "Und dieser Schaden wird so schnell nicht zu beheben sein", kommentierte Daniel Neumann, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen.

Zum Statement von Heinrich Bedford-Strohm schreibt Neumann: "Wenn der Vorsitzende eines solchen internationalen Kirchenrates nun einen Beschluss mit den begleitenden Worten veröffentlicht, dass dieser nichts mit Antisemitismus zu tun habe, sind Zweifel angebracht. Erhebliche Zweifel. Und es spricht Bände. Schließlich war die Kirche über Jahrhunderte hinweg der Nukleus des europäischen Judenhasses. Sein Zentrum und seine Energiequelle."

Foto: Erinnerung an den Judenhass, der von der Kirche über Jahrhunderte verbreitet wurde. Das Foto zeigt eine "Judensau" am Regensburger Dom, die dort bis heute zu sehen ist (wikipedia)

Weitere Artikel

ein weißer Sandstrand mit Menschen belebt, türkisfarbenes Meer. Im Hintrgrund des Bildes eine Stadt

Australien setzt Untersuchungskommission ein

Nach dem Terroranschlag auf eine Chanukka-Feier im australischen Bondi Beach mit 15 Toten wollte Premierminister Albanese zunächst nur eine begrenzte Untersuchung zulassen.

Hintergrund: blauer Himmel und Palmen. Vodergrund: gelb/grüne Fahne der Hisbollah weht

Kampf gegen Hisbollah geht weiter

Israel hat diese Woche terroristische Ziele im Südlibanon angegriffen, die dem Waffenstillstandsabkommen vom November 2024 widersprechen.

ein Schild mit blauer Aufschrift 'To Gaza' und ein Pfeil der nach links zeigt. Rechts im Bild ein Bus, im Hintergrund ein blaues Zelt

Aus für 37 NGOs im Gazastreifen

Israel hat die Zusammenarbeit mit zahlreichen NGOs beendet, aufgrund deren antiisraelischen Agenden. Auch "Ärzte ohne Grenzen" sind betroffen.

Headshot eines Mannes in schwarze, Anzug, weißem Hemd und Krawatte. Er lächelt

New York: Mamdanis erster Akt gegen Israel

New Yorks neuer Bürgermeister Zohran Mamdani richtete sich gleich mit seinen ersten Amtshandlungen deutlich gegen Israel.

eine Straße auf der Dinge in Brand gesetzt sind. Im Hintergrund sind, Rauch steigt auf. Passanten zu sehen.

Iran: Kommt es zum Umsturz?

Das ist passiert: Vor knapp zwei Wochen begann im Iran eine Protestwelle, die sich mittlerweile zur größten seit drei Jahren ausgeweitet hat.

ein Mann mit blauem Anzug, weißem Hemd und Mikrofon am Jecket spricht während er ein Buch mit Goldrand auf dem Tisch vor sich auf dem Tisch liegen hat

Dieser Segen liegt 2026 für Sie bereit

Liebe Freunde und Gebetspartner, Shalom und viele Grüße und Segnungen aus Jerusalem. Zu Beginn dieses neuen Jahres bete ich darum, dass Gott Sie mit dem besten Jahr aller Zeiten segnet...

Drohhnenansicht einer Stadt in einer wegetativ öden Gegend. Im Hintergrund ist Gewässer zu sehen

Weihnachten 2025 in Bethlehem

Wieder einmal fahren mein Mann und ich nach Bethlehem – mit dem Bus von Jerusalem aus.

Christliche Jerusalem Stiftung - Logo der ICEJ in gold auf weiß

Gottes Weihnachtsboten

Liebe Botschaftsfreunde, wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung im Jahr 2025.

eine Menschenmenge mit vielen Palästina-Flaggen

Menschenrechte - aber nicht für Juden? 

Der Jahresbericht des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR) zur „Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland“ liegt vor.

ein mehrarmiger Kerzenleuchter, dessen Kerzen runtergebrannt sind, nur noch Docht und Flamme sind zu sehen

Terror-Aufruf gegen Juden und Christen

Der IS hat in seinem wöchentlichen Newsletter zu Anschlägen gegen Synagogen und Kirchen in Europa aufgerufen.