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Globale Empörung

Globale Empörung

Ein Kommentar von Karin Lorenz, Redaktionsleiterin, ICEJ Deutscher Zweig e.V.
ein Zerstörter Wohnkomplex. Das Fensterglas ist nicht mehr vorhanden, Trümmer und Ruß, sowie eine israelische Fahne sind zu sehen.

„Eklat!“, empörten sich Tagesschau und Spiegel. Das Patriarchat von Jerusalem sieht einen schwerwiegenden Präzedenzfall, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kanadas Premier Mark Carney sprechen von einem Angriff auf die Religionsfreiheit, Spaniens Regierung gar von Völkerrechtsverletzung.

Was war passiert? Israelische Polizisten hatten dem katholischen Kardinal Pizzaballa an Pfingstsonntag den Zugang zur Grabeskirche verweigert. Die heiligen Orte sind aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil Iran gezielt Jerusalem beschießt.

Die globale Empörung galt aber nicht den Trümmern und Schrapnellen, die in der Altstadt bereits einschlugen, auch nicht den iranischen Streubomben, sondern nur der israelischen Schutzmaßnahme.

Italien bestellte erbost den israelischen Botschafter ein. In Deutschland verurteilte CDU-Außenpolitiker Armin Laschet Israels Schutzmaßnahme als „reine Schikane ohne jedes Gespür und ohne jeden Verstand.“

Auch die „Klagemauer“ war zu Pessach verwaist. Denn die Sicherheitsvorschriften gelten in Israel für alle Menschen, ob Juden, Muslime oder Christen.

Schabbat Schalom

(Foto: Anschaulicher Grund für die aktuell hohen Sicherheitsauflagen in Israel - ein Wohnviertel in Be'ersheva nach dem Einschlag einer iranischen Rakete /2025/ICEJ-Media)

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